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Tramuntana 2011 - Tag 3

Estellencs - Valldemossa

Nachdem wir gestern von Andratx nach Estellencs gewandert sind, geht es heute von Estellencs weiter nach Valldemossa. Wir starten gegen 8:30 Uhr direkt am Hotel und wandern über Straßen und später über Feldwege in schattigen Steineichenwäldern. Dadurch sind die Temperaturen noch erträglich und es geht auch nur leicht bergauf und bergab.

Die langsam wachsenden und relativ viel Wasser benötigenden Steineichen werden immer mehr durch die schnell wachsende und viel weniger Wasser verbrauchende Aleppo-Kiefer verdrängt und an vielen Stellen, die wir in den nächsten Tagen sehen, gibt es nur noch wenige Steineichen. Es gibt Aufforstungsprojekte, die aber nur funktionieren, wenn mehr als 400-500 Liter/m2 Regen pro Jahr fallen, wie uns Aina erläutert. In vielen Regionen wir aber der Regen in den letzten Jahrzehnten immer weniger, wahrscheinlich auch durch den Klimawandel bedingt. Die Römer begannen, den Steineichenwald stark zu dezimieren, wodurch sich das Klima auf Mallorca zum ersten Mal änderte und den Aleppokiefern das Vordringen erleichterte. Heute ist dieser Trend nur noch schwer umkehrbar.

Wir sehen viele Überreste von Köhlerhütten und den Plätzen auf denen die Köhlermeiler standen zur Holzkohlegewinnung. Dies früher eine wichtige Erwerbsquelle der Einheimischen, wie uns Aina erklärt. Wir sehen Plantagen, teils aufwendig terrassiert, mit jahrhundertealten Olivenbäumen und gehen an einem alten, großen Gehöft vorbei, wo früher in großem Stil Oliven verarbeitet wurden. Dann wurde es aufgegeben und der spanische Staat erwarb das Gehöft und viele Hektar Land, um zu verhindern, dass hier ein Investor eine große Hotelanlage baut. Vorangegangen waren viele Proteste der Einheimischen gegen den Hotelplan. Weiter geht es in Steineichenwald auf einem sehr schönen Weg, der früher einmal ein Postweg gewesen ist, wie uns Aina erzählt.

Zwischenstopp machen wir in Esporles, einem netten Städtchen, wo wir gegen 14:00 Uhr Mittagspause in und neben einem Cafe einlegen. Es gibt Kaffee und Orangensaft und unseren eigenen Proviant.

Nach der Pause geht es hinter dem Ort steil bergauf, von 420 m Höhe auf ca. 600 m, dann wieder bergab auf 450 m. Dann wieder bergauf auf den heute höchsten Punkt bei etwa 700 m Höhe. Von dort geht es dann stetig abwärts nach Valledemossa (420 m hoch). Der Weg ist teilweise recht schwierig mit viel Geröll.

Von Valldemossa fahren wir gegen 18:00 Uhr mit dem Bus nach Estellencs. Zum Besichtigen von Valldemossa haben wir morgen vormittag noch genügend Zeit. Auf der Rückfahrt halten wir noch für einen kurzen Fotostopp und können die Küstenlinie im Sonnenuntergang bewundern. Das Abendessen ist wieder sehr gut und wiederum erschöpft falle ich gegen 22:30 Uhr in mein Bett.

Insgesamt waren wir heute etwa 9,5 h inkl. Pausen unterwegs, haben dabei ca. 23 km Strecke zurückgelegt und ca. 1.100 Höhenmeter aufwärts und ca. 1.100 Höhenmeter abwärts bewältigt.

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Blick zurück zum S'Esclop von gestern
Sehr alte Olivenbäume am Wegesrand
Blick zurück zur doppelten Schirm-Pinie an unserem Weg
Der alte Postweg im Steineichenwald
Hinter Esporles: Da müssen wir rauf!
Oben angekommen, nun wieder da runter
In Valldemossa am Spätnachmittag, die Kartause
Auf dem Weg zurück nach Estellencs, Sonnenuntergang