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Taiwan 2017/2018 - Tag 7

Taroko-Schlucht

Nach einem guten Frühstück fahren wir heute 9:00 Uhr nochmal in die Taroko-Schlucht. Geschlafen habe ich schlecht, weil in dem recht hellhörigen Hotel ein Kleinkind unseren gesamten Gang wachhielt.

Wir wandern auf dem Shakadang-Trail an einem Nebenarm des Hauptflusses langsam aufwärts. Es ist ein sehr touristischer Weg, sehr breit und betoniert. Der Beginn liegt unter einer Brücke und ist über Metalltreppen erreichbar. Bis vor ein paar Monaten war er nur ca. 1,3 km wegen eines Erdrutsches begehbar, jetzt sind es nach den Aufräumarbeiten wieder ca. 5 km. Sehr schöne bunte Felsen aus Marmor und anderen Gesteinen sehen wir im Flusslauf. Auch hier fehlt für die größte Farbenpracht aber die Sonne, obwohl das Wetter sonst gut ist. Auf dem Rückweg fängt es aber leicht an zu regnen. Auf den ca. 8 km Weg haben wir ca. 260 Höhenmeter aufwärts und auch wieder ca. 260 Höhenmeter abwärts zurückgelegt.

Der Shakadang-Trail
Der Shakadang-Trail
Auf dem Shakadang-Trail
Auf dem Shakadang-Trail
Auf dem Shakadang-Trail, tolle Farben in der Schlucht neben uns
Auf dem Shakadang-Trail, tolle Farben in der Schlucht neben uns

Noch weiter aufwärts, also nach den 5 km, gibt es noch ein Eingeborenen-Dorf im Wald. Dafür wäre aber ein spezielles Permit nötig, was wir nicht haben. So drehen wir rechtzeitig wieder um. Wir sind hier im Gebiet eines bestimmten Eingeborenenstammes und müssen uns an die Regeln halten.

Mit dem Bus fahren wir weiter bergauf auf einer Serpentinenstraße und gehen in einem Hotel, welches von diesem Stamm betrieben wird, essen. Es gibt tolle, ungewöhnliche Dinge und wir tun uns mit dem Bestellen auf der komplizieren Speisekarte sehr schwer. Es ist auch ungewöhnlich teuer. Nur mit Hilfe unseres Guides gelingt uns die Bestellung. Ich bekomme (irrtümlich) eine kleine Schüssel voller extrem scharfer grüner Chilis mit Reis. Das war nicht das, was ich mir vorstellte. Die Chilis schmecken zwar prima, sind aber wirklich zu scharf…!

Mit dem Bus fahren wir bei nachlassendem Regen zu einigen Aussichtspunkten. Die „Mutterliebe-Brücke“ ist ein beliebtes Fotomotiv für Chinesen und Taiwanesen, es ist heute aber wenig los.

Dann zu einer kleinen Hängebrücke, auf die nur jeweils 8 Leute gleichzeitig dürfen. Davor steht eine kurze Warteschlange. Alle halten sich an das Gebot, obwohl keine Aufsicht hier ist, die das kontrolliert. Wieder etwas, was in Deutschland undenkbar wäre… Alle sind sehr diszipliniert, wir natürlich auch! Der Weg hinter der Hängebrücke ist wieder Permit-pflichtig und wieder halten sich alle freiwillig daran!

Die "Mutterliebe-Brücke"
Die "Mutterliebe-Brücke"
Die Hängebrücke mit max. 8 Personen Tragkraft
Die Hängebrücke mit max. 8 Personen Tragkraft

Wir fahren zurück nach Hualien und stoppen nur kurz an einem Supermarkt für einige Einkäufe für die nächsten Tage.

Ich gehe nochmal in die Innenstadt, denn meine Armbanduhr ist leider doch defekt. Die neue Batterie hat nichts geholfen. Ich erstehe für umgerechnet 15 Euro eine einfache Uhr und bin zufrieden. Immerhin ein Markenprodukt von Casio!

Weiter geht es in einen nun endlich mit Hilfe unseres Guides entdeckten Outdoorladen und ich erstehe mit Glück eine heruntergesetzte hervorragende Regenjacke mit allem Komfort von Millet in Blau.

Zum Abendessen finden wir in einer Seitenstraße ein sehr nettes Familienrestaurant. Aber auch hier ist das Bestellen nicht einfach. Mit der Hilfe der ganzen Familie und einiger Gäste bestellen wir viele tolle verschiedene Dinge (Gemüse mit Rührei, Rindfleisch mit Gemüse, Hühnchen (teils mit Knochen), Shrimps mit Ei, alles mit viel Knoblauch) und Bier und sind sehr zufrieden. Es schmeckt alles hervorragend! Wie üblich kann man kein Trinkgeld geben außer der bereits verrechneten festen Service-Pauschale von 10% auf der Rechnung.

Unser Festmahl
Unser Festmahl

Wir sind gegen 21:30 Uhr zurück im Hotel.