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Sri Lanka 2011/2012 - Tag 15

Strandtag Induruwa

7:30 Uhr aufstehen, 8:00 Uhr Frühstück. Obwohl heute kein offizielles Programm ist, können wir uns das frühe Aufstehen nicht so schnell abgewöhnen. Doch das war keine schlechte Idee, denn das Frühstück zieht sich zeitlich enorm in die Länge. Die Bedienung ist sehr chaotisch. Der Qualität des Essens tut das keinen Abbruch, denn das ist sehr gut. Die sri-lankische Variante ist im Umfang enorm, Berge Reis und viel Curry.

Die meisten wollen heute nach Bentota laufen, den nächsten größeren Ort. In einer kleineren Gruppe ziehen wir 9:30 Uhr los und laufen am Strand entlang nordwärts. Heute Morgen habe ich schon ein mittelgroßes Ruderboot beobachtet mit Fischern, die ein Netz ausbringen. Jetzt sind sie gerade dabei, es mit viel Mühe wieder an den Strand zu ziehen. Es sind aber nur ganz wenige Fische im Netz. Die wenigen großen Exemplare kann man an einer Hand abzählen. Wir laufen weiter, unter anderem durch ein sehr luxuriöses Hotelgrundstück mit Pool direkt am Meer in einer Felsformation eingebettet. Beim Frühstück wird Sekt getrunken. Den Namen können wir leider nicht erkennen.

Weiter nördlich sehen wir ein Schild von einer Meeresschildkrötenschutzstation und gehen neugierig hinein. Nach der Entrichtung eines Eintrittsgelds werden uns alle Entwicklungsphasen von Meeresschildkröten am lebenden Objekt gezeigt: Eier, ein Tag alte Schildkröten, wenige Wochen alt, Monate alt, Jahre alt. Alles sehr interessant, die Erklärungen in Deutsch. Die älteren Exemplare sind meist behinderte Schildkröten, die so auf die Welt kamen und in der Wildnis keine Chance hätten. Nun sind sie hier Anschauungsobjekte. Es ist aber die Frage, ob das ein besseres Leben ist. Die Bassins sind relativ klein und öde. Wir spenden trotzdem etwas Geld für das Projekt und wandern weiter.

Am Ende des Strandes können wir leider nicht in die Ortschaft laufen, weil dort eine Lagune zu überqueren ist. Angebote mit Wucherpreisen lehnen wir ab. Stattdessen versuchen wir, ein nahegelegenes Hotel zu durchqueren. Irgendwie müssen die doch auch auf die andere Seite. Wir hoffen auf eine Brücke. Aber keine Brücke, stattdessen eine Bootsanlegestelle. Wir stehen dort erst Sekunden, da legt sofort ein Hotelboot an und bietet uns das Übersetzen an. Man hält uns wohl für Hotelgäste… Wir protestieren nicht, sondern lassen uns hinüberfahren und entrichten artig ein Trinkgeld. Danach pilgern wir durch die Stadt und finden in der zweiten Reihe, wieder direkt am Wasser ein schönes und ruhiges Restaurant „Anushka River Inn“ für unser Mittagessen. Wir essen Fisch, Garnelen und Krabben, alles ist sehr gut. Nur der Limettensaft hat ein eigenartig salzig/süßes Aroma.

Weiter durch die Stadt, wir lassen eine defekte Trekkingsandale am Straßenrand reparieren. Die Reparatur ist perfekt und sehr preiswert. Sogar der Schuster, der nur mit Werkzeugtasche am Straßenrand hockt, hat einen Helfer, der ihm Werkzeug und die Fäden reicht. In Sri Lanka geht nichts allein.

Noch ein wenig Shopping und zur Post, danach zu Fuß zurück ins Hotel. Wir verlaufen uns aber ein wenig auf dem Weg zum Strand zurück und nehmen dann doch das Angebot eines Tuk-Tuk-Fahrers an, der uns zu dritt sehr preiswert zum Hotel zurückfährt. Endlich haben wir es doch noch geschafft, in so einem Gefährt eine Fahrt zu unternehmen!

Wir sind 17:00 Uhr im Hotel zurück, schwatzen und baden am Meeresstrand und essen anschließend gegen 19:00 Uhr zu abend. Diesmal gibt es wieder Menü, dafür aber rein sri-lankisch. Es ist köstlich und die Bedienung ist auszuhalten. Es gibt aber wieder sehr viele Mücken, vor allem unter dem Tisch. Etwas geschafft falle ich 21:45 Uhr ins Bett.

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Ein typisches Fischerboot
Das Netz wird eingeholt
In der Schildkrötenfarm, Portrait
Schuhreparatur in Bentota
Zurück mit dem Tuk-Tuk
Abendstimmung im Hotel am Strand