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Myanmar 2016/2017 - Tag 8

Reisetag Bagan - Heho - Inle-See

Nach einem guten Frühstück kommt der Bus gegen 8:00 Uhr und bringt uns zum kleinen Flughafen zurück, der von außen aussieht wie ein Tempel oder eine Pagode. Unser Flug zum Inle-See verspätet sich etwas und geht erst gegen 9:50 Uhr. Dann fliegen wir mit einer mittelgroßen Propellermaschine ATR72-500 in ca. 40 Minuten nach Heho. Wir überstehen auf dem Flug einige heftige Turbulenzen und "Luftlöcher" und drehen auch noch eine Warteschleife. Dann landen wir aber sicher und steigen in einen riesigen Bus, der uns in ca. 1 Stunde Fahrt an das Ufer des Inle-Sees bringt. Auf der Fahrt halten wir in Nyaung Shwe an einem sehr schönen Kloster namens "Shwe Yan Pyay", welches in einem Nebengebäude in langen Gängen Tausende Nischen beherbergt, in der jeweils eine kleine Buddha-Statue sitzt. Unter jeder Nische ist ein Namensschild angebracht. Es sind alles Spender, die als Dank eine solche Nische erhalten. Es ist aber alles belegt, kein Platz mehr für weitere Namen. Die Namen stammen von allen Kontinenten und Ländern, die man sich vorstellen kann.

Danach ein weiterer Stopp zum Mittagessen auf einem Weingut in den Shan-Bergen, von Franzosen geführt. Es heißt "Red Mountain" und scheint ein üblicher Touristen-Stopp zu sein. Wir erhalten 4 Weine in einer kleinen Verköstigungsrunde. Sie sind alle nicht besonders gut. Einzig ein muskatähnlicher Weißwein namens "Late Harvest", also Spätlese, 2015, ist halbwegs trinkbar. Wir essen im Restaurant ganz ordentlich und nehmen trotz der unterdurchschnittlichen Qualität vorausplanend zwei Flaschen Weißwein zum Inle-See mit.

Am Ziel halten wir an der Zentrale einer Firma, die Boote vermietet und steigen mit unserem Reisegepäck in schmale Boote für jeweils 4 Personen. In den Booten stehen Holzsessel mit Kissen, dazu für jeden eine Schwimmweste, eine warme Decke und vor allem ein Schirm! Dieser Schirm kann vor Gicht schützen, die je nach Windrichtung ins Boot bläst. Gerade bei kühleren Temperaturen und längerer Fahrt kann das unangenehm sein und trotz über 30 °C am Tage kommen Decke und Schirm n den nächsten Tagen durchaus mehrmals zum Einsatz. Aber der Schirm hilft uns auch in den nächsten Tagen tagsüber gegen die starke Sonne. Die Boote haben jeweils einen starken Motor, ich vermute einen wiederbelebten kleineren PKW-Motor, der im hinteren Bereich des Bootes als offener Motorblock steht, allerdings stets ohne Auspuff betrieben wird und einen entsprechenden Höllenlärm macht. Dieser Lärm wird uns die nächsten Tage begleiten und ist ein echter Nachteil dieses ansonsten sehr schönen Sees. Was wäre das für eine tolle Stimmung, wenn die Boote zumindest einen kleinen Schalldämpfer hätten...!

Wir fahren mit den Booten etwa eine Stunde zum ersten Hotel der ersten Teilgruppe, wieder ein "Myanmar Treasure Resort", ein von außen sehr luxuriös wirkendes, aber auch sehr großes Hotel mit einer Menge kleiner Hütten auf Stelzen im Wasser in mehreren Reihen. Wir steigen mit aus und greifen zumindest noch beim Begrüßungscocktail ungeniert zu. Danach geht es noch einmal 30 Minuten weiter zu unserem Hotel "Golden Island Cottages II", was auch sehr schön aussieht Es gibt viel weniger Hütten und wir bekommen welche in der ersten Reihe mit Seeblick auf den Sonnenuntergang! Den genieße ich gleich auf meiner eigenen Terrasse im Liegestuhl, auch wenn es hier einige Mücken gibt.

Die Zimmer sind auch sehr nett, auch wenn die Beleuchtung ziemlich mies ist. Das Badezimmer ist nicht schön und abenteuerlich gefliest, wie ein Patchworkteppich aus allen möglichen Fliesensorten. Jede Hütte hat ihren eigenen Wasserboiler, aber der schwankende Wasserdruck sorgt wieder einmal für sehr schwankende Temperaturen, sodass man in der Badewanne einen Duschtanz aufführen kann, einen Schritt vor, einen zurück...

Heute ist ja Heiligabend und ein Weihnachtsessen geplant. Aufgrund der Gruppentrennung findet aber auch das getrennt statt, weil ein Transfer zwischen den Hotels im Dunkeln offensichtlich unmöglich ist. Nachts fahren keine Boote, sagt unser (zumindest) Guide, wobei das nächtliche Geknatter auf dem See eine andere Sprache spricht... Wir genießen trotzdem als "Kleingruppe" mit weiteren nur ca. 20 Gästen das sehr gute Buffet und den Grill mit Saté-Spießen außen und den großen Tonkrug mit "Rum Sour" zum Schöpfen. Was dem Deutschen seine Bowle, ist hier ein strammer Cocktail. Daneben steht noch eine Flasche Rum zum "Nachwürzen".

Es gibt auch Kulturprogramm mit viel Gesang und etwas Tanz. Offensichtlich sind es Hotelangestellte, die sich aber viel Mühe geben und die Peinlichkeit hält sich wirklich in Grenzen. Es ist alles sehr liebevoll gemacht.

Nach dem Essen trinken wir noch eine Flasche Weißwein auf dem Balkon, der inzwischen in der Minibar gut gekühlt worden war. Es ist ein lauer Sommerabend am Inle-See, was will man mehr! Gegen 23:00 Uhr bin ich im Bett.

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Mit einer ATR 72 nach Heho
Kloster Shwe Yan Pyay, außen
Kloster Shwe Yan Pyay, innen
Shwe Yan Pyay, Nebengebäude, innen
Shwe Yan Pyay, Nebengebäude, innen
Red Mountain Weingut
Auf dem Weg zum Inle-See
Inle-See, Fischer
Inle-See, Hotel Golden Island Cottages
Inle-See, Hotel Golden Island Cottages, Blick aus dem Hotelzimmer
Inle-See, Hotel Golden Island Cottages, Blick aus dem Hotelzimmer
Inle-See, Hotel Golden Island Cottages, Weihnachten