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Myanmar 2016/2017 - Tag 2

Reisetag Bangkok - Yangon, Yangon

In Bangkok habe ich wenig Aufenthalt, also gehe ich nach der verspäteten Ankunft sofort zum Gate, inkl. Security und einem langen Laufweg etc. dauert das ein wenig. Das Gate ist auch wieder das Allerletzte einer ganzen Reihe. Dort tut sich aber sehr lange nichts. Mit fast 1 Stunde Verspätung heben wir dann endlich ab und landen entsprechend spät in Yangon zur Ortszeit etwa 10:00 Uhr. Dort gibt es trotz Visum-Prüfung etc. eine sehr schnelle und freundliche Abfertigung und ich bin schnell beim Gepäck, was bereits auch schon da ist!

Schnell noch Geld tauschen und dann den Abholservice des Hotels suchen. Es wartet ein sehr junger Mann (oder Junge?) auf mich, auf seinem Zettel stehen zwei Namen. Er wartet wegen der Flugverspätung wohl schon einige Zeit und ist froh, dass ich da bin. Trotz mehrfacher Intervention meinerseits mag er auf die zweite Person auf seinem Zettel nicht warten. So fahren wir zu zweit los, nachdem ich nochmal lange warten muss, bis das Auto vom Parkplatz an der Ankunftshalle ist. Es ist hier vor dem Terminal wirklich sehr viel Verkehr. Wir fahren ca. 1 Stunde durch staugefüllte Straßen von Yangon zum Hotel. Es herrscht Rechtsverkehr, vor Jahren umgestellt von Linksverkehr. Dennoch sind die meisten Autos für Linksverkehr ausgelegt, also Rechtslenker und stammen (wie ich später erfahre) oft gebraucht aus Japan (nicht Indien).

Im Hotel "Grand Laurel", was von der Straße her sehr unscheinbar und etwas merkwürdig erscheint, habe ich ein schönes, sauberes Zimmer mit sehr gut funktionierendem kostenlosen Internet.

Nachdem ich ca. 13:30 Uhr immer noch nichts von meinem Guide oder der Gruppe hörte und in meinem Programm etwas von 14:00 Stadtrundfahrt steht, rufe ich die Hotline des lokalen Veranstalters Exotravel an. Dort klärt man mich auf, dass das Programm erst 16:00 Uhr startet, was aber normal sei. Mein Programm sei "natürlich" falsch. Der Guide würde mich abholen. Im Übrigen funktionierte, entgegen den von mir recherchierten Informationen in Deutschland bzgl. Roaming, mein Handy perfekt. Roaming-Partner der Telekom bzw. Congstar in Myanmar ist entweder Telenor oder Ooredoo. Ich hatte eigentlich immer ausreichend Empfang.

Es geht dann pünktlich mit dem Bus los, wir sind 10 Leute. Meinen zweiten Abholpartner vom Flughafen treffe ich hier nun auch. Er hatte einen Unfall am Flughafen und muss nun den rechten Arm in einer Halteschlinge tragen und hat eine Odyssee durch Krankenhaus und verschiedenste Transporte hinter sich, will aber die Reise durchziehen.

Gleich zum Anfang, als sich unser Guide vorstellt und Schwierigkeiten hat, seinen Namen zu nennen, erfahren wir, dass Myanmar das einzige Land weltweit ist, wo es die normale Struktur Vorname + Familienname nicht gibt. Jeder hat einen einmaligen Namen aus mehreren Teilen, der aber keinen "Familienteil" hat. Ziemlich schwierig für uns, denn sein Name ist wirklich kompliziert und heißt wenig alltagstauglich Shwe Mya Aung.

Wir fahren zum größten Pagodenkomplex in Myanmar, der Shwedagon-Pagode, die ich schon auf der Fahrt zum Hotel kurz sah. D.h. wir fangen mit dem Allergrößten an, wenn das mal gut ist... Wir erhalten viele Erläuterungen, gehen natürlich barfuß und müssen zu Anfang durch eine Sicherheitsschleuse mit Abtasten. Es ist jetzt am späten Nachmittag ein tolles Fotolicht und um uns herum ist sehr viel Gold und prächtige Gebäude, große und kleine Pagoden und auch viele Leute. Europäer sind aber stark in der Minderheit. Die Pagode ist nicht nur echt vergoldet, sondern diese Vergoldung besteht in großen Teilen aus massiven Goldschindeln! Oben auf ist eine sehr stark verzierte Spitze und darauf eine Wetterfahne. Die oberste Spitze krönt ein echter(!) Diamant mit 76 Karat. Insgesamt sind an der obersten Spitze Edelsteine mit zusammen 1800 Karat verbaut. Auch die Wetterfahne ist reich geschmückt und wiegt 419 kg mit 2000 Edelsteinen. Das Ganze ist natürlich in 100m Höhevon unten nicht zu sehen. Es gibt dazu aber einen hilfreichen Prospekt mit diesen Angaben und Fotos. Der unter der Spitze angeordnete "Schirm" mit vielen Glocken etc. ist allein 13m hoch und wird regelmäßig ausgewechselt. Die alten Schirme wurden früher unsichtbar in kleinere Pagoden rundum eingemauert. Wir sehen zwei davon. Der letzte Schirm aus den 1990ern ist heute aber sichtbar und begehbar in einer offenen Pagode ausgestellt.

Abends gehen wir gegen 18:00 Uhr essen in das sehr gute Restaurant "Monsoon", wo offensichtlich nur Touristen essen. Es ist recht vornehm und teuer. Wir essen sehr gut und müssen nur die Getränke zahlen. Es gibt einen Rundumschlag durch die südasiatische Küche mit Rindfleisch, Gemüse, Garnelen, Reis.

Wir stellen fest, dass die Gruppe in unterschiedlichen Hotels untergebracht ist, was für eine Gruppenreise schon sehr ungewöhnlich ist. Das liegt an den buchbaren unterschiedlichen Hotelkategorien, was mir jedoch zuhause nicht aufgefallen war. Ich buchte "Standard", ebenso wie der Mitreisende mit dem lädierten Arm. Der Rest der Gruppe, also 8 Leute haben "Superior" gebucht und sind jeweils die ganze Reise über in einem anderen Hotel. Das ist schade, denn dadurch fallen sicherlich viele nette Gespräche am Abend flach.

Gegen 21:30 Uhr sinke ich erschöpft ins Bett.

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