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Mexico 2008/2009 - Tag 6

Cuajimoloyas, Wanderung in der Sierra Norte de Oaxaca

Etwas schlapp, aber hoffnungsfroh erwache ich, dusche warm im eiskalten, riesenhaften Badezimmer.

Gegen 8:30 Uhr, nachdem wir das Gepäck im Bus verstauten, laufen wir ins Dorf zum Frühstück, dorthin, wo wir gestern auch unser leckeres Mittagessen bekamen. Das Frühstück steht dem in nichts nach. Wir sitzen an einem langen Tisch mitten in einer Art Wohnküche, wobei dieser Raum auch noch einen kleinen Laden beinhaltet, wo Obst, Gemüse, Getränke und anderes verkauft wird. Der Fernseher läuft mit vollkommen verrauschtem Bild. Wie immer in Mexiko kommt gerade entweder eine Telenovela (noch viel schlechter als in Deutschland) oder eine Talkshow, in denen es üblich ist, dass alle Teilnehmer gleichzeitig und laut durcheinander reden. Nicht gerade entspannend zum Frühstück, aber 100% authentisch!

Es gibt Obstsalat mit gutem Müesli und Honig, dann Toast mit Butter und Guavenmarmelade, dann Entomatadas (Tortillas in Tomatensoße) und dazu sehr dünn geschnittenes, gebratenes Rindfleisch mit Zwiebeln. Alles sehr lecker, wir essen dank Höhenluft mit riesigem Appetit und danken den Gastgeberinnen (Mutter und Tochter) herzlich. Wir kaufen noch ein paar Bananen und Getränke und wandern los.

Wir wandern heute zu unserer nächsten Übernachtung, das Gepäck fährt uns voraus im Bus. Es geht nach Cuajimoloyas (verballhornt etwa „der Ort wo die Mole im Topf gefriert (während die Frauen die Mole auf die Felder zu ihrem Mann bringen)). Das Wetter ist genauso gut wie gestern, strahlender Sonnenschein, recht kühl und wunderschöne Landschaft um uns herum. Das Gras teilweise noch knirschend vom Nachtfrost.

Es wird im Laufe des Tages immer wärmer und wir machen gern Pause in der Sonne an lauschigen Plätzchen. Wie gestern sehen wir viele nützliche Kräuter, Pinien, Agaven, Epihpyten. In dieser Höhe gibt es praktisch keine Insekten, aber auch das Vogelgezwitscher fehlt im Wald. Deren Zeit ist wohl die Dämmerung wie uns erklärt wird. Trotzdem erscheint es ungewöhnlich.

Wir kommen in den Ort gegen 14:30 Uhr und warten auf unser Essen in einer Dorfkneipe neben der Bushaltestelle. Das Essen ist wieder sehr gut! Für den Abend kaufen wir noch ein paar Getränke und lassen uns von der Wirtin Sandwich-Brötchen (die heißen hier in Mexico "Tortas") machen, die wieder unheimlich lecker aussehen.

Die Hütten, in die wir dann einchecken, sind sehr schön, sonnig gelegen und mit Blick auf das Dorf und die dahinter liegenden Berge. Ganz fern weiter hinten ein Blick ins Tal. Wir holen uns Holz für den Kamin von einem riesigen Stapel und entdecken auch wieder etwas harziges Anzünderholz daneben. Wir schüren gleich einmal den Kamin, weil es schon wieder frisch wird in der Dämmerung. Gemeinsam genießen wir den Blick ins Tal beim Sonnenuntergang und schwatzen. Yves schenkt eine Art Likör aus, wir wissen aber nicht, was es genau ist. Schmeckt aber prima.

Heute am 24.12. ist eigentlich die größte Posada, aber ich habe keine große Lust. Die Sache gestern war recht langwierig und das Stehen in der Kälte nicht angenehm. So schwänze ich und lese am Kaminfeuer, das Sandwich (dünn geschnittenes Rindfleisch, Avocadocreme, eingelegte Chilischote) vertilgend und Bier dazu trinkend. Ein Stück Kuchen als Nachtisch hatte ich mir auch noch gekauft.

Ich hebe etwas Holz und Anzünder auf für morgen früh, damit es ein bisschen warm wird.

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In der Sierra Norte de Oaxaca
In der Sierra Norte de Oaxaca, Epiphyt
In der Sierra Norte de Oaxaca, Rasten
In der Sierra Norte de Oaxaca
In der Sierra Norte de Oaxaca, Cuajimoloyas
In der Sierra Norte de Oaxaca, Cuajimoloyas, mein Kaminfeuer