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Madeira 2003/2004 - Tag 2

Wanderung bei Porto Moniz auf den Klippen

Nach dem Frühstück gegen 10:00 Uhr fahren wir in zwei Autos des Hotels ca. 15 Minuten zum Startpunkt unserer ersten Wanderung in der Nähe von Porto Moniz. Dort ist auch die obere Station einer Seilbahn, die nach unten an die Küste geht. Wir sind aber sportlich und wagen den steilen Abstieg zu Fuß. Wir bewältigen dafür ca. 400 Höhenmeter auf einem wunderschönen, aber eben auch sehr steilen Weg an einem Bergrücken einer Schlucht, auf dem teilweise auch Treppen gehauen sind, bis hinunter an den Strand. Der Strand von Madeira besteht durchgängig aus Kieseln unterschiedlichster Größe und Farben. Die Größe geht dabei von 2 Metern Durchmesser bis zu wenigen Millimetern, die Farben sind teilweise verblüffend. Grau, schwarz, aber auch orange, rot, purpur, violett. Vor allem die Steine mit ungewöhnlichen Farben sind dabei wohl vulkanischen Ursprungs wie zumindest die Hauptinsel von Madeira.

Nach einer kurzen Pause auf den Kieseln und Kartenstudium geht es genauso steil auf dem gegenüberliegenden Bergrücken der Schlucht wieder bergauf, wieder 400 Höhenmeter. Wieder grandiose Aussichten auf das Meer, auf dem sich die Wolken spiegeln und auf die Steilküste von Madeira, die über und über mit terrassenartigen Beeten bedeckt ist, die ausschließlich manuell bestellt werden können. Maschinen kommen da nicht hin. Viele Beete liegen brach, einige sind bestellt mit Kartoffeln. Das Wetter ist die ganze Zeit sehr gut, wenige Wolken. Am Wegesrand sehen wir viele Gewächse, die wir interessant finden, aber Ray erklärt leider nichts dazu, schade.

Oben wieder angekommen machen wir eine längere Rast im Sonnenschein, essen unsere belegten Brote im Sonnenschein, genießen die Aussicht, schwatzen und dösen im Gras. Danach geht es flach auf dieser Höhe auf schmalen Straßen weiter. Am Wegesrand größere Beete, weil hier jetzt mit Maschinen gearbeitet werden kann. Viele Möhren werden angebaut, dazu Erdnüsse und Kartoffeln, manchmal gemischt auf einem Beet. Weiter durch das Dorf Santa, dann auf Straßen sehr steil nach Porto Moniz hinab. Wieder 400 Höhenmeter, damit sind es heute fast 1200 Höhenmeter in 5 Stunden, die wir bewältigten, was man doch als Untrainierter deutlich in den Knochen spürt...

Auf de Abstieg rasten einige von uns in einem Cafe auf halber Höhe, andere verpassen den Abzweig, weil Ray kurz nicht aufpasst. Wir trinken den auf Madeira sehr guten Cafe, mit Milch heißt er hier "Chinesa" wegen der Farbe. Wir sehen vor uns das Meer und die Leuchtturminsel von Porto Moniz. Plötzlich darüber ein riesiger und sehr farbintensiver Regenbogen, dazu Regen, der sich deutlich sichtbar ins Meer ergießt. Wirklich tolle Bilder, hoffentlich werden die Fotos was.

Der Regen erreicht später auch uns auf dem Heimweg. Noch ein kurzer Stop in einem Mini-Markt, ich kaufe einheimische kleine Bananen, die wegen ihrer Größe nicht EU-Norm haben und deswegen nicht exportiert werden können. Sie schmecken aber sehr gut, ich esse sie morgen beim Wandern. Ca. 16:45 Uhr sind wir im Hotel, 18:30 Uhr ist Abendessen. Ich esse ein sehr leckeres Thunfischsteak, obwohl ich ja Fisch wegen der Gräten nicht so mag. Ich finde aber keine. Das einheimische Bier "Coral" ist auch sehr gut, recht herb und auch nicht teuer. Wir gehen alle recht früh ins Bett, vorher schaue ich noch CNN, ich will ja wissen, was los ist in der Welt. Es wird von dem Erdbeben im Iran am Vortag berichtet mit vielen Opfern.

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Die Klippen bei Porto Moniz
Bunte Steine vulkanischen Ursprungs
Ein Regenbogen über Porto Moniz und seiner Leuchtturm-Insel