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Türkei / Lykien 2010 - Tag 3

Wanderung Göynük - Gedelme

Wie der letzte Tag geendet hat, beginnt der erste: schönes Ambiente und gutes Essen! Schade, dass wir hier schon wieder weg müssen! Es gibt getoastetes Brot mit vielen Sorten Käse, Marmelade, Gurken, Tomaten, Honig, Tee.

Wir verstauen unser Gepäck, verabschieden uns vom netten Hotelinhaber, fahren noch zum Supermarkt, Wasser kaufen (und heute auch noch isotonische Tabletten für mich, weil ich die zuhause vergaß) und weiter zu unserem gestrigen Startplatz. Wieder 5 TL Eintritt in den Park. Diesmal ein etwas anderer Weg, wunderschön im Kiefern-Wald, mäßig bergauf. Der Wald duftet herrlich nach Harz, Nadeln und Holz in der Sommerhitze. Auf dem Boden liegt eine dicke Schicht trockener Kiefernnadeln, durch die immer wieder kleine Pflänzchen sprießen. So sehen wir z.B. ab und zu kleine, wilde blasslila Alpenveilchen, die wir hier sicherlich nicht erwartet haben. Wir schwitzen gewaltig und machen jede Stunde eine Trinkpause. Wir sind noch nicht im türkischen Wandertrott angelangt und tun uns heute ein bisschen schwer. Wir finden auf unserem Aufstieg ein Walkie-Talkie, was jemand verloren hatte und nehmen es bis zu unserem nächsten Stopp in Gedelme mit. Die höchste Stelle ist etwa auf 650 m Höhe, wo es wenigstens ein bisschen kühler und luftiger ist. Wir machen Pause und genießen die Aussicht ins benachbarte Tal. Mauritz sammelte auf dem Weg und auch jetzt allen möglichen Müll, den andere Wanderer liegen ließen und verstaut ihn in seinem Rucksack. Da er hier oft vorbeikommt, möchte er die Gegend halbwegs sauberhalten. Wir finden das toll und unterstützen ihn etwas.

Dann geht es wieder 250 Höhenmeter hinab bis zum einem ausgetrockneten Flussbett. Unterwegs eine kleine Quelle mit kleinem steinernem Becken: Abkühlen! Unten am trockenen Fluss lange Mittagspause. Es gibt wie immer Kekse, Obst und Riegel und viel Wasser.

Nach der Mittagspause wieder aufwärts am Fluss entlang, der ganz langsam, je höher wir steigen, immer mehr Wasser führt. Teils verlaufen wir uns in dem Flussbett mit riesigen Felsen, dazwischen stets Wasserbecken. Doch wo geht es trockenen Fußes lang? Wir finden aber einen Weg! Es geht stetig bergauf, steil und steinig und nun auch sehr sonnig. Wir schwitzen sehr und vermissen den kühleren Wald. Teils geht es auf einem breiten Forstweg bergauf, teils laufen wir Abkürzungen zwischen dessen Serpentinen und treffen immer wieder auf den Forstweg. Und immer wieder trinken aber vorher einen schattigen Rastplatz suchen!

Den höchsten Punkt erreichen wir auf etwa 720 m Höhe, wo uns unser zuverlässiger Ibrahim mit dem Bus abholt und uns zum Hotel Caner nach Gedelme in ca. 30 min. fährt. Das Hotel ist mittelmäßig, aber etwas anderes gibt es hier nicht. Angegliedert ist ein großes Restaurant mit einer Forellenzucht, wofür das Lokal wohl sehr bekannt sein soll.

Abendessen um 19:00 Uhr und es gibt nach einer guten Linsensuppe mit frischem Fladenbrot natürlich Forelle! Gebacken in einer glasierten, schweren Steinzeug-Terrine, direkt aus dem Ofen, mit Pommes frites und Salat. Uns schmeckt es gut und danach gibt es mit vollen Mägen eine Einführung für den morgigen langen Tag. Wir studieren Karten und beratschlagen die für alle beste Variante. Eine unserer Karten und vermutlich eine der besten existierenden Karten zum Lykischen Weg ist aus dem Buch "The Lycian Way" von Kate Clow. Noch kurz in den örtlichen Minisupermarkt, wo die gesamte Inhaberfamilie im Verkaufsraum sitzt und ab ins Bett.

Insgesamt waren wir heute etwa 6:15 h inkl. Pausen unterwegs, haben dabei ca. 11 km Strecke zurückgelegt und ca. 1100 Höhenmeter hoch und ca. 400 Höhenmeter wieder herunter bewältigt.

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Ein Blick auf einen Teil unseres heutigen Weges vom ersten Rastplatz aus
Hinab zur Mittagspause!
Ein fast trockenes Flussbett mit einem kleinen Wasserfall
Abendstimmung in Gedelme