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Kuba 2013/2014 - Tag 9

Fahrradtour „El Cobre“ - Cruze de los Baños

Wir stehen 6:00 Uhr auf, schon um 6:50 Uhr das Gepäck an den Bus und danach zum Frühstück um 7:00 Uhr, pünktlich zur Öffnung des Buffets.

7:30 Uhr geht es mit dem Bus los, in dem auf einer Gangseite nun 12 Mountainbikes stehen! Wir fahren wie gestern los Richtung „El Cobre“ und laden dort die Fahrräder aus. Dort warten auch schon zwei Jeeps, die uns begleiten und wir noch nicht einmal unsere Tagesrucksäcke auf den Fahrrädern tragen müssen, nur die Trinkflaschen. Gepäck und anderes Wasser bleiben im Jeep. Welch ein Glück!

Wir bauen die Fahrräder auf und inspizieren sie. Kein Tropfen Öl daran, nirgendwo. Ich bitte unseren Busfahrer Javier um Öl und öle meine Kette. Er sieht, dass das nötig ist und holt das auch an anderen Fahrrädern nach. Ich mache eine Probefahrt mit meinem Rad und bin zufrieden.

Andere haben einige Probleme, weil viele Flaschenhalterungen nicht funktionieren.

Wir fahren los, zuerst einige Zeit auf Asphalt und kommen gut voran, auch wenn die Strecke sehr hügelig ist. Ein stetes Auf und Ab und es wird bei nahezu wolkenlosem Himmel immer heißer.

Bald aber biegen wir vom Asphalt ab auf einen Schotterweg und da hat der Spaß ein Ende. Die Bergigkeit der Strecke, die große Hitze und der komplizierte Untergrund (viele Steine, Querrillen, Schlaglöcher) verlangen uns wirklich alles ab. Berghoch ist sehr oft Schieben angesagt. Wir brauchen unheimlich viel Wasser und sind dankbar, die Jeeps zu haben!

Bei einem Fahrrad ist die Bremse defekt, denn der Bowdenzug ist wegen zu wenig Öl in seiner Hülle festgerostet. Wir schaffen es wieder gängig mit Öl aus einem Jeep und Geduld. Einige Schaltungen haken oder es gehen nicht alle Gänge. Aber es geht trotzdem voran, es sind kleinere Übel.

Später ein Sturz (einmal nicht 100% konzentriert…), aber nur Schürfwunden.

Gegen Ende noch ein Platten an einem Rad. Erschöpfte oder mit Platten können im Jeep mitfahren, die Räder auf dem Dach festgebunden. Die meisten haben aber tapfer durchgehalten. Wäre das nicht so, wären die Plätze in den Jeeps bald rar geworden. Schlussendlich hat aber alles gut geklappt und wir kommen alle gut ans Ziel, wo unser Bus wartet, an. Wir sind völlig geschafft.

Die Fahrräder werden in den Bus geladen und wir fahren in unser Hotel „El Saltón“ mitten in der Natur, nahe dem Ort Cruze de los Baños. Dort kaufen wir noch etwas Wasser und eine kalte Cola auf den bewältigten Tag!

Mit Pausen waren wir über 7 Stunden unterwegs und haben dabei ca. 850 Höhenmeter aufwärts und ca. 800 Höhenmeter abwärts auf einer Strecke von über 55 km zurückgelegt. Und das bei sicherlich mehr als 35°C in der Sonne!

Einchecken im Hotel, dabei müssen wir unsere Koffer sehr lange und weit und viele Treppen tragen, bis wir in unseren Zimmern sind. Diese sind aber sehr schön, mit großem Balkon. Wir sind zufrieden und duschen den Staub von unseren erschöpften Gliedern.

Gegen 19:00 Uhr treffen wir uns an der Bar und trinken eine Piña Colada. Dabei sehen wir zum ersten Mal, wie der hier entsteht. Die Aroma-Mischung kommt aus dem Tetrapak! Das ist vermutlich in ganz Kuba so, auch wenn man es nicht immer mitbekommt. Das Glas wird also zuerst mit 2 Eiswürfeln gefüllt und danach zu ca. 2/3 mit Rum. Dann erst kommt eine kleine Menge Piña Colada drauf. Diese große Menge Rum ist in Kuba üblich und man muss sich dran gewöhnen oder den oft verständnisvollen Barkeepern rechtzeitig Bescheid geben, wenn man es anders will.

19:30 Uhr gibt es Abendessen, es gibt wie in den nächsten Tagen öfters Spanferkel (wir wissen ja nun, warum das so gern zubereitet wird), Kochbananen, Reis und Obst. Julio gibt eine Flasche 7-jährigen Havana Club aus auf die heutige große Anstrengung . Sicherlich ist er auch froh, die Tour ohne große Probleme in der Gruppe bewältigt zu haben. Julio hatte in den letzten Tagen immer mal wieder Probleme und Schwierigkeiten während dieser Fahrradetappe angedeutet und schon gesagt, dass sie sehr schwierig ist. Wir nahmen das aber damals als Panikmache eines Kubaners hin und nicht so richtig ernst. Heute wissen wir: es stimmte alles!

Vollkommen K.O. gehen wir schon 21:30 Uhr ins Bett und lassen sogar den Billardtisch links liegen…

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Der Tag erwacht über Santiago de Cuba
Kurze Rast, dabei nochmal die Fahrräder prüfen!
Es geht zwar bergab, aber die vielen Hügel vor uns müssen noch überwunden werden!