Costa Rica und Panama 2005/2006 - Tag 18

Stadttag Panama City, Botanischer Garten "Summit", Reisetag Panama City - Madrid

Heute ist kein Programm und unser letzter Tag.

Wir fahren zu viert mit einem Taxi zum botanischen Garten „Summit“ von Panama City, der etwas außerhalb liegt und den wir gestern auf der Rückfahrt mit dem Bus entdeckten. Die Fahrt kostet $ 18, natürlich ein Touristenpreis und für Panama geradezu utopisch hoch. Aber zu viert ist es völlig o.k. Der Fahrer weiß auch nicht genau, wo der Eingang des Gartens ist, wir finden es aber dann gemeinsam.

Dafür kostet der Eintritt im botanischen Garten nur $ 1! Wir wandern und rasten auf den schönen Wegen, es ist sehr warm und schwül. Wir sehen Echsen, Schildkröten, viele Vögel innerhalb und außerhalb von Gehegen. Auch einen großen Tapir, der schon leicht käfiggeschädigt ist. Genauso einen Leoparden mit einem starken Käfigkoller. Schlimm anzusehen, dennoch bin ich froh, endlich mal dieses Tier in natura zu sehen. Ein Leopard ist nicht sehr groß, dafür aber sehr, sehr kräftig, riesige Pranken. Daneben ein Ozelot, viel zierlicher und eleganter, aber auch nicht zu unterschätzen.

In einem eigenen Haus mit Ausstellung sehen wir in einem großen Fluggehege den größten Raubvogel der Welt, die Harpyie (Harpia harpyja). Der Kondor ist zwar größer, aber eben kein richtiger Raubvogel, sondern ein Aasfresser. Die Harpyie ist vom Aussterben bedroht und tatsächlich extrem beeindruckend. Sehr groß, sehr lange und starke Krallen. In einem Video sehen wir, wie eine Harpyie ein Faultier erbeutet. Und Faultiere sind groß und schwer! Die Harpyie pflückt das Faultier einfach im Fluge(!) vom Baum und fliegt praktisch ungerührt weiter. Unsere Adler hier machen so etwas vielleicht mit einem kleinen Feldhasen...

Im Gehege sehen wir sehr nah zwei Exemplare. Die Flügelspannweite beträgt mehr als 2 Meter.

Nach einem Picknick fahren wir mit dem normalen Linienbus zurück. Dabei erleben wir endlich mal Panama hautnah, die Leute sind sehr freundlich, der Busfahrer lässt jeden da aussteigen, wo er will. Die Fahrt kostet nur ein paar Cent, obwohl wir sicherlich 20 km unterwegs waren. Wir bezahlen zum Schluss, der Fahrer will unser Trinkgeld nicht! Wir steigen im Stadtzentrum aus, mitten in einer Art Fußgängerzone und trinken in einer kleinen Bäckerei Kaffee. Wieder kostet es nur wenige Cents, obwohl der Kaffee und auch der Kuchen exzellent sind. Pünktlich um 14:00 Uhr fängt es stark an zu regnen, das kennen wir ja schon. Wir trinken unseren Kaffee aus und wandern über die nassen Straßen langsam zurück zum Hotel. Dabei bestaune ich die mit Grafiti und teilweise Dutzenden Kühlerfiguren verschönerten Linienbusse, die mit ohrenbetäubenden Röhren durch die Straßen zischen. Auf den Straßen sind Hunderte fliegende Händler, die auf Tischchen alle Plagiate dieser Welt verkaufen.

Bei einem Italiener essen wir noch etwas, dann zurück zum Hotel. Wir checkten schon morgens aus unseren Zimmern aus und haben nun zu acht ein einzelnes Zimmer mit unserem Gepäck, da unser Flug erst heute abend gegen 23:00 Uhr geht. Wir duschen alle in diesem Zimmer, danach noch einen Abschiedsbesuch in einem Bier-Pub „Istmo Brew Pub“ in der Nähe des Hotels, wo mehrere eigene Biersorten gebraut werden. Zuvor gibt es eine Verkostung zum Aussuchen aus 3 Sorten. Wir bestellen „Coclé“, zu dritt einen Liter.

Am Hotel wartet schon der Bus und bringt uns zum internationalen Flughafen „Tocumen“ von Panama City. 22:35 Uhr geht es nach Madrid zurück, wir fliegen nur 8,5 Stunden, der Hinflug dauerte dagegen mehr als 10 Stunden. Neben mir sitzt ein sehr netter Pfarrer aus Madrid, der jeweils die Hälfte des Jahres in Nicaragua humanitäre Hilfe leistet. Früher war er Ingenieur und hilft jetzt in Nicaragua auch in technischer Hinsicht. Wir unterhalten uns darüber lange und auch über das Buch, was ich gerade lese, den „Da Vinci Code“. Er schüttelt nur den Kopf und meint, dass dass vor allem brilliantes Marketing ist, weil ja im Moment eh jeder gegen die katholische Kirche wettert.

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Eine große Eidechse
Eine Schildkröte beim Sonnen
Straßenleben in Panama City
Straßenleben in Panama City
Ein Denkmal für einen Verbrecher - Balboa
Iberia A340-300