Costa Rica und Panama 2005/2006 - Tag 5

Strandtag im Nationalpark "Manuel Antonio"

Heute ist Faulenzer-Tag. 8:00 Uhr Frühstück, danach fahren wir mit dem Bus zum Strand. Der Strand ist im Manuel-Antonio-Nationalpark gelegen, Touristen zahlen vergleichsweise hohen Eintritt (etwa $ 5), Einheimische fast nichts. Die Nationalparks in Costa Rica sollen also nicht nur zur Erhaltung der Natur dienen, sondern auch zur Erholung und dazu, dass sich die Menschen mit der Natur auseinandersetzen. So gibt es im Strandwald auch Lehrpfade und geführte Touren.

Wir suchen uns erst mal einen guten Platz an dem praktisch perfekten Strand. Breit, weiß, flach, das Wasser etwa 27° C und fast ohne Wellen. So gehe selbst ich(!) ins Wasser und schwimme ein paar Runden. Getreu dem Motto des Tages, dem Faulsein, hängt hinter unserem Strandplatz ein Faultier im Baum und schläft den Schlaf der gerechten Faultiere.

Danach machen wir einen Rundgang durch den Strandwald und schwitzen bei hoher Luftfeuchtigkeit. Der Weg ist sehr glitschig, es geht immer auf und ab, oft über Treppen. Wir sehen einen Nasenbären auf Futtersuche, er lässt sich durch uns nicht stören und sogar anfassen. Wie immer sehen wir Hunderte Pflanzenarten, unser Reiseleiter erklärt alles sehr gut, muss aber auch öfters bei dem überwältigenden Artenreichtum passen.

Danach wieder zurück zum Strand und noch mal ins Wasser. Auf dem Rückweg zum Hotel essen wir etwas in einem etwas merkwürdigen Restaurant an der Strandpromenade in Quepos bei mehreren laufenden Fernsehern und dazu laufender Rap-Musik von CD. Dennoch schmeckt es gut, wir essen meist Pizza. Es ist unser erster Stopp in einem richtigen Restaurant und so erleben wir auch das erste Mal das große Problem in Costa Rica: Bezahlen in einem Restaurant, wenn es mehrere Rechnungen pro Tisch geben soll. Dies sollte man unbedingt vermeiden, außer man hat extreme Geduld. Nach kaum 25 Minuten haben alle bezahlt.

Im Hotel dann duschen, mit einem Teil der Gruppe mache ich noch einen Rundgang im hoteleigenen Wald mit botanischem Garten. Wir sehen wieder viele Blattschneideameisen und auch eine Spinne, die vor unseren Augen eine Fliege fängt, in Sekunden einspinnt, mit einem Stich tötet und als Vorrat ins Netz hängt. Außerdem lerne ich endlich, wie Ananas wächst! Eine einzelne Boden-Pflanze hat einen Blütenstand aus vielen kleinen Blüten, aus dem später die Ananas wächst. Eine Ananas ist also praktisch keine einzelne Frucht, sondern vielmehr zusammengewachsene viele kleine Früchte dieses Blütenstandes.

Auf dem Rückweg von dem Rundgang komme ich an der Küche vorbei, wo gerade am Hintereingang eine Horde Totenkopfäffchen mit Bananenabfällen gefüttert werden. Dutzende Affen gebärden sich wie wild, kreischen und hüpfen überall umher. Das Ganze alles in einer Geschwindigkeit, dass das Fotografieren sehr schwer fällt. Ich probiere es trotzdem.

Abendessen in einem feinen Restaurant "Anaconda" in Quepos, internationale Küche wie so oft in Costa Rica. Über der Bar ist eine riesige Anaconda-Haut an der Wand. Im Hotel wollen wir noch ein Bier trinken, aber alles ist geschlossen. So sitzen wir so am Hotelpool und schauen den Sternenhimmel an.

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Ein Faultier am Strand
Neidbild für die Daheimgebliebenen
Auch Echsen sonnen sich gern
So wachsen Ananas!
Eine Spinne beim Jagen
Totenkopfäffchen in Aufruhr
Unser Hängemattenfrosch