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Chile 2004/2005 - Tag 13

M/N Magallanes, Silvester

Das wird der Running-Gag dieser Schiffsreise...: Als unsere Wecker klingeln, liegen wir noch immer im Hafen von Puerto Natales! Kein Eisberg. Und auch als wir gegen 6:15 Uhr ablegen, zeigt sich in den nächsten Stunden nichts, was wie ein Eisberg aussieht. Doch die 80 m stimmen! Denn wir fahren kurze Zeit später durch die engste Schiffspassage "Paso White" der Welt mit 80(!) m Breite! Hat hier jemand was falsch verstanden und auch noch falsch weitergesagt? Aber die Lautsprecherdurchsagen auf dem Schiff sind wirklich kaum zu verstehen.
In der engen Schiffspassage gehen wir dennoch an Deck und fotografieren. Neben dem Schiff ist wirklich nur wenig Platz und ein Schiff braucht den schließlich! Das Wasser ist fast schwarz, das Wetter wird schnell schlechter. Wir gehen in den Speisesaal zu einem Briefing zur Fahrtroute und zur Sicherheit. Zwei nette Damen moderieren es zweisprachig, es ist sehr lustig.

Danach gehe ich wieder nach oben in den "Pub", schreibe Ansichtskarten und Reisebericht. Ab und zu kommen Durchsagen, was gerade links und rechts des Schiffs passiert bzw. zu sehen ist. Durch das schlechte Wetter ist das Fotografieren aber schwierig. Wir sehen große Gletscher, die sich ins Meer schieben, bei einem der größten Gletscher wendet das Schiff sogar und fährt noch einmal zurück!

Nach dem Mittagessen beginnen im "Pub" die Vorbereitungen für Silvester, alles wird geschmückt, dafür werden Luftballons bereits aufgeblasen(!) in Säcken gebracht, die dann mit Klebestreifen an die Decke geklebt werden.

Am Nachmittag laufen auch einige Filme im Speisesaal über Gletscher oder die Ureinwohner in und um Puerto Eden, welches wir morgen besuchen werden.

Nach dem Abendessen reservieren wir im "Pub" gleich 12 Sessel für unsere Gruppe, denn dort ist es eng und später ist sicherlich kaum noch ein Platz zu ergattern. Ab 18:00 Uhr (Silvester in Deutschland) stoßen wir stündlich für jeden Zeitzone zwischen Deutschland und Chile aufs Neue Jahr an. Der Schiffselektriker spielt den Alleinunterhalter, hat ein E-Piano, welches er mittels Disketten mit Hits füttert und singt dazu. Alles in allem sehr witzig, wir sind seine Fans und jubeln ihm zu. Auch schwierige Sachen wie John Lennon oder gar Roberta Flack meistert er. Um Mitternacht serviert das Schiff auf großen Tischen Unmengen an Chips und Kuchen, dazu gibt es an der Bar Sekt umsonst! Ansonsten meide ich die Bar seit Anfang der Reise, der Barkeeper Luis ist nicht nur völlig unfähig, sondern auch ziemlich unmotiviert und tut nur das, was unbedingt sein muss. So macht Trinken einfach keinen Spaß. Die Stimmung ist ansonsten prächtig, im "Pub" sieht es schlimm aus. Es wird getanzt, von Reggae bis Rock ist alles geboten. Gegen 1 Uhr gehen die meisten zu Bett, denn morgen startet der Neujahrsausflug nach Puerto Eden recht früh.

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Übersichtskarte Chile
An Deck, Blick zurück
Einer der riesigen Gletscher am Ufer
Rings um: Patagonien