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Chile 2004/2005 - Tag 9

Nationalpark "Torres del Paine", "Valle del Frances"

Gegen 9:00 Uhr wandern wir wieder los, es ist wieder sehr schönes Wetter, strahlender Sonnenschein, diesmal auch relativ wenig Wind. Erst geht es ein wenig bergauf bis zu einem See (Lago Stokenberg), dann weiter gerade über eine Hängebrücke zum "italienischen Camp" ("Campamento Italiano"). Vor der Hängebrücke machen wir noch eine kleine Rast und verspeisen Kekse, Fruchtschnitten und trinken viel Wasser. Wir sind ja auch schon 2 Stunden unterwegs.

Nach dem Camp geht es steil bergauf, erst über eine Schotterstrecke, dann auf einem Berggrat durch teilweise abgestorbenen Wald. Die Szenerie ist fremdartig, das Holz der Bäume ist durch das Wetter sehr hellgrau, was gut zum Grün rundum passt, ein bisschen sieht es auch nach einem Hexenwald aus. Ringsum immer wieder tolle Ausblicke auf die Berge ringsum, die Cuernos del Paine, teils schneebedeckt. Wir treffen viele andere Wanderer, denn diese Strecke ist sehr beliebt trotz der Schwierigkeit. Wir füllen unsere Wasserflaschen mit eiskaltem Wasser aus einem Bach, der direkt aus den Bergen kommt. Nach ca. 1 Stunde Aufstieg erreichen wir eine Lichtung mit einem gigantischen Blick auf das Bergpanorama und unten auf den Lago Pehoe und sein smaragdgrünes Wasser. Durch die heutige ungewöhnliche Wärme auch in höheren Regionen taut der Schnee sehr stark, so kracht und donnert es ständig in den Bergen und wir sehen teilweise größere Lawinen zu Tal gehen. Wir sind sehr beeindruckt, aber ungefährdet auf unserem Rastplatz. Wir sind jetzt ca. 700 Meter hoch, bei unter 100 Meter haben wir heute morgen begonnen. Von hier aus geht es eigentlich noch weiter hoch zum "britischen Camp" ("Campamento Britanico"), wir kehren aber um und machen uns nach längerer Rast auf den Rückweg und sind gegen 17:00 Uhr wieder im Refugio.

Wir ruhen uns aus, essen und trinken etwas, packen unsere Sachen und warten auf die Abfahrt des Katamarans. Viele Leute warten mit uns am Anlegesteg, denn der Katamaran ist das einzige Verkehrsmittel vom und zum Refugio und die Region dahinter. Am anderen Ufer sehe ich den Bus, der uns herbrachte, und will schon einsteigen, da stellt sich heraus, dass der diesmal eine andere Gruppe transportiert und unser Bus fehlt. Er hat eine Panne, ein Ersatzbus ist unterwegs. Wir warten ca. 1 Stunde und vertreiben uns die Zeit mit Anekdoten, Bier und Tierbeobachtungen. Unter anderem sehen wir Stinktiere, die der Katamaran-Käptn hinter dem Holzvorrat neben seinem Hauses füttert. Sehr schöne und lustige Tiere, wir fotografieren wie wild. Außerdem gibt es noch Magellan-Gänse zu sehen.

Dann kommt der Bus, wir fahren sehr schnell in unser nächstes Hotel "Cabañas del Paine", sehr luxuriös und sicherlich eines der Besten im Nationalpark. Zur Begrüßung gibt es Pisco Sour, die Gläser mit perfektem Zuckerrand. Wir sind schon fast blau nach dem einen Glas und gehen in unsere Zimmer zum Duschen. Das Abendessen ist sehr nett, es gibt Lachs mit Kartoffeln. Im Essensraum läuft CNN, ich sehe im Augenwinkel Szenen irgendeiner Katastrophe, schaue aber nicht genau hin. Nach lustiger Unterhaltung fallen wir todmüde ins Bett.

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Auf dem Weg zum Valle del Frances, Cuernos del Paine
Auf dem Weg zum Valle del Frances
Auf dem Weg zum Valle del Frances
Am Ziel der heutigen Wanderung
Blick nach unten
Zurück auf dem Grat durch den Hexenwald
Der Katamaran kommt!
Blick aus den Cabañas del Paine