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Chile 2004/2005 - Tag 4

Dorftag San Pedro de Atacama, Salar de Atacama

Heute spät aufstehen!!! Gemütlich frühstücken wir im Hotel, dann 10:00 Uhr Dorfrundgang in San Pedro mit Museumsbesuch, Geldtausch, Briefmarkenkauf. Obwohl wir alle schon mehrmals im Dorf waren, entdecken wir doch immer noch neue Dinge. In der Kirche mit einem Dach aus Kaktusholz wird Weihnachtsmusik gespielt, es riecht stark nach Imprägniermitteln für den Holzfußboden.

Danach Freizeit bis 16:00 Uhr, wir trinken noch einen "Frozen Cappuccino" in einer ganz neuen, netten Kneipe, die auf ihrer Speisekarte auch "Frozen Water" anbietet. Für 800 Pesos (ca. 1,5 US$) bekommt man dann "the only water that keeps you fresh all day long". Einfach gelungenes Marketing oder auch "alter Wein in neuen Schläuchen"?

Um 16:30 Uhr fahren wir an den größten Salzsee in der Atacama, den "Salar de Atacama" zum Sonnenuntergang und zum Flamingo-Schauen.

Auf der Fahrt halten wir erst und wandern durch ein kleines Flusstal. Völlig unverhofft in der Wüste ist es ganz grün, in der Mitte ein Bach, der unterirdisch verläuft und hier zu Tage tritt. In einem winzigen See baden einige Einheimische, daneben ist ein toller Grillplatz eingerichtet.

Auf der Fahrt sehen wir auch einen Fahrweg, der direkt in die Berge geht, hoch auf den Altiplano. An der Hauptstraße steht ein Schild und informiert, dass hier ein Projekt names "ALMA" (Atacama Large Millimeter Array) entsteht. Es handelt sich um ein neues, sehr leistungsstarkes Radioteleskop aus 66 einzelnen, elektronisch zusammengeschalteten Teleskopen.

Danach noch ein Halt in Toconao, wo wir den Friedhof besuchen, der noch von Allerheiligen geschmückt ist. Die Gräber sind alle mit sehr vielen und großen hellen Papierblumen behängt, was sehr schön aussieht. Teilweise haben die Gräber kleine Kammern mit Fenstern, in denen Blumen, aber auch oft eine Flasche des Lieblingsgetränks des Verstorbenen steht, Bier oder Wein. Jenny regt sich beim Blick auf das Dorf darüber auf, dass die Atacameños (die Einwohner der Atacama) ihr Land nicht richtig nutzen und zu faul dazu sind, z.B. Häuser zu bauen. Die vorhandenen Häuser sind oft aus weißem Vulkangestein, was sehr schön aussieht. Also auch an Baumaterial herrscht kein richtiger Mangel.

Am Salzsee halten wir an einem Haus, welches der Ausgangspunkt der Wege um und durch die Salzfläche des Sees ist. Wir machen erst einen Rundgang um einen Teil des riesigen Sees, wobei der Wind immer stärker wird, wie jeden Tag in den letzten Stunden vor Sonnenuntergang. Der See ist riesig und hat an den meisten Stellen eine Salzkruste, die aber nicht glatt, sondern stark zerklüftet ist. In diese Fläche aus Salztrümmern sind Wege gebahnt, sonst könnte man nirgends laufen. Im Licht der tief stehenden Sonne sieht die Landschaft wirklich bizarr aus. Es gibt mehrere Flamingo-Arten am "Salar de Atacama", die sich von den Mikroorganismen ernähren, die in dem Wasser des Sees leben können. Davon haben sie auch ihre rosa Farbe. Der Wind wird immer stärker, sodass wir uns einen geschützten Platz suchen, etwas Picknick machen und auf den Sonnenuntergang warten. Es kommen immer mehr Leute zum See, die meisten auch sturmfest gekleidet. Der Sonnenuntergang beleuchtet das Salz des Sees und die Berge rundum sehr schön, wir sind zufrieden. Gegen 22:15 Uhr sind wir wieder im Hotel und gehen bald ins Bett, denn morgen geht es wieder mal sehr früh los.

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Friedhof von Toconao mit Allerheiligen-Schmuck
Salar de Atacama - Sonnenuntergang
Salar de Atacama - Sonnenuntergang