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Kambodscha 2012/2013 - Tag 2

Reisetag Kuala Lumpur - Phnom Penh

Nach ca. 11 Stunden Flug landen wir genau pünktlich in Kuala Lumpur (kurz KL) und haben hier 2 Stunden Aufenthalt, bis unser Flug nach Phnom Penh geht. Wir wechseln das Terminal und wundern uns über den wenigen Verkehr auf dem Flughafen. Nichts los hier, dafür schön warm.

Wir bekommen erste Infos vom Reiseleiter zur Reise und fliegen gegen 10:00 Uhr weiter nach Phnom Penh in einem sehr modernen Flugzeug, einer Boeing 737-800 neueren Baujahrs. Wechselnde Beleuchtungsfarbe und ein toller Bildschirm am Platz. Während des Fluges gibt es ein exzellentes, aber sehr scharfes Curry.

In Phnom Penh heißt es zuerst Visum beantragen und bar mit 20 US-Dollar bezahlen. Der Vorgang ist chaotisch und klappt eigentlich nur, weil so wenige Leute da sind. Außer uns sind es nur eine Handvoll Europäer und Australier. Am Ende der Prozedur wird man mit Namen aufgerufen und der Pass hochgehalten. Die Namen sind kaum verständlich, sodass oft nur der Blick aufs Foto hilft. Aber alles klappt ohne Probleme. Willkommen in Kambodscha!

Mit dem Bus geht es durch viel Stau und Verkehr zuerst zum Hotel „Cardamom“, eine gute Wahl. Wir duschen und packen eilig und notdürftig aus.

Denn gegen 14:00 Uhr steht schon einen Stadtbesichtigung an, aber alle sind noch sehr müde von der Reise und der Zeitumstellung. Im Foyer gibt es eine kleine Café-Bar mit einer richtigen Kaffeemaschine, die wir eifrig nutzen. Ich habe dazu mehr Zeit, denn ich vergaß, meine Uhr von Malaysia her umzustellen, es gibt nochmal eine Stunde Verschiebung. So habe ich ausreichend Zeit, einen guten Milchkaffee zu genießen. Es wird lange der einzige richtig gute Kaffee in Kambodscha bleiben.
Wir besichtigen neben anderen kleineren Tempeln den Tempel Wat Phnom auf einem (künstlichen Hügel), von dem die Stadt ihren Namen hat. Dort treffen wir auch einen deutsch sprechenden Touristenguide, der in der ehemaligen DDR Dreher gelernt hatte und immer noch sehr gut Deutsch spricht.

Danach geht es zum nahegelegenen Königspalast, der allerdings geschlossen ist. Grund ist der Tod des (ehemaligen) Königs Sihanouk im Oktober 2012. Sihanouk wird noch immer vom Volk außerordentlich verehrt und überall sieht man Menschen mit Trauerplaketten am Revers. Neben dem Palast wird gerade in aller Eile ein großer Gebäudekomplex errichtet für die Einäscherung des Königs im Februar 2013.

Danach laufen wir noch an der Uferpromenade des Tonlé Sap nahe des Zusammenflusses mit dem Mekong entlang und schlendern über kleine Märkte. Wir probieren frittierte Käfer und schauen den Blumenverkäufern zu, die Lotosblüten herrichten und anbieten. Sie kaufen sich eine Art Eintopf von einem anderen Händler, der von vielen Töpfen umgeben ist. Er richtet in einer Schale Salat, Reisnudeln und Suppe an. Alles sieht sehr gut aus und den Händlern am Stand scheint es auch gut zu schmecken.

Es ist viel Verkehr, meist Mopeds, weniger Autos. Alles fließt leise und relativ langsam vor sich hin, weil vor allem die Mopeds alle leise im Standgas vor sich hin tuckern, sehr wahrscheinlich, um Sprit zu sparen, der mit über 5000 Riel (ca. 1,25 USD) recht teuer ist in Relation zu den Gehältern hier (ein Lehrer verdient ca. 60 USD im Monat). Außerdem fahren alle relativ langsam und auch sehr rücksichtsvoll, sodass das Überqueren der Straße kein großes Risiko ist. Es ist sehr warm, aber nicht unangenehm. Wir freuen uns jedenfalls, dass wir hier fern des Winters wohlbehalten angekommen sind. Außer uns sehen wir nur sehr wenige Touristen, erst recht nur wenige Europäer.

Uns fallen außerdem nach unseren Begriffen eigentümlich gekleidete Frauen und Mädchen auf. Sie tragen Pyjamas, d.h. weit geschnittene Baumwollanzüge, das Oberteil zum Knöpfen. Der Stoff ist gelb, blau, rot und Zwischentöne davon, darauf kleine Motive als Endlosmuster, z.B. Blumen, Mickeymäuse oder andere lustige Gestalten. Der Pyjama ist aber eine normale Oberbekleidung für jeden Tag. So sehen wir damit Marktfrauen an ihrem Stand, Frauen auf dem Moped oder bei sonstigen alltäglichen Verrichtungen. Unser Reiseleiter hat uns leider nicht verraten, ob die Anzüge für die Frauen auch Pyjamas sind oder etwas anderes. Die Anzüge werden jedenfalls mit Stolz getragen!

Gegen 18:00 Uhr geht es zum Abendessen in ein sehr gutes Restaurant „Bopha Phnom Penh“ an der Uferpromenade des Tonlé Sap. Ein großer langgestreckter, zum Ufer offener Bau, wir sitzen außen. Das Gebäude ist im Stil eines Ozeanriesen (anscheinend die Titanic) gebaut. Wir sitzen unter einem großen Stahlgerüst, von dem man im Dunkeln wenig sieht und alles ist sehr schön beleuchtet. Das Mobiliar ist sehr modern, das Essen köstlich und sehr phantasievoll. Es gibt Eintopf aus der Kokosnuss, Dips in Bananenblattnäpfchen. Alles schmeckt sehr gut und das örtliche Bier ist auch sehr gut trinkbar.

Gegen 21:30 Uhr sinken wir todmüde in unsere Betten.

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Boeing 737-800 der Malaysia Airlines
Altes und Neues in Phnom Penh
Alles wird mit Moopeds transportiert, auch eine frisch lackierte Autotür!
Frauen in Pyjamas
Für jeden die richtigen Käfer
Wat Phnom
Wat Phnom
Ein buddhistischer Tempel in Phnom Penh von innen
Restaurant Bopha Phnom Penh vom Fluss aus gesehen