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Taiwan 2017/2018 - Tag 10

Sonne-Mond-See

9:00 Uhr geht es mit dem Bus los in Richtung Sonne-Mond-See.

Am Ufer des Sees besuchen wir zuerst den sehr großen Wenwu-„Tempel-Park“ und besichtigen die auf mehreren Etagen angeordneten Gebäude. Es ist noch nicht viel los, so früh am Morgen. Vor dem Wenwu-Tempel hinunter zum Seeufer befindet sich eine Treppe namens "Year of Steps" mit einer Stufe pro Jahrestag. Auf jeder Stufe der Treppe ist das Datum und dazu Geburtstage von bekannten Personen eingraviert, leider nur in Chinesisch..

Wenwu-Tempel, außen
Wenwu-Tempel, außen

Im Wenwu-Tempel, Wahrsagerin
Im Wenwu-Tempel, Wahrsagerin

Blick vom Wenwu-Tempel auf den Sonne-Mond-See
Blick vom Wenwu-Tempel auf den Sonne-Mond-See
Die Treppe "Year of Steps"
Die Treppe "Year of Steps"
Detail an der "Year of Steps"-Treppe
Detail an der "Year of Steps"-Treppe

Danach noch einmal kurz in den Bus und nach kurzer Fahrt wandern wir einen breiten Treppenweg hinauf auf den Shabalan-Berg zu der Tzuen-Pagode. Man sieht den Pagoden-Turm auch vom Seeufer aus. Die Pagode ist noch nicht sehr alt und aktuell frisch renoviert und hat schon mehrere Erdbeben überlebt. Wir steigen den Treppenaufgang hinauf und sehen oben im Treppenhaus eine große Bronze-Glocke ohne Klöppel hängen. Wir genießen von hier oben einen tollen Ausblick auf große Teile des Sees. Wir haben endlich sehr gutes Wetter mit viel Sonne.

Tzuen-Pagode, außen
Tzuen-Pagode, außen

Tzuen-Pagode, Glocke im Treppenhaus oben
Tzuen-Pagode, Glocke im Treppenhaus oben

Blick von der Tzuen-Pagode auf den Sonne-Mond-See
Blick von der Tzuen-Pagode auf den Sonne-Mond-See

Nach dem Abstieg geht es mit dem Bus nach Yuchi, einer der kleinen Hafenstädte am See. Unser Hotel liegt auch in dem Yuchi Township, aber in einem Ortsteil, der etwas weiter vom See entfernt ist. Es ist schon Mittagszeit und auf Empfehlung unseres Guides gehen wir in ein fast voll besetztes Familien-Restaurant, das wir ohne ihn eventuell nicht gewählt hätten. Er kennt den Wirt, der wohl mit Preisen überhäuft ist. Wir wählen (natürlich) mit Hilfestellung einige Dinge und essen dann wirklich sehr gut. Ich esse Chicken Wings (fast) ohne Knochen, aber mit Reisfüllung. Sehr ungewöhnlich und auch ziemlich scharf. Andere essen Bambusstücke mit (importiertem) Käse überbacken. Das Dessert geht aufs Haus und ist gebackene Bananen mit ganz filigranen Teigspiralen als Verzierung. Habe so etwas noch nie zuvor gesehen.

Danach kaufen wir Fahrkarten für eine Rundtour und gehen an Bord eines Ausflugsschiffes. Wir müssen genau beachten, welche Linie wir nehmen, damit unsere Tickets gelten. Alles ist farbkodiert, aber nicht wirklich ganz sicher unterscheidbar. Dann geht es ein paar Minuten quer über den See zum nächsten Hafen. Am ersten Stopp machen wir nur eine kurze Stippvisite durch die Gassen. Es gibt nicht so sehr viel zu sehen. Am zweiten Stopp gibt es noch einen Tempel zu besichtigen und es ist hier viel Betrieb. An einem speziellen Felsblock mit Inschrift gibt es lange Warteschlangen für ein Selfie oder andere Fotos. Wie gewohnt sind alle sehr diszipliniert. Niemand drängelt und niemand ist laut. Sehr angenehm!

Xuan Zang Tempel, außen
Xuan Zang Tempel, außen

Eine der Ausflugsboot-Firma schmückt ihre Schiffe mit goldenen Pferden!
Eine der Ausflugsboot-Firma schmückt ihre Schiffe mit goldenen Pferden!
Ordentliches Anstehen für ein Foto
Ordentliches Anstehen für ein Foto

Blick auf den Sonne-Mond-See
Blick auf den Sonne-Mond-See

Der dritte Stopp ist dann schon wieder der Ausgangspunkt und wir laufen zum Bus zurück und fahren zum Hotel.

Gegen 19:00 Uhr gehen wir zum Essen, heute ist ja (europäisches) Silvester, was hier durchaus gefeiert wird. Aber es gibt auch zahlreiche Asiaten, für die heute kein Jahreswechsel ist, denn das Chinesische Neujahr ist erst Mitte Februar 2018. Daher hat auch kaum ein Restaurant länger offen als bis 21:00 Uhr. Wir gehen tatsächlich wieder in dasselbe kleine Restaurant wie gestern und haben ja bereits geübt mit dem Bestellen! Ich esse sehr feine Rindfleisch-Streifen mit Gemüse und Reis.

Unser Guide hatte uns erzählt, dass in einem anderen Hotel eine Silvester-Feier sein soll. Wir wandern etwas durch die Stadt und etwas weitab vom Schuss finden wir dieses Hotel. In der Hotelbar ist eine eigentlich geschlossene Gesellschaft einer chinesischen oder taiwanesischen Reisegruppe im Gange. Wir dürfen trotzdem rein und haben hier auf jeden Fall Exotenstatus. Wann hier die letzte Langnase vor uns war…? Es gibt Gruppentanz, eine Tombola und Live-Musik und einen furchtbar lauten Moderator. Wir trinken Bier und Wein und schauen dem Treiben zu. Es ist eine etwas merkwürdige Szenerie, muss man sagen…

Gegen 23:30 Uhr (länger halten wir es einfach nicht aus…) stoßen wir auf das Neue Jahr an und wandern bald darauf zurück durch die ansonsten ganz stille Stadt zu unserem Hotel.