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Taiwan 2017/2018 - Tag 5

Reisetag Yilan - Hualien

Wir stehen heute spät auf, weil die 200 jungen Radfahrer zuerst frühstücken! Ich gehe also spät zum Frühstück und es sind trotzdem 50 Kinder da. Aber alles ruhig, kein Schubsen, Drängeln. Auch an den Tischen alles ruhig und ordentlich. Beinahe surreal, wenn man sich das in Deutschland vorstellen mag…

Ich esse ein deutsch-taiwanesisches Frühstück mit Toast, Marmelade, Ei, gedünstetes Gemüse und zwei Dumplings.

Wir haben heute Vormittag frei und ich faulenze. Denn draußen ist Nieselregen und es ist dabei richtig dunkel wie November in Deutschland und die Stadt Yilan sieht noch grauer also als sonst schon. Gestern machte die Stadt keinen besonders herausragenden Eindruck auf uns.

11:00 Uhr gehen wir gemeinsam doch noch etwas in einem Fast-Food-Restaurant essen, aber trotz des Namens dauert das Vorbereiten zu lange und so wird es am Ende recht hektisch, damit wir zur Abfahrt des Busses um 12:00 Uhr rechtzeitig zurück sind. Das Essen ist aber gut!

Wir fahren nun weiter Richtung Süden, immer an der Küste entlang. Diese Küstenstraße führt direkt an Felsklippen und unter ihnen entlang und so gibt es immer wieder große und kleine Bergstürze. So stehen wir mehrmals im Stau, oft sehr lange. Beim zweiten Mal stehen wir ca. 1,5 Stunden, zum Glück ist direkt neben dem Stau ein Parkplatz, auf den wir rechtzeitig fuhren. So können wir in Ruhe aussteigen und herumlaufen. An diesen Baustellen gibt es keine Ampeln, sondern stattdessen Personal, was im Schichtbetrieb den Verkehr sperrt oder freigibt. Zwischen den Richtungen gibt es anders als in Deutschland sehr lange Sperr- und Freizeiten, also einen Takt von 1 oder 1,5 Stunden!

Blick auf die Küste der Ilha Formosa, wie sie auch die Portugiesen damals sahen
Blick auf die Küste der Ilha Formosa, wie sie auch die Portugiesen damals sahen
Baustellenstau in den Bergen, Geduld ist gefragt!
Baustellenstau in den Bergen, Geduld ist gefragt!

Wir machen noch mehrmals Halt, einmal an einem einsamen Strandabschnitt und noch einmal an den Qingshui Cliffs, einer besonderen Felsformation, die den Fuß des Berges Mt. Qingshui mit 2408 Meter Höhe bilden. Unterhalb des Meeresspiegels geht es dann noch einmal 1000 bis 2000 Meter tief hinunter. Es sind hier sehr viele Busse und man kann sich hier auf speziellen Aussichtsplattformen fotografieren lassen. Viele Chinesen und Einheimische tun das, auch wenn für uns der Grund nicht ersichtlich bzw. erlesbar ist. Alles nur in Chinesisch. Unser Guide tut sich auch etwas schwer.

Stippvisite am Strand
Stippvisite am Strand
Am Qingshui Cliff, Landseite mit Tunnel
Am Qingshui Cliff, Landseite mit Tunnel
Am Qingshui Cliff, Meeresseite
Am Qingshui Cliff, Meeresseite

Wir fahren noch einmal ca. eine Stunde zum Marshal-Hotel in Hualien, wo wir gegen 18:00 Uhr eintreffen. Gegen 19:00 Uhr gehen wir in die Stadt zum dortigen „Night Market“ und suchen dort etwas zum Abendessen. Wir finden einen Stand, der im Hintergrund Sitzgelegenheiten mit Bänken und Tischen hat. Es gibt tolle Sachen auf heißen Platten, z.B. Nudeln Spiegelei und mit einer Pfeffersauce, die ihren Namen wirklich verdient! Davor esse ich einen speziellen Reisdumbling mit toller Rindfleischfüllung, beides sehr gut. Dazu wie auch die letzten Tage das sehr gute „Taiwan Beer“ aus großen Flaschen, was im Verhältnis zum Essen jedoch sehr teuer ist. Es kostet oft genauso viel wie das Hauptgericht.

Update: Am 6. Februar 2018 ereignete sich in Hualien ein Erdbeben, welches leider auch unser Hotel zerstörte...

Wir schlendern noch etwas über den Markt und kaufen etwas Süßes zum Nachtisch. Es ist so etwas wie türkischer Weißer Nougat, aber wohl auf Basis einer Milchcreme. Wir erfahren den Namen nicht.

Gegen 22:00 Uhr bin ich im Bett.