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Sri Lanka 2011/2012 - Tag 12

Wanderung Idalgashinna - Horton Plains Nationalpark

6:00 Uhr aufstehen, 6:30 Uhr Frühstück, 7:00 Uhr Abfahrt zum Bahnhof. Das Frühstück ist sehr gut und heute wichtig, weil wir heute die längste Wanderung der Reise unternehmen. Es gibt tolles Omelett, dazu wieder den Milchreis mit scharfer Soße.

Am Bahnhof steigen wir pünktlich um 7:20 Uhr in den Zug Richtung Berge. Wir fahren ca. 1 Stunde und die Fahrt ist sehr spannend. Grundsätzlich sind die Türen während der Fahrt offen und der Zug fährt sehr langsam (30-50 km/h). So haben wir viel Zeit, die Landschaft mit vielen Teeplantagen zu bewundern und zu fotografieren. Die Erfahrung vom Adam's Peak bestätigt sich auch hier: obwohl auf dem Bahnsteig und im Zug sehr viele Leute sind, geht alles sehr gesittet, höflich und ruhig zu. Drängeln und Schubsen sind die Ausnahme. Alle nehmen viel Rücksicht auf andere. Es ist sehr angenehm. Und es ist in Sri Lanka absolut üblich, sich gegenseitig, praktisch als Gruß, anzulächeln und das Lächeln auch zu erwidern. Das wäre in Deutschland (und anderswo) eigentlich auch eine gute Idee.

An der dritten Station in Idalgashinna steigen wir aus und wandern, weiter aufwärts steigend, am Rande von Teeplantagen. Das Wetter ist wieder sehr gut, kaum eine Wolke zu entdecken. Die Bahnstation lag auf etwa 1.600 m Höhe und wir steigen auf ca. 1.900 m Höhe auf. Neben den Teeplantagen wachsen oft Fichtenwälder. Wir sehen in einer Teeplantage das sogenannte Pruning. Dies ist ein sehr starker Rückschnitt, ein Verjüngungsschnitt, der Teepflanzen. Eine harte Handarbeit, die mit sehr starken und scharfen Sicheln erledigt wird. Die Arbeiter winken freundlich und freuen sich über unser Interesse. Das Pruning ist alle 5 Jahre fällig und öfters sehen wir Schilder an Teeplantagenabschnitten, wo draufsteht, wann das nächste Pruning fällig ist.

Wir wandern durch einige Dörfer und es gibt immer ein sehr lautes Hallo durch die Kinder dort. Touristen sind hier zwar selten, aber doch nicht so selten, dass die Kinder uns nicht um Stifte, Fotos (gegen Geld) etc. anbetteln. Aber es ist alles noch nett und nicht penetrant.

So geht es weiter auf und ab zwischen Teeplantagen. Wir beobachten Teepflückerinnen bei der Arbeit, die teilweise sehr gut angezogen und Schmuck angelegt haben. Es sieht gar nicht arbeitsmäßig aus. Dazu nur eine Schürze und den Teesack, der mit einer Schnur um die Stirn gebunden ist und nach hinten hängt. Da hinein werden die gepflückten Blätter getan. Uns wurde erläutert, dass nur ganz bestimmte Blätter gepflückt werden, die obersten neuen Triebe. Dies passiert dann alle ca. 10 Tage. Wir sehen davon aber wenig. Das Pflücken geht so sehr schnell, dass wir nicht erkennen können, ob wirklich nur diese neuen Blätter gepflückt werden oder nicht doch auch andere. Die Teepflückerinnen müssen aber auch schnell sein, denn sie müssen in einer 8-Stunden-Schicht 20 kg Blätterpflücken. Das ist eine riesige Menge. Ihr Arbeitslohn dafür ist minimalst.

Nachdem es den ganzen Tag wolkenlos war, türmen sich nun Wolken am Horizont auf und in den Berghängen über uns hängen auch tiefe Wolken in den Bäumen.

Nach einer Mittagspause am Wegesrand steigen wir, mal flach, mal steil, bis auf ca. 1.000 m Höhe ab bis zum Bambarakanda-Wasserfall, der aber wegen zu wenig Wasser wenig spektakulär ist. Es soll aber mit ca., 240 m Höhe der höchste Wasserfall von Sri Lanka sein.

Wir fahren mit dem Bus ca. 1 Stunde ins Hotel zurück und kommen dort ca. 16:15 Uhr an. So ist noch Zeit für einen Stadtrundgang, wo ich versuche, Geld abzuheben. Leider habe ich die PIN meiner Kreditkarte zuhause vergessen und mit meiner EC-Karte mit fehlender Maestro-Funktion habe ich nirgendwo Glück.

Wir essen 19:30 Uhr zu abend, es gibt sehr viele unterschiedliche sri-lankische Gerichte, Reis mit Kokos, verschiedene Curries, Gemüse, die ich gern probiere. Es ist sehr lecker.  Danach noch kurz an die Bar zu einem Bier. Wir sind aber vom Wandern erschöpft und so fallen wir bald ins Bett.

Insgesamt waren wir heute wandernd etwa 6 h inkl. Pausen unterwegs, haben dabei ca. 17 km Strecke zurückgelegt und ca. 600 Höhenmeter aufwärts und ca. 1.100 Höhenmeter abwärts bewältigt.

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Unser Zug kommt pünktlich!
Durch die Berge in der Morgensonne
Teeplantagen
Weiter hinauf in die Berge
Teeplantagen
Erstklässler auf dem Schulweg
Pruning in action
Ein Schmetterling ganz nah
Zwischen Teeplantagen aufwärts
Eine Teepflückerin bei der Arbeit
Großmutter und Enkel
Teepflückerinnen
Auf Wiesen und durch den Wald wieder hinab
Der Bambarakanda-Wasserfall mit wenig Wasser