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Sri Lanka 2011/2012 - Tag 4

Sigiriya und Polonnaruwa

6:30 Uhr Aufstehen, 7:00 Uhr Frühstück. 7:45 Uhr fahren wir mit dem Bus ab nach Sigiriya, einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Sri Lanka. Wir fahren ca. 1 Stunde über Nebenstraßen, die unser Reiseleiter Nalaka extra wählte, damit wir mehr vom Land sehen. Am Fenster ziehen wieder Reisfelder und Wildnis vorbei und wir hören eine Geschichte über den Buddhismus und seine Entstehung. Nalaka spricht sehr gut deutsch und erzählt die Geschichte gut. Es geht darin also um einen Prinzen, der von dem Luxusleben genug hat und beschließt, Eremit zu werden. Er verlässt den Hof und seine Familie. Nach einer Weile vollständiger Entsagung stellt er fest, dass damit nicht nur körperliche Schwäche, sondern auch geistige Schwächung einher geht und er denkt, dass das nicht der richtige Weg sein kann. Er beschließt, den Mittelweg zu wählen. D.h. kein Luxus, aber auch keine Entsagung. Im Weiteren Verlauf der Geschichte findet der ehemalige Prinz die Erleuchtung und wird zu Buddha. Buddha war also ein ganz normaler Mensch. Im Buddhismus gibt es zwar Regeln, aber es gibt zum Beispiel keine heilige Schrift wie die Bibel oder den Koran.

In Sigiriya angekommen stehen wir erstmal in einer Warteschlange und betreten dann eine schöne Gartenanlage, in der alles rechtwinklig bzw. rechteckig angelegt ist: die Wege, die Rasenflächen, Wasserbecken. Der Weg führt zum einem riesigen Felsen, auf dessen Gipfelplateau Ruinen eines Palastes sind. Im Garten rotieren die Motorsensen, alles ist sehr gepflegt.

Wir steigen erst Treppen hinauf, es ist sehr heiß und feucht. Weiter oben beginnen Stahltreppen am Felshang. Noch weiter oben bringt uns eine sehr hohe Wendeltreppe zu den „Wolkenmädchen“. In einer Felsnische hoch oben befinden sich gut erhaltene und sehr fein ausgeführte Felsmalereien von schönen Frauen. Außen herum wurde eine geschlossene Besichtigungsplattform gebaut. Danach geht es die Wendeltreppe nach unten und hinter eine Mauer eng am Fels entlang weiter. Die Mauer ist nicht neu, sondern auch in alter Zeit entstanden, um vor allem Frauen des Palastes die Angst vor dem Abgrund zu nehmen. Diese sogenannte „Spiegelmauer“ ist sehr glatt verputzt und wurde früher mit Bienenwachs so stark poliert, dass sich Licht und der gegenüberliegende Fels darin spiegelte. So sollten die Frauen des Königs ohne Höhenangst den Weg bewältigen können. Wir gehen bis zu einem Platz, an dem der letzte Teil des Aufstiegs beginnt. Die Steintreppe dazu beginnt zwischen zwei riesigen Löwentatzen, ähnlich einer Sphinx, wobei deren Körper der Sigiriya-Fels ist. Oben über Steintreppen und Stahltreppen angekommen, sehen wir beeindruckende Ruinenreste und ein riesiges Wasserreservoir.

Wieder unten angekommen besuchen wir dazu noch ein Museum und sehen unter anderem ein sehr anschauliches Video über die archäologischen Erkenntnisse über die Ruinen. Das Museum ist sehr modern und wurde von Japanern 2009 errichtet.

Mit dem Bus geht es zurück ins Hotel. Dort essen wir eine Kleinigkeit zu mittag, ich nehme köstliche Tortillas mit feinem Rindfleisch.

Danach fahren wir nochmal los nach Polonnaruwa. Dort besuchen wir nochmal eine Stupa, eine Ruine eines Tempels, in dem einmal ein (angeblicher) Zahn des Buddha aufbewahrt wurde und einige sehr schöne Buddha-Figuren, die aus einer Felswand monolithisch herausgehauen wurden. Vor allem die Buddha-Figuren sind sehr schön und in der anbrechenden Dämmerung ist alles sehr stimmungsvoll und ruhig mit sehr wenigen Leuten. Vorher besichtigen wir noch ein Museum, was zwar sehr viele Ausstellungsstücke zeigt, uns aber doch etwas langweilt. Wir haben heute einfach schon zu viel gesehen. Fast in der Dunkelheit geht es noch zu ein paar anderen Ruinen, die eigentlich mehr Beachtung verdient hätten. Aber die Zeit ist zu knapp.

Heimfahrt 18:30 Uhr, es ist schon dunkel. Plötzlich neben der Straße ein wilder Elefant, der in aller Ruhe dort läuft, trotz viel Verkehr. Er wechselt mehrmals die Straßenseite, alle Autos fahren langsam oder halten an. Keinerlei Aufregung oder Ärger. Der Elefant ist hier offensichtlich völlig normal als Verkehrshindernis.

Wir sind gegen 19:40 Uhr im Hotel, duschen und genießen ein letztes Mal ein wieder exzellentes Abendessen. Wir schwelgen in sri-lankischen, scharfen Köstlichkeiten und gehen dann auf unsere Zimmer, Sachen packen und schlafen. Uns erwartet im Zimmer wieder ein sehr schön geschmücktes Bett mit dem Wunsch „Gute Reise“, sogar in Deutsch!

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Sigiriya im Dunst vor uns
Erst auf Felsstufen aufwärts
Weiter auf Eisenleitern und einer Wendeltreppe steil aufwärts
Bei den Wolkenmädchen
Hinter der Spiegelmauer
Zwischen den Löwentatzen zum Gipfelplateau
Unkrautzupfen auf den Ruinen
Polonnaruwa, Nalaka erklärt alles
Polonnaruwa, Buddha mit Opfertisch und Blumen
Gal Vihāra, sehr schöner sitzender Buddha
Gal Vihāra, Panorama
Der Elefant am Straßenrand
Chaaya Village, Abschiedsgrüße auf dem Bett