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Myanmar 2016/2017 - Tag 10

Reisetag Inle-See - Heho - Yangon, Yangon

Heute müssen wir sehr früh aufstehen und es gibt noch kein offizielles Frühstück. Eine Hotelangestellte fängt mich freundlich ab und fragt, was ich denn möchte. Ich ordere und alles kommt in Blitzschnelle. Trotz der frühen Stunde ist die Küche schon voll in Betrieb.

Gegen 7:30 Uhr kommt das Boot angeknattert und holt uns ab. Über dem See schwebt eine riesige Rauchwolke, die erkennbar vom Ufer herüberzieht. Es ist sicherlich eine unkontrollierte Müllverbrennung. Wir fahren durch den Smog und können fast nicht erkennen, wohin es geht. Es ist so frühmorgens noch sehr frisch, vor allem auf dem offenen Wasser. Wir haben glücklicherweise dicke Jacken an und mummeln uns noch in die Decke, die im Boot liegt. Nach ca. 30 Minuten sind wir am anderen Hotel und von dort geht es wieder in ca. 1 Stunde zurück zur Bootsstation. Dort wartet auch schon unser Bus.

Wir sind ca. 9:30 Uhr zurück am Flughafen in Heho und fliegen gegen 10:50 Uhr mit der ATR72 zurück nach Yangon. Diesmal ist es ein ruhiger Flug und 1 Stunde später sind wir wieder in der Hauptstadt.

Wir fahren wieder zum Hotel "Grand Laurel", wo ich schon die erste Nacht schlief und bekomme dasselbe Zimmer. Ich richte mich kurz ein und dann geht es gleich wieder los mit dem Taxi zum Hauptbahnhof. Dort wollen wir zu Viert eine Rundfahrt im "Circular Train" machen, dem einzigen öffentlichen Verkehrsmittel in Yangon. Die anderen beiden kommen aus dem anderen Hotel und wir verfehlen uns fast. Im letzten Moment vor Abfahrt des Zuges sind wir alle beisammen. Ich hatte vorher schon für alle Fahrkarten gekauft, die für die gesamte Fahrt 200 Kyat kostet, das sind umgerechnet kaum 15 Euro-Cent.

Die Rundfahrt mit dem Zug dauert etwa 3 Stunden und führt durch alle möglichen Vororte. Es fahren viele Leute mit dem Zug und es ist gerade Rush Hour. Neben vielen fliegenden Händlern im Zug sehen wir viele Leute auf dem Weg von der Arbeit, zur Arbeit, vom Markt mit Einkäufen etc. Arme und reiche Leute, ein Querschnitt. Die Kontrolleure bekommen einen "Zehnt" von den Händlern zugesteckt. Wenn jemand übermäßig viel Gepäck hat, wird ein Aufschlag in Bar gefordert, ein Zusatzticket gibt es nicht...

Zeitweise ist ein großes Gedränge, aber alles geht ruhig und fließend ab, jeder nimmt auf jeden Rücksicht und jeder hilft. Kein Geschrei und keine Hektik. Sehr wohltuend.

Wir fahren durch sehr unterschiedliche Wohngegenden. Slums der übelsten Sorte, dann wieder Gated Communities mit Stacheldraht um schöne Häuser. Dann Landwirtschaft mit grünen Reisfeldern.

Wir kaufen bei einem Händler ein paar hartgekochte Wachteleier, nachdem er uns kosten ließ. Schmeckt gut, auch wenn das Schälen mühsam ist. Bei den Händlern kaufen viele Leute, es ist wirklich ein Minimarkt im Zug.

Kurz vor Ende der Rundtour steigen wir in Lanmadaw aus, um nach China-Town zu kommen. Das wollen wir uns anschauen und evtl. zu Abend essen. Wir laufen eine große Straße entlang, finden aber kein geeignetes Restaurant. Ich kaufe in einem Elektronikladen eine neue Speicherkarte und zahle für ein Markenfabrikat mit 16GB und hoher Geschwindigkeit auch nicht mehr als in Deutschland. Eine sehr gute Investition, wie sich später herausstellt, als meine erste Speicherkarte bald voll ist.

Mit dem Taxi fahren wir dann doch zum Essen in die Nähe der Shwedagon-Pagode zum Merchant-Hotel. Auf der Dachterrasse finden wir ein sehr stylisches Restaurant mit direktem Blick auf die wunderbar erleuchtete Shwedagon-Pagode. Toll! Dagegen ist der Service im Restaurant absolut unterirdisch. Es klappt praktisch nichts. Wir sind froh, als dann alle Essen und ein Getränk haben. Auch die Bezahlung ist dann nochmal schwierig. Es ist wirklich komisch, dass in so einem teuren Hotel so schlechter Service zu finden ist.

Wir gehen noch zu einem Abschiedsdrink eine Ecke weiter ins "Golden Taste", eine Kneipe. Wir ordern dort einen einheimischen Whiskey, eine kleine Flasche "High Commissioner" und ein paar Cola, weil es nichts Besseres gibt. Beim Bezahlen einer nicht sehr hohen Summe stellt sich heraus, dass damit die ganze Flasche Whiskey bezahlt ist. Wir hatten aber nur wenig getrunken und lassen den Rest zurück. Er wird seine Abnehmer finden!

Es ist ein Abschiedsdrink, weil unsere eigentliche Gruppenreise heute zuende geht. Es schließt sich morgen noch ein Verlängerungsbaustein an und dann noch mein Verlängerungsprogramm für mich allein. Die anderen fahren entweder nach hause oder unternehmen etwas auf eigene Faust. So sehen wir uns hier das letzte Mal, verabschieden uns herzlich und fahren mit mehreren Taxis in die verschiedenen Hotels zurück. Gegen 21:30 Uhr bin ich im Bett.

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Abschied vom Inle-See am frühen Morgen
Flug zurück nach Yangon mit einer ATR 72
Die Route des Circular Train
Szene im Circular Train
Blick von der Dachterrasse des Merchant-Hotel