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Myanmar 2016/2017 - Tag 5

Reisetag Mandalay - Bagan

Heute ist ein langer Reisetag und wir müssen sehr früh raus. Schon 5:00 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt. Eine Frühstücksbox wartet an der Rezeption mit Sandwiches und Obst. Wir fahren zur Schiffsanlegestelle von Mandalay, wo ein Schiff auf uns wartet, welches uns heute nach Bagan bringen soll, unser nächstes Ziel.

Im Unterdeck nehmen wir Platz, es gibt eine Bestuhlung ähnlich wie im Flugzeug. Gegen 6:00 Uhr legen wir ab. Es ist anfangs an Bord sehr frisch und windig und nur ganz langsam wird es wärmer, als die Sonne über dem Fluss aufgeht.

Frühstück und auch das Mittagessen gibt es oben auf dem Oberdeck und das Essen ist jeweils ganz prima. Insgesamt sind etwa 50 Leute an Bord, alles westliche Touristen. Zwischendurch und vor allem nach dem Mittagessen Langeweile, etwas Schlafen unter Deck oder auf den schönen Liegestühlen oben. Auf dem Fluss und am Ufer tut sich auch sehr wenig. Ab und zu passiert uns ein Frachtschiff als Schubverband aus einem flachen Containerträger und einem schräg versetzten angedockten Schubschiff mit extrem lauten Motoren. Schalldämpfer sind hier (und auch bei anderen Booten) nicht bekannt.

Zwischendurch legen wir an einem kleinen Dorf an und schauen uns das sehr beschauliche Dorfleben an. Es wäre wirklich zu idyllisch, wenn nicht, wie praktisch überall sonst auch, Unmengen an Plastikmüll die Landschaft und das ganze Dorf verschandeln würden. Vor allem Tausende der dünnen Plastikbeutel liegen überall und keinen scheint's zu stören. Auf dem großen Dorfplatz werden sehr schöne Strohhüte verkauft. Ich kaufe einen aus Solidarität, aber er ist aufgrund des fehlenden Hutbandes sehr unbequem und kratzig. Nach einer weiteren Runde durch das Dorf steigen wir wieder an Bord unseres Schiffs.

Gegen 16:00 Uhr gibt es noch eine Vorführung, wie man die typischen Männer-Röcke "Longyi" bindet. Sie bestehen aus einem Stoff-Schlauch, der mit wenigen Handgriffen von links und rechts eingeschlagen und dann mit einer Art Knoten befestigt wird. Sicherlich mehr als 90% der Männer hier im Lande tragen diesen Rock. Wir bekommen auch noch eine Vorführung der von uns schon oft bemerkten "Gesichtsmaske" der Frauen (und teilweise Kinder und Jugendlichen), genannt Thanaka. Es handelt sich um eine Paste aus sehr fein geriebenem Holz des Holzapfelbaums (Hesperethusa crenulata, Limonia acidissima). Dazu wird das Holz fein auf einer nassen Schleifscheibe gerieben und diese nasse Holzpaste dann als Sonnenschutz, Kühlung und gleichzeitige Hautpflege verwendet. Es gibt kaum eine Frau in Myanmar, die wir auf den Straßen ohne Thanaka sehen. Sonnenschutz ist bei den Einheimischen ein ganz großes Thema, denn eine möglichst helle Haut gilt als Schönheitsideal. Burmesen werden sicherlich nie verstehen, wenn sie bei uns stark sonnengebräunte Menschen sehen...

Gegen 17:00 Uhr legen wir an und fahren mit dem Bus zum Hotel. Unseres liegt im Zentrum der kleinen Stadt Bagan in zweiter Reihe und heißt "Shwe Ye Pwint". Auf Empfehlung des Guides gehen wir zum Abendessen ins "Black Rose" bei uns um die Ecke. Es ist die zweite Filiale eines Restaurants an der Hauptstraße, dass wir auch noch kennenlernen werden. Wir essen wieder ganz köstliche Dinge und gehen zufrieden ins Bett.

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Unterwegs auf dem Fluss am frühen Morgen
Sonnenaufgang über dem Fluss
Auf dem Sonnendeck
Ein Schubverband passiert uns mit lautem Geknatter
Ein Dorf am Ufer, vornehmes Haus mit Hausherrin
Unser Schiff
Kurz vor dem Ziel, Bagan ist in Sicht!