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Mexico 2008/2009 - Tag 4

Oaxaca, Monte Albán

Frühstück gibt es ab 8:15 Uhr, diesmal erst Kakao oder Kaffee, dann die Karte zur Auswahl. Ich esse Rührei, weil mir sonst nichts anderes einfällt.

Gegen 9:00 Uhr fahren wir zum nahegelegenen Monte Albán, einer Stadt der Zapoteken. Die Zapoteken sind eine bedeutende Kultur in Mexico, viel früher als die bekannteren Maya und Azteken und nicht so aggressiv und kriegerisch wie diese. Die Stadt Monte Albán liegt auf einer künstlich abgeflachten Bergkuppe so strategisch günstig, dass man in mehrere Täler der Umgebung schauen kann. Ähnlich wie die Burgen in Europa. Die Bauten und auch die bebaute Fläche beeindrucken durch ihre Größe um so mehr, weil wir erfahren, dass keine der alten Kulturen in Mexico Metallwerkzeuge kannten, also auch nicht die Zapoteken. Wir erhalten prima Erklärungen und Erläuterungen durch Yves Frau Claudia. Monte Albán soll ursprünglich, wie auch die meisten anderen Maya-Bauten, außen mit hellem, fast weißem Putz verkleidet gewesen sein. Dieser Putz war entweder bunt bemalt oder wie im Falle von Monte Albán mit dünnen Glimmer-Plättchen verkleidet gewesen sein, welche hier oft gefunden werden können. Von weitem war dann Monte Albán auf der Bergkuppe ein schimmerndes und glitzerndes Etwas, weithin sichtbar und besonders aussehend.

Da wir relativ früh unterwegs sind, ist es auf dem Berg sehr kühl trotz starker Sonne. Aber es sind außer uns ganz wenige Leute unterwegs, wodurch sehr schöne Fotos entstehen können und die Weitläufigkeit gut zum Ausdruck kommt.

Gegen 11:00 Uhr ist unsere Führung zuende, wir steigen noch auf eine der Pyramiden für besseren Blick und trinken noch einen Kaffee im Besucherzentrum, in welchem auch noch ein Museum mit Stelen und Schmuck etc. ist. Gut, dass wir so früh dran waren, denn nun bevölkern Hunderte Menschen das Plateau.

Zurück nach unten in die Stadt und weiter zur Papiermanufaktur von Alberto Valenzuela. Nach dem Willkommen diskutieren wir mit ihm über Papier. Wofür verwendbar, sparsamer Umgang bzw. Verschwendung, neue Ideen zur Verwendung für Papier unsererseits… Sehr interessant, Alberto ist sehr liebenswert und völlig begeistert von dem Thema mit hingebungsvoller Mimik und Gestik. Er zeigt uns Schritt für Schritt, wie er Papier aus Pflanzenfasern herstellt am Beispiel von Bananenfasern. Anschließend rührt er einen Papierbrei aus Bananenfasern und Baumwolle an und lässt jeden von uns ein Blatt schöpfen. Die Blätter werden dann gepresst und zum Trocknen aufgehängt. Wir sind eifrig bei der Sache und merken, dass das alles nicht so einfach ist und die Papierherstellung viel Mühe erfordert. Das wollte uns Alberto auch zeigen. Am Ende noch ein Besuch in seinem kleinen Laden, in dem er selbstgemachte Papierprodukte verkauft.

Zurück im Stadt-Zentrum essen wir etwas im Restaurant „La Olla“, welches uns Claudia empfahl. Sehr gutes Essen (z.B. gut: Geflügel mit Mole) und sehr guter Service. Die Einrichtung ist im oberen Stockwerk etwas psychedelisch und stylisch, aber nicht schlecht.

Danach Stadtbummel, auf die Post (in der es keine Briefmarken gibt) und auf die Bank zum Geldabheben (problemlos mit VISA-Card und Geheimzahl, Kurs inzwischen 1:18). Dann nochmal zu „La Mano Magica“, ich kaufe nach Zögern meinen Teppich, herrliche Rottöne und mein schönstes Mitbringsel aus Mexico. Danach muss ich nochmal Geld abheben…

Wir gehen noch in eine Bäckerei und kaufen süße Teilchen, wobei man an langen Regalen mit einem Tablett entlanggeht, sich selbst bedient und dann das Tablett zum Verpacken und Bezahlen abgibt. Sehr praktisch, schnell und einfach, ein super Konzept. Dann nochmal Sandwiches kaufen, die waren einfach zu gut! Auch das mexikanische dunkle Bier Negra Modelo ist wärmstens zu empfehlen. Ein Genuss und ganz ähnlich z.B. einem Kellerbier in Franken. Wir sitzen noch auf der Hotelterrasse und schwatzen und schmatzen.

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Monte Albán
Monte Albán - Ballspielplatz
Alberto Valenzuela bei der Arbeit
Alberto Valenzuela bei der Arbeit