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Marokko 2015/2016 - Tag 7

Wüstentrekking Erg Chebbi

Heute beginnt unser Wüstenalltag richtig. Aufstehen, kleine Katzenwäsche, Zähne putzen, Sachen packen, Zelt abbauen. Dies alles in recht schneller Folge, denn schon 7:45 Uhr gibt es Frühstück und 8:30 Uhr ist Abmarsch. Wir schaffen alles gut und auch das Frühstück unter freiem Himmel ist prima. Es ist zwar noch kalt, aber es gibt heißen Tee und Kaffee, dazu Brot und Margarine und hervorragende Marmelade, vor allem die Feigenmarmelade ist toll. Nicht zu vergessen die Milch-Schoko-Creme "Sergio" als Nutella-Ersatz.

Unsere Mannschaft schnürt routiniert die Kamele, nachdem alles Geschirr abgewaschen ist.

Wir laufen los, diesmal geht es direkt durch die herrlichen Dünen. Manchmal ist der Sand weich und manchmal hart. Das heißt die Anstrengung beim Gehen schwankt entsprechend. Ein Stück über die Ebene ohne Dünen, dann wieder Sand. Wir sehen um uns herum viele Fahrspuren und Fußspuren und man sieht, dass wir hier nicht so weit weg von der Zivilisation sind wie gedacht. Wir besteigen eine sehr hohe Düne und der Aufstieg ist nicht leicht. Am Anfang geht es noch, weil der Untergrund relativ hart ist. Je steiler es wird, desto weicher wird aber auch der Sand. Das letzte Stück kurz vor dem Dünenkamm ist am schwierigsten. Der Sand verwandelt sich in eine Art "Flüssigkeit", er fließt unter den Schritten nach unten und man hat das Gefühl, gar nicht voran zu kommen. Schlussendlich haben es aber alle nach oben geschafft, wenn auch teils auf allen Vieren. Weiter geht es auf dem Kamm langsam nach unten und ein Stück weiter können wir die Düne im weichen, aber nach unten immer härter werdenden Sand nach unten rennen. Unten Schuhe ausleeren und weiter.

Wir wandern bis zu einer einzelnen Palme, unter der unser Mittagessen wartet. Wieder sehr gut, mit Salat und Reis und Gemüse, diesmal leicht süß mit Rosinen, Koriander und Kreuzkümmel. Nach dem Essen, gegen 14:30 Uhr bewältigen wir noch zwei sehr große Dünen (wir lassen keine aus!) und sind schon ausgelastet. Es ist aber nie wirklich heiß und nur die Sonne wärmt mit Strahlungswärme. Sobald es Schatten gibt, wird es kühl. Auf dem letzten Dünengipfel sehen wir schon unser nächstes Camp in einem alten Flussbett. Und auf dem Weg dahin viele Bäume und Büsche - Feuerholz!

Im Camp angekommen, welches in einem ausgetrockneten Flussbett liegt, bauen wir die Zelte auf und trinken in Ruhe unseren Nachmittagstee zum Sonnenuntergang. Danach geht es auf ausgedehnte Holzsuche und wir finden wirklich viel, obwohl wir wirklich nur loses Holz nehmen und keine frischen Zweige abbrechen. Die würden sowieso nicht richtig brennen.

Abendessen gibt es gegen 18:45 Uhr im Gemeinschaftszelt. Diesmal Couscous mit viel Zimt, dazu Gemüse und Rindfleisch. Als Dessert einen frischen Fruchtsalat! Das Essen in der Wüste ist ja besser als im Hotel! Wir trinken die nächste Flasche Rotwein und sind zufrieden.

Danach machen wir unser großes Feuer und es wird wirklich sehr groß und brennt recht lange. Unsere Mannschaft kommt auch dazu und bringt später auch noch etwas Holz als Nachschub. Es ist etwas wärmer als gestern und so stehen wir etwas länger als gestern ums Feuer, das sich langsam in einen richtig großen und heißen Haufen Glut verwandelt. Gegen 21:30 Uhr sind wir im Bett.

Insgesamt sind wir heute ca. 11,5 km in ca. 6,5 Stunden gelaufen und haben dabei ca. 350 Höhenmeter aufwärts und ca. 350 Höhenmeter abwärts bewältigt.

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Landkarte Trekking-Route
Es geht wieder los!
Durch die Wüste
Durch die Wüste
Auf die beiden großen Dünen im Hintergrund werden wir gleich klettern!
Kampf mit dem "flüssigen Sand" der großen Düne
Durch die Wüste
Durch die Wüste
Durch die Wüste
Durch die Wüste
Durch die Wüste
Durch die Wüste
Vorabendstimmung in der Wüste
Lagerfeuer-Vorbereitung
Unser zweites Lagerfeuer, diesmal viel größer!
Unser zweites Lagerfeuer