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Marokko 2015/2016 - Tag 6

Wüstentrekking Erg Chebbi

Wir frühstücken nach einer Nacht mit schlechtem Schlaf 7:30 Uhr. Wenigstens ist die Dusche gut und warm! Es ist sehr gut, erstmals erhalten wir wirklich frisches Brot! Mit uns frühstücken einige Polizisten, die hier Station gemacht haben. Auch hier (die Grenze zu Algerien ist nicht weit) ist die Polizeipräsenz sichtbar hoch. In Marokko genießen Polizisten und auch das Militär ein sehr hohes Ansehen und Respekt.

Wir teilen unser Gepäck auf in den Teil, den wir für die Wüste benötigen und den Rest. Der Rest bleibt im Hotel und wir erhalten es nach dem Trekking, das heute startet. Unser Gepäck kommt mit viel Ausrüstung für das Trekking in einen uralten grünen Mercedes-Bus, in den wir auch einsteigen und etwa 30 Minuten in Richtung Wüste fahren. Abseits der Straße treffen wir unsere 5 Dromedare und die Mannschaft. Unseren Koch haben wir schon im Bus dabei.

Wir wandern ca. 10:00 Uhr bei strahlend blauem Himmel los, der uns bis zu unserer Abreise weiter begleiten wird. Nie mehr wird sich eine Wolke zeigen und wir haben täglich Sonne von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang! Es geht zuerst quer zu den Dünen über eine große Ebene. Wir sehen Unmengen an fossilen Steinen mit und ohne tierische Einschlüsse. Es ist kaum ein Auge übrig für die Umgebung. Zu Anfang des Trekking erfahren wir, dass es mit Lagerfeuer schwierig werden kann, weil nicht überall Holz vorhanden ist. Das ist für uns ein Schreckensszenario! Wüstentrekking und abends im Dunkeln und in der Kälte? Das darf nicht sein. Ich sammle also, vorerst symbolisch, auf dem Weg einen großen Ast auf und trage ihn die ganze Zeit.

Wir machen zwei Trinkpausen an schönen Aussichtspunkten und kommen gegen 13:00 Uhr an unserer Mittagsrast unter Akazien an. Unser Koch hat schon mit einem Helfer fleißig vorbereitet und so bekommen wir ein ganz tolles Mittagessen im Halbschatten mit Salat, Nudeln und Gemüsesoße, Brot und Käse. Ein Beduinenmädchen sitzt still neben uns und bietet Stoffkamele an. Ein Bild des Jammers. Angebotenes Essen nimmt sie nicht an (später nimmt sie aber doch ein Banane).

Nach der Mittagspause laufen die beiden "Mittagessen-Dromedare" noch einige Zeit neben uns und wir bewundern die Packkunst darauf. Links und rechts zwei sehr große Packtaschen. Quer darüber einige unserer Schaumstoffmatratzen als Decklage. Ganz oben auf und mit Seilen gesichert: zwei Paletten mit Eiern!

Gegen 16:00 Uhr sind wir am Lager, die Küchenzelte stehen schon. Wir bauen unsere Zelte das erste Mal auf und sind ganz zufrieden. Die Zelte sind ausreichend groß und recht neu. Etwas kompliziert im Aufbau sind sie, weil es relativ viele Zeltstangen gibt. Zu zweit geht alles am besten. Danach gibt es einen Tee und Kekse auf der Düne im Sonnenuntergang, sehr schön. Danach fangen wir an, die Umgebung zu erkunden und finden einen etwas entfernten Baum mit etwas losem Holz darunter. Wir sammeln Holz und bringen eine mittelgroße Menge für unser erstes Feuer zusammen. Wir bereiten alles vor und essen dann im Gemeinschaftszelt zu Abend. Draußen ist es empfindlich kalt, um die 10°C und kälter werdend. Es gibt Tajin (das macht sich beim Trekking einfach am besten) vorher Suppe und Brot, danach Äpfel. Zum Trekking brachten wir vorsorglich 4 Flaschen Rotwein mit und trinken die erste Flasche heute zum Essen.

Nach dem Essen machen wir unser Feuer an und sind sehr zufrieden. Es wärmt etwas und vertreibt die Zeit. Alternative wäre gewesen, dass wir zu Kerzenschein im Gemeinschaftszelt sitzen. Da ist ein Feuer doch ganz etwas anderes. Unsere Mannschaft kommt auch zum Feuer und alle freuen sich über die Wärme und stochern gern noch in der Glut herum. Wir schauen noch etwas den Sternenhimmel an, bis bald der sehr helle Mond aufgeht und die Sternenpracht doch deutlich mindert. Wir gehen gegen 21:00 Uhr ins Bett. Unsere Dromedare schlafen ganz nah am Camp und auf dem nächtlichen Klogang muss man schon aufpassen, dass nicht ein Dromedar im Weg liegt.

Insgesamt sind wir heute ca. 13,5 km in ca. 6 Stunden gelaufen und haben dabei ca. 100 Höhenmeter aufwärts und ca. 100 Höhenmeter abwärts bewältigt.

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Landkarte Trekking-Route
Unser Hotel Kasbah Le Touareg, Innenhof mit Pool
Auf geht's!
Packen für das Trekking
Packen für das Trekking
In der Ferne die Dünen des Erg Chebbi
Unterwegs in der Wüste
Unterwegs in der Wüste
Die Dünen kommen näher!
Mittagspause!
Gaaanz vorsichtig!
Feierabend!
Vorabendstimmung in der Wüste
Vorabendstimmung in der Wüste
Vorabendstimmung in der Wüste
Vorabendstimmung in der Wüste
Vorabendstimmung in der Wüste
Kurz nach Sonnenuntergang