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Madeira 2003/2004 - Tag 8

Wanderung von Rabacal nach Loreto, zu den "25 Fontes"

Wir fahren schon 9:00 Uhr von unserem Berghotel los zum Startpunkt unserer heutigen Wanderung. Dort ist es sehr neblig und es regnet leicht, so wie es eben mitten in einer Wolke so ist. Innerhalb der Wolke, wandern wir, stetig nasser werdend erst zu einem sehr schönen (noch nasseren) Wasserfall und dann weiter entlang einer Levada zu den "25 Fontes", einem kleinen See mit vielen Wasserfällen, die von den um den See liegenden Felsen in den See laufen. Sehr stimmungsvoll bei dem nebligen und nassen Wetter. Zum Glück ist es ja immer warm, sodass wir uns insgesamt gut fühlen und nicht frieren. Wir steigen abwärts, dabei wechseln sich waagerechte Stücken entlang Levadas mit sehr steilen Stücken zur nächsten Levada ab. Auf unserem Weg liegt einer der längsten Levada-Tunnel, man soll ca. 40 Minuten brauchen zum Hindurchlaufen. Wir schaffen es in 20 Minuten, weil wir heute einen recht flotten Schritt drauf haben. Weil es immerzu nieselt, machen wir selten Pause, nach dem Tunnel verzehren wir unsere Brote und gehen zügig weiter. Es ist auch sehr rutschig, weil viele Wege entlang der Levadas aus Lehm sind. Alle laufen sehr konzentriert und haben keinen Blick für die Landschaft, die aber dank unserer Wolke sowieso weitgehend unsichtbar bleibt.

Plötzlich sehen wir, als wir an eine Ortschaft kommen, unverhofft unsere Busse stehen, in die wir gern einsteigen, um uns talwärts an die Südküste fahren zu lassen. Nur wenige Höhenmeter tiefer ist von der Wolke keine Spur mehr, herrliches Wetter und an der Küste sogar Sonnenschein! Wir trocknen uns und unsere Klamotten in einem Cafe und schauen aufs Meer.

Dann fahren wir nach Santa Cruz an die Südostküste, in die Nähe vom Flughafen, um dort die Zeit bis zur Abreise in einem Hotel zu wohnen. Das eigentlich vorgesehene Hotel ist trotz unserer Reservierung belegt, also fahren wir in ein anderes, was auch sehr schön sein soll. Bei der Annäherung kriegen wir erst einen Schreck, es ist direkt unter einer Autobahnbrücke! Aber das Hotel an sich ist schön und zumindest mein Zimmer trotzdem sehr ruhig. Zu Abend essen wir in einem netten Lokal direkt am Strand, leider ohne Meerblick. Danach gehen wir in eine winzige Bar "O'Amady's", um dort leckeren "Pontia" zu trinken. Dies ist der National-Cocktail von Madeira und besteht aus frisch gepresstem Fruchtsaft (vor allem Zitrone), Honig und Aguardiente, dem Zuckerrohrschnaps, den es auch so in Südamerika gibt. Wenn er nicht zu stark gemacht ist, ist er wirklich sehr lecker.

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Auf dem Weg zu den "25 Fontes"
Ein Wasserfall!
Nicht! die 25 Fontes, aber auch nett.