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Türkei / Lykien 2010 - Tag 11

Bootstour von Üçağız, rund um Kekova

Heute mal nicht wandern, sondern eine Bootstour!

Mit dem Bus geht es nach dem Frühstück nach Üçağız, wo unser Boot schon auf uns wartet. Und gleich geht es los mit unserem Boot, das "Bayindira II" heißt, das Meer ist ruhig und das Wetter prima. Entlang der Küste fahren wir nur ein kleines Stück und legen gleich wieder an dem Dorf Kale an, welches nur vom Wasser aus erreichbar ist. Über dem Dorf eine große Festung, Simena. Wir laufen durch das kleine, beschauliche Dorf und auch hoch zur Festung. Wie wir es schon von Chimaera kennen, ist die Stelle zum Zahlen des Eintritts zu ungeschickt gelegen, sodass zahlreiche Eingänge zur Festung frei zugänglich sind. Nur ein Weg vom Dorf aus ist kostenpflichtig. Uns leuchtet das Konzept nicht ein... So besichtigen wir neben der Festung eine Menge Sarkophage auf einem Hügel, daneben riesige alte Olivenbäume, sicherlich einige Hundert oder sogar tausend Jahre alt und wunderschön.

Wieder unten am Hafen zurück aufs Boot und weiter geht es Richtung Kekova, einer Insel, an deren Ufer viele versunkene Ruinen zu besichtigen sind. Während eines großen Erdbebens sind hier große Teile des Erdbodens zwischen 2 und 6 Meter abgesackt und haben Hafenanlagen und Häuser unter Wasser verlagert. Auch Übergänge zwischen jetzt einzelnen Inseln verschwanden im Meer. Tauchen ist verboten, Boote müssen eine Mindestgeschwindigkeit einhalten. Wir sehen dennoch im klaren Wasser einige interessante Dinge.

Wir ankern in einer Badebucht, wo schon viele andere Boote liegen. Es ist recht eng hier, aber wir baden trotzdem gern. Zwischen den großen Booten pendelt ein kleines Motorboot und verkauft Eis. Wir verabschieden uns aber bald wieder, denn es ist doch nicht so toll hier. Weiter geht es die Küste entlang. Eigentlich ist ein Halt im "Aquarium" geplant, einem natürlichen flachen Becken mit vielen Fischen, bestens zum Schnorcheln. Aber die Wellen sind zu hoch. Weiter geht es in eine viel schönere, geschützt liegende Bucht, ruhiges Wasser, außer uns nur noch ein großes Segelboot. Wir ankern, baden, schnorcheln und unsere Schiffsbesatzung kocht und grillt das Mittagessen. Denn wir haben sogar einen Holzkohlegrill dabei. Kurz darauf gibt es gegrilltes Hähnchen, dazu Reis, Salat und einen tollen Nudelsalat mit frischer Joghurtsoße. Wir essen alles auf, hungrig vom Baden und der frischen Luft. Danach Siesta. Die Strapazen der letzten Tage machen sich bemerkbar: wir sinken sofort in den Schlaf auf schattigen Liegeflächen überall auf dem Boot. Wir fühlen uns wunderbar und diese Abwechslung vom Wandern tut allen gut. Vor dem Ankerlichten vielleicht nochmal baden, Tee trinken, schwatzen.

Dann geht es ca. 15:30 Uhr zurück zum Hafen. Unser Ankerplatz ist sehr eng. Trotz eifrigem Drücken und Schieben kommen wir nicht in die Lücke. Also einen anderen Platz suchen. Endlich geschafft, runter vom Boot und rein in den Bus und zurück nach Kaş. Dort noch Wasser kaufen und zum Abendessen, was heute wirklich gut ist. Z.B. gibt es angebratene Auberginen in Joghurtsoße. Ein Gedicht!

Wir planen noch die Wanderungen für morgen und übermorgen und bewegen uns Richtung Hideaway. Davor noch Geld abheben und ein Eis essen an einem Stand, wo es dazu frisch gemachte Waffeln gibt. Sehr gut. Im Hideaway mal keinen Kuchen, dafür aber frischen Mehrfruchtsaft. Gegen 23:00 Uhr gehen wir sehr zufrieden mit dem Tag ins Bett.

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Heutige Karte
Sarkophage am Ufer auf dem Weg nach Kale
Sarkophag in Kale
Neben der Festung Simena riesige, uralte Olivenbäume
Und überall Sarkophage
Unser Boot im Hafen von Kale
Kekova, Ruinen am Ufer
Kekova, Ruinen unter Wasser
Kekova, unter Wasser gepflastert
Auf dem Weg zur Mittagspausenbucht
Auf dem Rückweg nach Üçağız
Wieder im Hafen von Üçağız