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Türkei / Lykien 2010 - Tag 10

Wanderung Phellos - Antiphellos (= Kaş)

Gestern haben wir für heute "eigentlich" nur eine kurze und nicht anstrengende Tour geplant...

Nach dem Frühstück fahren wir 8:45 Uhr los nach Phellos, einer Ruinenstadt in den Hügeln über dem Meer, immerhin ca. 800 m hoch. Kurz vorher kaufen wir in Kaş wie üblich noch Wasser, Obst, Kekse und Riegel ein. Auf einem Fahrweg wandern wir los und sehen nach kurzer Zeit erste Ruinen und ein Stück Stadtmauer. Alles völlig überwuchert im Wald. Es sind keine Ausgrabungen oder erhaltende Maßnahmen erkennbar. Wir streifen durch die Ruinen, finden Sarkophage, die wir aus Kaş schon kennen, zwei jeweils monolithische Hälften, eine untere Wanne rechteckig, darauf ein dachförmiger Deckel. Beides höllisch schwer, rätselhaft, wie das mal bewegt wurde. Die meisten Sarkophage und auch die Gebäude rundum sind bei einem großen Erdbeben zerstört worden. Phellos war früher strategisch und wirtschaftlich wichtiger als der zugehörige Küstenort Antiphellos (= Kaş). Dies änderte sich aber mit der Zeit und so wurde Phellos irgendwann verlassen.

Von Phellos aus wandern wir hinunter nach Kaş. Klingt einfach, ist es aber nicht. Erst ein Abstieg auf die Hochebene (auf ca. 450 m Höhe) unterhalb Phellos und oberhalb der Steilküste über Kaş. Am Wegesrand, wie auch schon Tage zuvor, große Zwiebelblüten aus großen Zwiebeln in der Erde. Die Blüten sind oft mehr als einen Meter hoch und haben sehr schöne weiße Blütenstände. Auf einem breiten Waldweg, der auch als Waldbrandschneise dient, verlaufen wir uns kurz, finden dabei aber einen schönen schattigen Mittagspausenplatz, der uns sonst verborgen geblieben wäre. Dann aber richtig weiter und stets in der glühenden Sonne auf einer Ebene aus Ziegenweiden und Nichts. Nur von der Trockenheit gerissene Erde und vertrocknetes Gras. Wir wundern uns, was die Ziegen, die wir sehen, denn hier fressen sollen. Ca. 14:30 Uhr erreichen wir den Rand der Steilküste und haben vor uns Kaş mit der Bucht drumherum und davor die griechische Insel Kastelorizo (türk. Meis). Wir genießen eine Weile den Blick und versuchen, das zumindest teilweise fotografisch einzufangen.

In einem zügigen Abstieg überwinden wir ca. 400 Höhenmeter in weniger als 1 Stunde. Kurz ins Hotel und weiter mit dem Bus zu einer Badebucht neben dem Ort. Das Wasser ist hier gar nicht so ruhig wie in unseren letzten Buchten, sondern sogar recht wild. Mit etwas Geschick schafft man es ins türkise Wasser und kann sogar etwas schwimmen zwischen hohen Wellen, die einen bald wieder ans Ufer katapultieren. Wir essen etwas im Restaurant "FİGEN Plaj Restaurant Bar" am Ufer der Bucht. Sehr nette Wirtsleute, die sich sehr bemühen. Sehr gutes Essen, auch wenn wir lange warten müssen wegen sehr vieler anderer Gäste.

Abendessen mal nicht im Hotel, sondern im Restaurant "Teras", etwas erhöht liegend, mit schöner Terrasse mit Blick auf das Meer und den Hafen. Das Essen ist gut, die Bedienung auch. Für türkische Verhältnisse ist es aber eher ein teures Restaurant. Und natürlich genießen wir heute unser Abendbier im Hideaway. Das hätte ich jetzt auch nicht mehr erwähnen müssen...

Insgesamt waren wir heute etwa 5:25 h inkl. Pausen unterwegs, haben dabei ca. 13,8 km Strecke zurückgelegt und ca. 200 Höhenmeter hoch und ca. 950 Höhenmeter wieder herunter bewältigt.

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Heutige Karte
Phellos vom Fahrweg aus, ein Teil der Stadtmauer
Überwachsene Ruinen am Wegesrand
Blick Rundum von Phellos aus
Blick Rundum von Phellos aus
Phellos, Sarkophage
Phellos, eine Säule mit gut lesbarer Inschrift
Phellos, Sarkophag am Wegesrand
Überall blühende Zwiebeln
Panorama von Kaş, vom Klippenrand gesehen
Badebucht bei Kaş
Mauritz und Katze in der Hängematte