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Jordanien 2010/2011 - Tag 7

Wanderung Dana - Petra, Teil III

Der Wind hat in der Nacht nicht nachgelassen. Das Beduinenzelt gab nachts etwas nach, aber dank des schnellen Eingreifens helfender Hände war alles bald wieder stabil. Wir hatten an unserer Felswand weniger Probleme. Nur ein laues Lüftchen wehte uns um die schlafende Nase. Wir frühstücken gegen 7:00 Uhr und beginnen um 8:00 Uhr unsere heutige Wanderung, die uns zu unserem nächsten Zeltlager und näher an unser Ziel Petra bringen soll.

Anfangs geht es munter auf und ab und je nach Lage des Weges hinter oder vor Bergen oder Felsen weht der Wind unterschiedlich. In den windstillen lagen wird es richtig warm. Die Landschaft ist erst relativ langweilig, aber bald häufen sich immer mehr spektakuläre Felsformationen und die Anzahl der Fotos steigt. Unterbrochen mit Trinkpausen, steigen wir auf einem Berggrat bergauf. An einer steilen Abbruchkante eines Berges machen wir Mittagspause. Über uns am Berg liegt ein verlassenes Bergdorf. Die Grundmauern von Steinhäusern sind kaum noch zu erkennen. Es gibt wieder frischen Tee und wir genießen die Aussicht und die relative Windstille und Wärme hier.

Aufgrund der Windproblematik und der kaputten Zelte entschließt sich die Zeltmannschaft, diese Nacht in einem festen, geschützt liegenden Zeltcamp abseits unseres Weges zu verbringen. Wir wandern noch ein Stück abwärts. Angeblich soll bereits die Rückseite von Petra in Sicht sein, die wir aber als solche nicht erkennen. Auf unserem Weg sehen wir heute öfters Konglomerate aus Sandstein und Kiesel. Kleine Kieselsteine sind entweder einzeln oder schichtweise in Sandstein eingebettet. Wenn solche Kieselschichten zutage treten, sehen sie manchmal aus wie Schmuckkanten an einem Sandsteinfelsen. Auf einem Plateau ist ein großer Sandsteinfelsen vollständig mit losen Kieseln bedeckt, die die Erosion aus dem Sandstein herauslöste.

Nach einem letzten Stück Weg in einer absolut phantastischen Landschaft, toll beleuchtet von der schon tiefstehenden Sonne werden wir von zwei Pickups abgeholt und fahren erst durch die Wüste, dann auf einer brandneuen Straße Richtung Zeltlager. Auch dieses Zeltlager liegt in einer tollen Felslandschaft, die aber nun, da die Sonne weg ist, nicht mehr ausreichend zur Geltung kommt. Am Eingang sehen wir einen Felsen, der aussieht wie ein liegendes Kamel. Erst meinen wir, es ist eine von Menschen geschaffene Skulptur, erkennen aber bald den natürlichen Ursprung. Toll!

Ich finde wieder einen herrlichen Schlafplatz im Freien auf einem Felsplateau, oberhalb des Beduinenzeltes. Im Camp gibt es einen Höhlenofen im Fels, der mit Erde verschlossen ist. Darin wird unser Abendbrot gegart: Ziegenfleisch. In unserem Beisein wird der Ofen geöffnet und das Fleisch in Alufolie herausgeholt. Es gibt Reis mit Ziege und dazu wieder Salate und Gemüse.

Bei einer leichten Brise im Camp gehen wir etwa 21:00 Uhr ins Bett, nach dem üblichen Schwatz am Lagerfeuer.

Insgesamt waren wir heute etwa 5:00 h inkl. Pausen unterwegs, haben dabei ca. 13,1 km Strecke zurückgelegt und haben ca. 450 Höhenmeter aufwärts und ca. 400 Höhenmeter abwärts bewältigt.

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Unser erster bunter Felsen!
Auf dem Grat bergauf
Mittagspause, Eid genießt die Aussicht
Auf dem Weg
Spektakuläre Felslandschaften, Pause unter den Bäumen im Schatten
Kurz vor dem Zwischen-Ziel
Die Pickups warten schon
Mit den Autos durch grandiose Landschaft nahe Petra
Mit den Autos durch grandiose Landschaft nahe Petra
Blick aus dem Zeltcamp mit Kamelfelsen links
Die Köche warten vor dem Ofen
Jetzt aber schnell raus damit!