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Jordanien 2010/2011 - Tag 5

Wanderung Dana - Petra, Teil I

Wir frühstücken um 8:00 Uhr und es gibt wieder leckere Sachen! Neben dem üblichen Joghurt etc. finden wir eine Karottenmarmelade mit kandierten Karottenstücken darin. Sieht ein bisschen aus wie Orangenmarmelade und schmeckt köstlich.

Um 9:00 Uhr laufen wir vom Hotel los bis zum nächsten Dorf, was etwa 2,5 Std. entfernt ist. Dort befindet sich die Rezeption des Hotels! Und dort wartet auch unser Bus auf uns, um uns wieder hinauf nach Dana zu bringen zu unserem Startpunkt für die nächste Wanderung. Vor dem Loslaufen schauen wir uns noch eine Kunstgewerbewerkstatt neben dem Hotel an, wo Dinge aus Ziegenleder hergestellt werden, z.B. Bilderrahmen oder kleine Taschen. Nebenan gerben Frauen das Leder, was nach schwerer Arbeit aussieht. Besonderes Werkzeug sehen wir nirgends. Das meiste wird mit den Händen oder mit einfachsten Hilfsmitteln erledigt.

Am Bus angekommen verladen wir das Gepäck (welches mit dem Pickup bis hierher kam) und fahren ca. 2,5 Std. nach Dana hinauf und noch ein Stück weiter. Unser Polizist, der uns bis hierher begleitet hat, verlässt uns wieder. Wir haben nicht viel von ihm mitbekommen, denn entweder schwieg er oder er telefonierte abwechselnd mit seinen beiden Handys.

An einer Landstraßenkreuzung mit einem Feldweg mitten im Nirgendwo, etwa auf 1250 m Höhe steigen wir aus und treffen unseren Koch und den Eselbesitzer Suleiman, der uns die nächsten Tage mit seinem netten Esel Jack begleiten wird. Außerdem nehmen wir unsere heutigen Lunchpakete in Empfang. Wir wandern etwa. 3 Std. bergab, oft weglos querfeldein über riesige Geröllfelder hinunter in eine Schlucht. Das Laufen ist teilweise schwierig und man muss ständig hochkonzentriert sein. Von dort wieder ein Stück hinauf bis zu unserem Zeltlager in schöner Lage in etwa 750 m Höhe. Es ist windig. Etwas störend ist am Zeltlager, dass überall viele etwa faustgroße Steine verstreut liegen und man ständig stolpert. Wir befinden uns inmitten eines riesigen Geröllfelds. Nach dem Eintreffen im Zeltlager etwa 16:00 Uhr richten wir uns häuslich für die Nacht ein und betreiben Körperpflege. Es gibt ja keine Dusche und auch sonst gar kein Wasser zum Waschen. Wir sind aber darauf vorbereitet und haben Feuchttücher mit, mit denen man eine grundlegende Hygiene aufrechterhalten kann. Außerdem ist es ja so, dass man in der Wüste aufgrund der sehr geringen Luftfeuchte wenig schwitzt.

Die Sonne steht schon tief und es wird bald dunkel und kalt. 18:00 Uhr gibt es Abendessen mit leckeren Salaten, Brot und Geflügel, welches auf einem speziellen Grill gebraten wurde. Dieser Grill sieht ein bisschen aus wie ein eisernes Bettgestell. Zwischen zwei aufklappbare Drahtroste wird das Fleisch geklemmt. Der Grill ist symmetrisch aufgebaut und kann entweder mit der einen Rostseite oder der anderen, gegenüberliegenden Rostseite auf das Feuer gestellt werden. Das lästige Wenden der einzelnen Fleischstücke entfällt. Ist das Fleisch fertig, wird der Grill aufgeklappt und alles vom Rost genommen. Praktisch! Wir schwatzen am Lagerfeuer im großen, nach einer Seite offenen Beduinenzelt und beobachten die Sterne. Gegen 21:00 Uhr gehen wir ins Bett. Die Luft ist kühl, aber nicht kalt. Ich schätze, es sind etwa 10° C. Aber der Wind nimmt zu.

Insgesamt waren wir heute etwa 2,5 h + 3 h inkl. Pausen unterwegs, haben dabei (geschätzt) 10 km + 9 km Strecke zurückgelegt und haben ca. 500 Höhenmeter abwärts bewältigt.

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Auf Wanderschaft
Große Geröllfelder
Kurz vor dem Ziel im Abendlicht
Unser erstes Zeltcamp in schöner Lage