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Ecuador 2002 / 2003 - Tag 10

Fahrt in den Regenwald

Eigentlich wollten wir ganz früh, noch vor dem Frühstück, in die heißen Schwefelquellen steigen, wo doch ein solches Bad direkt vor dem Hotel war, und etwas für unsere Gesundheit tun, aber es wurde dann doch nichts daraus.

Nach dem Frühstück war Abfahrt in den Regenwald, es liegen heute eine ziemlich lange Strecke und auch ziemlich viele Höhenmeter vor uns, bevor wir am Ziel sind, der Regenwald-Lodge "El Jardin Aleman", was übersetzt "Der deutsche Garten" heißt, weil die Lodge einen deutschen Chef hat, und in der Nähe von Puerto Misahualli liegt.

Auf dem Weg dorthin machen wir an einem großen Wasserfall Halt, zu dem wir ein Stück wandern. Der Weg ist wunderschön, viele Pflanzen, die man in Europa nur in Blumentöpfen sieht, wachsen am Wegrand. Der Wasserfall dann ist zwar ganz nett, aber nicht wirklich riesig. Wir gehen noch über eine schwankende Hängebrücke, um ihn noch etwas besser sehen zu können. Auf der Brücke dürfen nur maximal 3 Leute stehen, so geht es nur schubweise. Der Rückweg, es geht ziemlich aufwärts, lässt uns wieder schwitzen, aber danach müssen wir ja nur im Bus sitzen.

Mittags halten wir an einem Restaurant an der Straße, gegenüber ist ein Laden mit Balsa-Holz-Souvenirs, wo alle kräftig einkaufen. Das Holz ist knallbunt bemalt, es gibt teilweise wirklich schöne Dinge. Sogar ich kaufe etwas, ein paar Party-Buffet-Spießchen, völlig überteuert, aber schön.

Die Fahrt geht noch lang, fast nur über Schotterpisten, manchmal regnet es und es ist gleichzeitig sehr heiß. Überall an der Straße wird viel gebaut, oft Brücken erneuert oder neuer Schotter aufgetragen. Wir halten noch ein, zweimal an Getränkeständen, bis wir endlich in der Lodge ankommen. Dort ist es noch paradiesischer als in der "Hacienda Manteles", ein wunderschöner, riesiger Garten um die Häuser mit den Zimmern. Der Esstisch ist nur überdacht, ringsum freie Sicht auf die Natur. Es gibt eine Bar und Billardtische.

Nach dem Einzug ins Zimmer fotografiere ich ein paar Blumen, aber es ist zu dunkel für gute Bilder. Dann runter an den Fluss, die Lodge liegt direkt am "Rio Misahualli", einem Zufluss des "Rio Napo", der wiederum einer der Hauptzuflüsse zum Amazonas ist. Im Fluss kann man baden, das Ufer ist entweder Strand oder aber rundlich ausgewaschener Basalt, indem sich kleine Mulden bilden von Steinen, die sich dort fangen und vom vorbeiströmenden Wasser im Kreis gewirbelt werden und dadurch die Mulden kreisrund schleifen.

Nach dem hervorragenden Abendessen spielen wir noch Billard bis die Bar schließt, es macht sehr viel Spaß und dazu bekomme ich meinen ersten Gin Tonic in Ecuador, weil anscheinend Tonic ein rares Gut ist. Denn Gin gibt es überall. Dafür ist der Preis gepfeffert, US$ 6 für ein Glas ist fast schon mitteleuropäisch.

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Die Hängebrücke am Wasserfall
Im Jardin Aleman