Position: Home > Photo > Ecuador 2002/2003 > Tag 9

Ecuador 2002 / 2003 - Tag 9

Hacienda Manteles, Baños

Beim Frühstück können wir durch das Fenster des Frühstücksraums Kolibris beobachten, denn direkt vor dem Fenster hängt eine Spezialtränke für diese Vögel mit Zuckerwasser, was sie aus kleinen Löchern in der Tränke wie aus einer Blüte heraussaugen. Es ist sehr spannend, denn die Kolibris sind sehr schnell und scheu und wunderschön.

Am Vormittag wandern wir durch das Tal nahe der "Hacienda Manteles", wir sehen viele Maisfelder und Baumtomatenfelder, aber auch große Gewächshäuser. Am Mais lassen die Bauern manchmal gleichzeitig Stangenbohnen hochranken, um Pfähle zu sparen. Aber der Mais wird dann nicht ganz so groß wie ohne Bohne. In den Felder vergnügen sich teilweise Schweine und Kühe, was der unglaublichen Reichhaltigkeit an Gewächsen und Fruchtbarkeit aber keinen Abbruch tut. Wirklich paradiesisch.

Danach geht es mit dem Bus nach Baños, einem Touristenort in einem Tal mit heißen Schwefelquellen. Wir essen im Hotel "Sangay" zu Mittag, das Essen ist nicht wirklich gut, nur der Nachtisch, eine Maracuja-Creme, ist toll.
Nach dem Mittagessen checken wir ins Hotel ein, Benno lädt die Unentwegten zu einer Wanderung auf die Hügelkette um den Ort ein und mir geht es wieder so gut, dass ich mitgehe. 370 Höhenmeter in ca. 1 Stunde in tropischem Klima treiben uns aber allen Schweiß aus den Poren, den wir übrig haben. Völlig erschöpft sehen wir über dem Ort ein tolles Schweizer Hotel, ein beliebter Tagungsort und von der anderen Seite des Berges mit dem Auto erreichbar. Weiter gehen wir leicht abwärts zu einer großen Statue der Jungfrau Maria und von dort auf sehr vielen steilen Stufen wieder abwärts in den Ort.
Über dem Ort thront noch der Tungurahua, ein noch aktiver Vulkan, auch über 5000 m hoch, der ständig eine Dampfwolke ausstößt. Das ist gut, denn dadurch wird der Druck langsam abgelassen. Ein Alarmzeichen für einen Ausbruch wäre ein Ausbleiben dieser Wolke, da sich dann der Druck im Berg staut. Von uns wurde der Berg natürlich wieder umgetauft in "Tohuwabohu", unglaublich eigentlich. Den Berg darf man aber nicht mehr besteigen, wegen seiner Aktivität, nur bis zur ersten Berghütte ist das Wandern erlaubt.

Wir machen noch eine kleine Ortsbesichtigung, es gibt sehr viele Souvenirläden mit teilweise sehr schicken, aber auch sehr teuren Dingen. Nach dem Abendessen im Hotel machen wir eine Tour durch den Ort zu einem Lokal, wo sogenannte "Folklore progressiva" live gespielt werden soll, also etwas modernere Folklore-Musik. Aber es wurde nichts, stattdessen gab es leckere Cocktails mit sehr viel Alkohol. Dann sahen wir noch das "Hardrock Cafe" von Baños, natürlich eine Fälschung, mit US$ 2 Eintritt und Techno-Musik... Dafür finden wir eine nette Bar nebenan und ich auch noch ein Internet-Cafe, wo ich noch mal ein paar e-Mails loswerde und mein Postfach entrümpeln kann.

Zum vorigen Tag Zurück zur Übersicht Zum nächsten Tag
Die Hacienda Manteles
Und am Fenster eine Kolibri-Tränke
Das Tal nahe der Hacienda Manteles
Der Tungurahua bei Banos
Banos von oben
Wilde Gestalten werben für einen Maskenumzug