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Ecuador 2002 / 2003 - Tag 5

Wanderung zum ersten Zeltlager

Die Nacht in der Bahnstation war kalt, aber gut, obwohl meine Erkältung schlimmer wird. Es gibt sogar einen Heißwasserboiler, dem ich etwas warmes Wasser zum Zähneputzen entringen kann. Danach fotografiere ich etwas im Morgenlicht in der Hoffnung auf Erfolg, weil das Licht einfach phantastisch ist. Aber die Ergebnisse sind nicht so berauschend, weil der Film nicht empfindlich genug ist.

Bald nach dem Frühstück geht es los zum ersten Zeltlager in ca. 4100 m Höhe.
Vorher packen wir unsere Sachen, einiges haben wir im Bus zurücklassen können für die Zeit nach den Anden. Was wir hier nicht brauchen, müssen auch die Pferde nicht schleppen, die alles für unsere beiden Zeltlager transportieren.

Wir wandern im Abraspungu-Tal erst über Wirtschaftswege vorbei an Feldern und Viehkoppeln, alles ist sehr ordentlich und sauber und kein Unkraut ist zu sehen. Am Wegesrand spinnen die Frauen Lamawolle oder warten mit Eimern voller Milch auf den Milchwagen. Wir sehen wirklich echte Cowboys, die Kühe in Wild-West-Manier aus einer Koppel treiben und allerlei andere interessante Dinge. Genug Zeit dazu haben wir, denn wir wandern im absoluten Schneckentempo wegen der großen Höhe und den ca. 400 Höhenmetern, die wir heute zurücklegen müssen.

Später wird der Weg beschwerlicher und kaum noch erkennbar, dazu wird es richtig steil und wir machen mehr Pausen, als wir uns bewegen. Ca. 14:00 Uhr finden wir das Lager, es ist absolut malerisch gelegen. Wir beziehen unsere Zelte, die schon fertig aufgebaut sind, die Küche ist in Betrieb und bald gibt es Tee und Kuchen, der ebenso phantastisch ist. Eine Art Früchtekuchen, extrem saftig und gut und nicht so süß.

Gegen 18:00 Uhr Ortszeit und damit zu Mitternacht deutscher Zeit feiern wir Silvester, weil wir am nächsten Tag früh aufstehen müssen und doch alle sehr müde und kaputt sind. Für alle eine Premiere, Silvester bei Tageslicht! Es gibt Sekt und Wunderkerzen, aber es kommt doch keine richtige Silvesterstimmung auf. Nach dem Abendessen, was wieder allerköstlichst ist, fallen wir alle in unsere Zelte.

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Chimborazo und Caihuairazo im Megapanorama
Am Morgen an der Bahnstation Urbina
Die Bahnstation Urbina (3604m)
Der Hahn der Bahnstation
Auf geht's in die Berge entlang der alten Gleise
Viehtrieb in den Anden
Gipfelstürmer, im Hintergrund der Chimborazo
Ankunft im Lager auf 4100m
Silvester bei Tageslicht