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Ecuador 2002 / 2003 - Tag 3

Marktbesichtigung in Sonoquil, Wanderung am Pasochoa-Krater

Nach einem netten Frühstück, was typisch ecuadorianisch nur aus Weißbrot, Butter und Marmelade und ein paar Früchten bestand, machen wir uns nach Pasochoa auf, einem ehemaligen Vulkankrater, der aber kaum als solcher erkennbar ist und wo man gut wandern kann.
Auf dem Weg machen wir mehrmals Station, einmal an einer schönen Aussichtsstelle über Quito, dann bei der örtlichen Agentur "Campus Trekking", die alles organisiert, wir sehen ein herrliches Anwesen in der Nähe von Quito und die niederländische Chefin, die uns begrüßt.
Dann noch eine Station auf dem dörflichen Markt von Sonoquil, der wirklich einen Besuch wert ist. Überall frische Früchte, alles sehr sauber und ordentlich, die Qualität der Waren ist erstaunlich gut. Es gibt z.B. geschälte Knoblauchzehen oder geputzte Zwiebeln, frisch gemahlenes Mehl und Rosen. Aber es gibt auch frisches Spanferkel, eine Spezialität in Ecuador, am Straßenrand stehen sie zu Dutzenden aufgereiht im ganzen Stück, mit Kartoffeln und Kochbananen, auf den Pickups daneben liegt schon (lebend) der Nachschub, etwas makaber das Ganze und nichts für Vegetarier.
Auf dem Markt werden einigen von uns im Gehen die Hosenbeine mit Rasierklingen aufgeschlitzt, um an evtl. Inhalte der Oberschenkeltaschen unserer Trekkinghosen zu gelangen. Teilweise geht der Schnitt bis auf die Haut. Die Standbesitzer alarmieren sofort die Polizei, ohne uns etwas zu sagen, sodass wir am Ende überrascht sind, als uns Polizisten ansprechen und sagen, dass sie bescheid wüssten und sich um die Diebe ohne Beute kümmern.

In Pasochoa angekommen, wandern wir in einem dichten Nebelwald auf schmalen Pfaden aufwärts, der Wald besteht fast ausschließlich aus Bambus, darauf Bromelien, die teilweise sogar blühen. Es ist teilweise sehr steil, die Ersten kommen schon ins Japsen, denn wir sind immerhin schon 3200 m hoch.
Dann fängt es auch noch an zu regnen und als es stärker wird, brechen wir den Aufstieg ab und kommen irgendwann klitschnass wieder am Bus an. Kaum trockner, kommen wir gegen 16:30 Uhr ins Hotel zurück und hängen erst mal alles zum Trocknen auf, denn morgen geht es ja in die Anden.
Auf dem Heimweg nimmt auch noch unser Bus Schaden, als wir auf einer schmalen Straße beim Vorbeirangieren an einen LKW stoßen und dabei zwei Seitenscheiben eingedrückt werden.

Am Abend gehen wir alleine essen, denn Benno übernachtet bei seiner Familie in der Nähe von Quito. Aber da Sonntag ist, sind die meisten Restaurants in Quito geschlossen. In der Not landen wir in einer Pizzeria, wo sich die Belegschaft über unseren Besuch freut und uns nach kurzer Zeit 16 frische Pizzen kredenzt, die teilweise nicht schlecht sind.

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Quito - Schaut auf diese Stadt!
Markt in Sonoquil - Mangozeit
Markt in Sonoquil
Wanderung beim Pasochoa