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Ecuador 2002 / 2003 - Tag 2

Reisetag Amsterdam-Bonaire-Guayaquil-Quito

Nachts im Flugzeug gelingt es mir sogar, etwas zu schlafen, ich träume dabei verrückte Dinge und auch welche, die mich danach noch etwas beschäftigen. Eigentlich ist es ja selten, dass man sich an Träume erinnern kann, aber diesmal klappte es. Und mir fallen meine Pläne bzw. das, was ich mir für das nächste Jahr vorgenommen habe, ein und ich frage mich, wie viel ich davon wohl schaffen kann.

Bei der Zwischenlandung auf Bonaire am frühen Morgen Ortszeit dürfen wir kurz aussteigen, schwülwarme Karibikluft schlägt uns entgegen, eine Wohltat nach der trockenen Air-Condition-Luft im Flugzeug. Ich bin etwas müde, obwohl ich kurz vor der Landung schon gut mit meiner Nachbarin ins Gespräch kam. Wir radebrechen beide auf Englisch, aber wir verstehen uns gut. Sie steigt in Guayaquil aus und war seit 12 Jahren nicht mehr in Ecuador, weil sie in Belgien wohnt. Einige Zeit vor der Landung in Guayaquil kommt noch eine andere Ecuadorianerin zu meiner Nachbarin, auch mit ihr komme ich ins Gespräch, wobei zu Tage tritt, dass sie deutsch mit schweizerischem Dialekt spricht und in Basel wohnt. Eine echte Überraschung! Sie warnt mich noch vor den Dieben in Ecuador, dann steigt auch sie in Guayaquil aus.

Dort werde ich mit einigen anderen in die leere Business Class umquartiert, weil die Sitzordnung für die Zusteigenden umorganisiert wird. Ich bin sehr froh, denn dort ist so viel Platz! Da kann man sich dran gewöhnen, auch wenn die Kosten eigentlich wirklich nicht von schlechten Eltern sind. Doch diesmal braucht mich das nicht zu interessieren. Wir kriegen noch mal etwas zu trinken in echten Gläsern.

In Quito, wo wir gegen Mittag Ortszeit ankommen, warte ich mit einigen anderen sehr lange auf das Gepäck, weil das Förderband ständig blockiert ist und stehen bleibt. Doch endlich ist es da, unser Reiseleiter Benno begrüßt uns und wir können ins Hotel fahren. Der Bus (nach meiner Afrika-Reise achte ich auf sowas ein wenig genauer) ist gut, sehr bequem und durch uns nicht voll besetzt.
Im Hotel "Charles Darwin", was sehr schön und gemütlich ist, haben wir eine halbe Stunde Zeit zum Duschen, dann geht es zur Stadtbesichtigung.

Der Stadtrundgang ist sehr interessant und wir haben gutes Wetter bei ca. 20 Grad, Benno erzählt gut und macht auch insgesamt einen guten Eindruck. Wir sehen unglaublich prachtvolle Kirchen der spanischen Eroberer, strotzend vor Inka-Gold. Darin aber auch viele sehr gläubige Menschen, ich traue mich nicht zu fotografieren und lasse ihnen ihre Ruhe. Wir sehen u.a. Rosenverkäufer, denn Ecuador ist einer der größten Rosen-Exporteure der Welt, die Blüten sind wirklich toll und riesig. Und so preiswert, ein ganzer, großer Strauß kostet um US$ 1.

Danach essen wir in einem kleinen Restaurant, fast alle essen die Spezialität des Hauses, riesige Fleischspieße und ich probiere dazu einen der ecuadorianischen Säfte, die mich noch öfter in Verzückung versetzen werden. Allesamt ganz frisch und sehr fruchtig. Eigentlich ist es das Mittagessen, für uns jedoch dank Zeitverschiebung (+6 Stunden) das Abendessen, alle sind nah am Verhungern und todmüde.

Im Hotel gibt es noch eine erste allgemeine Tourbesprechung mit allen möglichen Tipps und Tricks und einen Willkommenstrunk, eine Art Glühwein, allerdings aus Fruchtsaft, schwarzem Tee, Zucker, Zuckerrohrschnaps und Zimt mit Namen ..., wirklich sehr lecker. Danach gibt es noch eine kleinere Runde mit einheimischen Bier, in Flaschen mit 587 ml, was auch noch "Pilsener" heißt. Es ist eigentlich recht gut, mir aber nicht herb genug, deshalb lasse ich es.

Auf dem Weg in mein Zimmer treffe ich noch zwei Niederländer, die gerade einen Hotelangestellten fragen, wie es denn mit Internet sei. Er geleitet sie in den Keller an einen PC, ich gleich hinterher. Nach einigem Hin und Her und Telefonaten und meiner Hilfe bei der Eingabe des Passwortes für das DFÜ-Netzwerk läuft es und wir brauchen nichts zu bezahlen! Ich schreibe an einem ziemlich modernen HP-PC mit einem spanischen Windows XP (wo ist bloß die OK-Taste?!) ein paar e-Mails und schlafe völlig erschlagen ein.

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KLM MD11 - Start in Amsterdam Schiphol
Denkmal auf einem Hügel bei Quito