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Kuba 2013/2014 - Tag 12

Wanderung „Alto de Naranjo“ - „Aguada de Joaquin“

Wir stehen sehr früh auf uns packen unsere Sachen so, dass alles für die Bergtour mit Hüttenübernachtung bereit ist, einschließlich Schlafsack. Danach das Hauptgepäck zum Bus, das sehen wir erst im nachfolgenden Strandhotel wieder.

Danach zum Frühstück, was nicht besser ist als das Abendbrot. Am besten ist noch die Portion Rührei, ohne Möglichkeit der Nachbestellung. Abgezählte Bananen auf dem Tisch, auch nicht mehr verfügbar.

7:00 Uhr fahren wir mit 3 kleinen Allradjeeps (Suzuki Jimny) extrem steil die Berge hinauf zum Startpunkt „Alto de Naranjo“ unserer Wanderung. Jeder Höhenmeter per Auto ist uns lieb! Die Autos schaffen den Anstieg vollbesetzt nur mit höchsten Umdrehungen.

Ca. 8:30 Uhr laufen wir auf einer Höhe von ca. 900 m los, in den Wald hinein und einem gut gepflegten Pfad mit Treppenstufen aus Holzstämmen und teilweise Geländern los. Es ist schattig und noch kühl, sodass das Bewegen ungewohnt schwitzarm verläuft. Der Weg ist sehr schön, mit toller unberührter Natur ringsum. Aber der Weg ist auch teils extrem steil und beschwerlich. Wir wandern immer entlang eines Bergkammes und der Aufstieg wird immer wieder durch viele kleinere Abstiege unterbrochen, sodass wir auch heute recht viele Höhenmeter zurücklegen werden.

Es gibt zusätzlich noch einen Pfad für die Maultiere, der unseren Weg mehrfach kreuzt. Denn Maultiere sind die einzige Versorgungsmöglichkeit der Hütte, zu der wir wollen!

Gegen 13:00 Uhr sind wir bei der Hütte „Aguada de Joaquin“ auf 1.364 m Höhe angelangt. Wir beziehen unsere Schlafräume und ruhen uns aus. Die Sonne scheint und wir hängen unsere Klamotten zum Trocknen auf.

Mit Pausen waren wir ca. 4,5 Stunden unterwegs und haben dabei ca. 800 Höhenmeter aufwärts und ca. 400 Höhenmeter abwärts auf einer Strecke von ca. 8,5 km zurückgelegt.

Wir schauen uns um und sehen einen vorbereiteten Duschtrakt(!) mit Wasserleitung, aber ohne Wasser. Wasser wird noch von einer Stelle unterhalb mit Eimern herbeigeschafft und in einem großen Fass gespeichert. Wir erhalten trotzdem etwas zum Waschen inkl. Handtuch(!) und Seife. Jeder darf einen halben Eimer mit einem Schöpfbecher verwenden, z.B. in einer kleinen Kammer zum Waschen. Das Begießen kenne ich ja noch aus Kambodscha, aber hier ist alles etwas kälter… Es tut dennoch gut und man fühlt sich danach fast wie neugeboren.

Es gibt hier zwar kein bzw. wenig Wasser, aber eine vollwertige Solaranlage mit Pufferbatterie! Mehrere große Panel stehen außen, in der Hütte dann ein Wechselrichter und eine ganze Anzahl von zusammengeschalteten Batterien. Alles amerikanische Geräte und nicht etwa aus China, wie sonst einige neuere technische Gerätschaften oder Fahrzeuge wie z.B. unser Bus oder anderes, was wir auf unserer Reise sahen. Wie das wohl hierherkommt? Vermutlich über Regierungskanäle. Anders ist das kaum vorstellbar. Und alles auf den Rücken von Maultieren hierher…

Platz ist in den Schlafräumen für etwas über 20 Leute in Doppelstockbetten. Die Betten haben Holzpritschen und Matratzen aus Schaumstoff oder Federkern, wobei die Federkernmatratzen sehr uneben und hart sind. Man kann gut schlafen, wenn man nicht gerade einen lauten Schnarcher in der Hütte hat.

Leider ist unser Mittagessen verspätet, weil der Maultiertransport noch nicht da ist. Er kommt aber bald und so genießen wir 15:30 Uhr ein wunderbares Essen mit Reis, Omeletts und ausreichend Bananen! Danach spielen wir ein wenig Domino und schwatzen bis zum Abendessen.

Zu Abend gibt es wieder sehr guten Reis, Schweinefleisch, Weißkrautsalat mit Kräutern und gebratene Süße Bananen. Wir sind sehr zufrieden und applaudieren dem Koch! Denn er hat hier nicht sehr viele Möglichkeiten.

Wir spielen noch etwas Domino und gehen früh zu Bett. Denn morgen ist der anstrengendste Tag der Reise!

Der Koch bereitet aus Guavenblättern einen Tee für die besonders Magengeschwächten. Er ist sehr bitter und nur wenige Schlucke genießbar. Aber er muss helfen! Guavenblättertee ist überhaupt ein Universaltalent und man kann verschiedenste Leiden damit kurieren.

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