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Kuba 2013/2014 - Tag 8

Ausflüge in die Umgebung von Santiago de Cuba

Wieder früh aufstehen, wieder 7:00 Uhr Frühstück, diesmal am endlosen 5-Sterne-Buffet. Es gibt alles. Aber die Pancakes sind schlecht und bestehen zu fast 90% aus Mehl. Ich esse Kuchen und Toast und Früchte.

8:30 Uhr geht es los mit zwei modernen Jeeps, brandneue Mietwagen, bei uns als Dacia Duster bekannt, hier als Renault unterwegs. Es geht in die Berge Richtung Osten, auf über 1.000 Höhemeter hinauf. Wir wollen einen botanischen Garten (eher eine Gärtnerei) besichtigen, dann eine alte Kaffee-Farm, die jetzt ein Museum ist und anschließend wollen wir einen großen monolithischen Felsen besteigen, den „La Gran Piedra“.

Wir spazieren bei herrlicher Luft also erst ein wenig zwischen Beeten, Bäumen und Büschen entlang und lassen uns allerlei erklären, dann weiter mit den Jeeps zum Kaffeemuseum und nochmal Spazieren und Lernen, zum Abschluss (natürlich) Kaffee trinken, welcher wieder exzellent ist, praktisch kaum bitter und trotzdem sehr stark. Man kann Kaffeebohnen auch kaufen.

Dann nochmal ein Stück fahren und am Fuße des Monolithen aussteigen und 425 Stufen nach oben auf 1.234 m Höhe steigen. Zum Glück ist es bedeckt und es scheint keine Sonne und so schwitzen wir nur mäßig. Die Souvenirhändlerin auf dem Gipfel langweilt sich und schaut genauso wie der Himmel.

Wieder unten gibt es gleich nebenan im Lokal ein Mittagessen. Ich esse Spaghetti mit Tomatensoße und viel Käse. Das sollte man in Kuba vermeiden. In Kuba haben Nudeln keine Tradition. Die Spaghetti sind viel zu weich und der Käse ist Ziegenkäse. Nicht der wahre Genuss. Zum Nachtisch gibt es gezuckerte Kokosraspeln. Halbwegs gesättigt steigen wir wieder in die Jeeps und fahren zurück in die Stadt.

Zurück zum Hotel, dort umsteigen in den Bus und noch ein kurzer Trip zu „El Cobre“, eine Wallfahrtskirche, außerhalb, diesmal westlich der Stadt. Dort ist gerade eine Hochzeit im Gange, es heiratet eine Kubanerin und ein Mexikaner. Darf die Kubanerin nun das Land Richtung Mexiko verlassen…?

Zurück im Hotel gegen 15:30 Uhr. Ich nutze die Zeit zum Schlafen und Wäschewaschen.

Gegen 19:00 Uhr in den 15. Stock des Hotels in die dortige Bar mit tollem Blick über die erleuchtete Stadt im Dunklen. Die Bar ist innen auf Kühlschranktemperatur gekühlt leer, sodass alle Gäste draußen sitzen (müssen). Dort kaum Platz. Wir trinken Piña Colada und genießen die Aussicht und schwatzen ein wenig.

Wir müssen morgen früh aufstehen und haben auch sonst einen anstrengenden Tag vor uns. Daher müssen wir auf einen weiteren Stadtgang verzichten und essen sehr gut im italienischen Restaurant in der Lobby des Hotels. Danach noch ein kleiner Spaziergang in der Nachbarschaft des Hotels, wo ein Straßenfest (natürlich zu Ehren der Revolution) stattfindet. Es geht geruhsam zu, kaum Touristen. Ein bisschen Jahrmarktstimmung, kurz vor dem Abbauen. Wir sehen wieder viele unglaublich aufgestylte Kubanerinnen, was hier vollkommen normal ist. In Deutschland würde vermutlich jemand die Polizei rufen… Überhaupt fällt uns wieder auf, wie vollkommen anders das Leben in Kuba und Deutschland ist und ich bin überzeugt, dass es ein Kubaner in Deutschland extrem schwer hätte, glücklich zu werden. Wenn es nicht sogar vollkommen unmöglich ist.

Gegen 22:45 Uhr bin ich im Bett. Wie gestern schallt aus irgendeiner Disko der Stadt die Musik laut in mein Zimmer. Aber um Mitternacht ist Ruhe.

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Im botanischen Garten auf über 1.000 Meter Höhe
Eine schön verdrehte Palme
La Gran Piedra von unten mit Wetterstation
Auf La Gran Piedra mit düsterem Himmel
In der Kirche 'El Cobre'
Auf dem Straßenfest in Santiago