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Kuba 2013/2014 - Tag 4

Cayo Saetía, Reisetag Cayo Saetía - Baracoa

In der Nacht regnet es heftig und es stürmt dazu. Erst glaube ich es nicht, aber am Morgen ist draußen alles nass.

Ich gehe pünktlich 7:00 Uhr zum Frühstück, keine Minute zu spät, denn kurz darauf geht ein heftiger Regenschauer nieder. Dazu beobachte ich ein kleineres Kreuzfahrtschiff, dass an unserem Hotel vorbei zwischen den benachbarten Inselküsten langsam vorbeifährt.

Nach dem guten Frühstück fahren wir 8:30 Uhr los zu einem öffentlichen Strand der Insel. Dort ist ein großes Restaurant, jetzt noch geschlossen. Wir richten uns etwas auf der Terrasse ein und einige gehen baden. Ich möchte eigentlich einen Reitausflug mit einigen anderen machen, den wir gestern noch buchten. Aber die Pferde fehlen noch.

Wir warten auf die Pferde, aber das Wetter wird nicht besser. Ständig gehen kräftige Schauer nieder, die sich kaum voraussagen lassen. So erwischt es mich auch auf einem Spaziergang entlang des Strands. Zum Glück trocknet alles schnell bei der Wärme. Mittags essen wir riesige und gute Käsepizzen und starten dann mit dem Bus nach Baracoa.

Wir brauchen für die 180 km rund 4,5 Stunden, denn die Straßen sind teilweise extrem schlecht. Zuerst geht es noch, aber vor allem hinter dem Industriemoloch Moa ist die Straße kaum noch als solche zu bezeichnen. Geradezu ackerartig. Moa ist eine interessante Erfahrung. Hierhin verirrt sich kaum ein Tourist. Wir sehen gruselige Industriebetriebe für die Nickelverarbeitung bzw. -aufbereitung, schlimmer als z.B. Buna/Leuna zu DDR-Zeiten. Dazwischen vergiftete, alptraumhafte Sumpflandschaften, abgestorbene Bäume. Eine neue Fabrik mit besseren Umweltstandards soll zusammen mit Kanada entstehen. Eine alptraumhafte Atmosphäre und passend dazu dunkler Himmel und den ganzen Tag über weiterer Regen. Schrecklich enge Arbeitersiedlungen in mehrstöckigen Wohnblöcken. Die Wohnungen, d.h. Fenster, Türen, Balkone sind bis zum dritten Geschoss hin komplett vergittert, wegen großer Diebstahlgefahr. Man lebt wie im Gefängnis. Ähnliche Gitter sehen wir überall auf unserer Reise, aber nie so massiv wie in Moa. An der Straße flammende Propagandasprüche. Mein Favorit: "Socialismo o muerte", also "Sozialismus oder Tod". In diesem Umfeld hier ist das die Frage.

Ich veröffentliche dazu keine Fotos, weil Fotografieren in Moa streng verboten ist, wegen „Industriespionage“.

Gegen 18:00 Uhr kommen wir in Baracoa im Hotel Porto Santo an, eine riesige Anlage, natürlich im Besitz von Gaviota. Insgesamt alles sehr mittelmäßig und abgewohnt. Vor allem gibt es im Hotel keine ordentliche Bar (die Poolbar ist schrecklich) und auch kein Billard (Tisch ist vorhanden, aber unbrauchbar). Das Hotel treibt einen praktisch in die Innenstadt, wofür man aber ein Taxi braucht.

Wir essen gegen 19:00 Uhr, es gibt ein Buffet. Wir bleiben heute im Hotel und quatschen bis 22:00 Uhr am Tisch, danach ins Bett.

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Haus Nr. 12 der Villa Cayo Saetía
Im Inneren von Nr. 12 der Villa Cayo Saetía
Am Strand der Insel Cayo Saetía, noch Sonnenschein
Am Strand der Insel Cayo Saetía, der Regen kommt!
Regenwetter während der langen Busfahrt