Costa Rica und Panama 2005/2006 - Tag 14

Fahrt und Bootsfahrt nach Bocas del Torro, Faulenzen

Wir checken früh aus unserem tollen Hotel aus und essen in einem halboffenen Pavillon Frühstück. Meine am Abend gewaschenen Sachen sind auch alle trocken geworden.

Anschließend fahren wir ca. 4 Stunden lang in Richtung Atlantikküste. Die Strecke ist sehr schön und interessant, die Straßen stets sehr gut. Erst geht es hoch in die Berge der Cordillera de Talamanca und anschließend auf Meereshöhe entlang der Atlantikküste nach Almirante. Auf der Bergabfahrt schrillt plötzlich der Alarm für den Bremsflüssigkeitsstand, der Fahrer lacht. Auf einer Rast schauen wir auch mal nach den Reifen des Busses, die alle die gleiche Qualität haben – sie sind nahezu profilfrei.

An einem letzten Halt kurz vor dem Ziel kauft der Fahrer dann doch noch Bremsflüssigkeit an einer Tankstelle (schließlich will er heil nach Hause kommen).

Wir kommen schließlich an einer Bootsanlegestelle an, Almirante ist noch um Größenordnungen verkommener als Puerto Jiménez, und wollen hier eigentlich möglichst bald wieder weg.

Das Boot liegt schon am Steg, vor uns werden aber erst mal ein Dutzend Kisten mit Alkohol aller Art eingeladen. Dann steigen wir ein und los geht es zur Insel Colón. Das Boot ist etwas für 15 Leute ausreichend, aber grotesk übermotorisiert. Satte 200 PS eines Außenborders treiben uns in einem Affenzahn übers Wasser, das Boot schlägt sehr hart auf, wir sind zu schnell...

Nach etwa 30 Minuten legen wir in Bocas del Toro an und checken im italienisch geführten Hotel "Swan's Cay" ein. Wegen immenser Expansion ist es auf drei, nicht nebeneinander liegenden Grundstücken verteilt. Das Hauptgebäude, ein Nebengebäude sowie der Pool. Wir wohnen im Nebengebäude. Bei der Besichtigung des Pools vergeht uns nicht nur wegen dem Gesperrt-Schild die Lust. Auch der Ort an sich, die Straßen etc. ist nicht sooo toll. Der Ort besteht praktisch nur aus Hotels, Restaurants und Supermärkten, die teils 24 Stunden geöffnet haben, wie wir am Nachmittag während eines Spaziergangs entlang der Hauptstraße feststellen. Wir essen Pizza in einem Schnellrestaurant und kehren im "El Limbo" direkt am Wasser ein, denn es ist gerade Happy Hour. Leider ist für den heutigen Silvester-Abend alles ausgebucht und wir haben noch nichts, wo wir gemütlich sitzen können. Auch hier hat das örtliche Reiseunternehmen kläglich versagt. Denn ohne Reservierung Tage zuvor ist in Bocas del Toro zu Silvester nichts mehr zu haben.

Wir entscheiden uns am Abend für das Nachbarrestaurant des "El Limbo", obwohl uns gesagt wird, dass die Küche erst für die Gäste mit Reservierung kocht und dann für uns. An unseren Plastiktischen mit ebensolchen Stühlen gibt es auch kein Licht, sodass das Lesen der Speisekarte auch nicht so einfach ist.

Nach dem Essen spazieren wir durch die Stadt und suchen eine nette Bleibe, finden aber nichts. Einige Restaurants sind schon 22:00 Uhr geschlossen, der Rest überfüllt. Wir kaufen also im Supermarkt Getränke in Büchsen und stellen uns an einen Bootssteg von dem wir das schöne Feuerwerk über dem Wasser beobachten können. Um Mitternacht stoßen wir mit unseren Büchsen an und versuchen, das Beste aus dem Abend zu machen. Noch ein kaltes Bier in einer Straßenkneipe zum Abschluss und dann auch ins Bett.

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Unser gelber Bus
Der Fahrerplatz in gelbem Plüsch
Hier kommen unsere Bananen
Waterworld gibt es also doch!