Costa Rica und Panama 2005/2006 - Tag 11

Regenwaldwanderung entlang des Strandes

Am morgen brechen wir zu einer Wanderung am Rande des Corcovado Nationalparks auf, wir wandern immer parallel des Strandes, jedoch im Wald etwas weiter landeinwärts. So sehen wir viel von der Natur, tolle Blüten, Schmetterlinge, ein Eichhörnchen, eine große Nasenbärenhorde und große Einsiedlerkrebse, die aus irgendeinem Grunde auf Pflanzen zwischen den Blättern sitzen. Das sind sehr lustige Gesellen, die auch recht kampfeslustig sind. Obwohl der Weg nicht sehr anstrengend ist, schwitzen wir enorm.

Am Parkeingang zahlt unserer Reiseleiter das Eintrittsgeld für uns, Gelegenheit für uns zu beobachten, was die Parkwächter so treiben. Sie sitzen vor dem Fernseher und schauen Eishockey! In Costa Rica!

Auf dem Weg kommen wir wieder nicht ums Schuheausziehen drumherum, weil wir einen ins Meer mündenden Bach überqueren müssen. Der Bach ist recht tief und hat eine ordentliche Strömung, sodass das Waten gar nicht so einfach ist.

Mittagspause ist am Strand mit Picknickpaketen vom Hotel. Ich beobachte dabei die vielen Einsiedlerkrebse am Strand, die in vielen verschiedenen Schneckenhäusern wohnen und sich sehr oft streiten. Ich lege einen Apfelrest dazu, der sofort von Dutzenden Krebsen erobert wird. Mit ihren kleinen Scheren schneiden sie winzige Stücke vom Fruchtfleisch ab und fressen sie. Einen Krebs muss ich aus einer Picknickbox befreien, in die er aus Neugier kletterte und nicht mehr raus fand.

Am Strand weiter weg streiten sich eine Horde Nasenbären und eine Horde Affen um einen Feigenbaum, die Nasenbären gewinnen am Ende knapp.

Wieder zurück an der Lodge legen wir uns in Liegestühle und faulenzen in der Sonne, ich stelle mich vorsichtig in die Meeresbrandung und erfrische mich ein wenig. Das Meer ist hier zwar sehr schön, aber auch recht gefährlich wegen a) Haien, b) einer ablandigen Strömung und c) einer nahe am Strand befindlichen Stufe unter Wasser, aber der es stark abwärts geht. Wegen der starken Brandung kann man eh nicht schwimmen. Deswegen sind auch wenige Leute am Strand.

Abends ist das Essen wieder sehr lecker. Danach in die Bar bis dort (und bei uns) das Licht aus geht. Ich schaffe es gerade noch ab 17:00 Uhr, mein Kamera-Akku aufzuladen. Außerdem verabschieden wir unseren netten Reiseleiter Lars mit viel Trinkgeld, denn er verlässt uns morgen, wenn wir über die Grenze nach Panama verschwinden.

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Pelikane
Ein Einsiedlerkrebs
Ein Schmetterling
Einsiedlerkrebse und mein Apfel
Die Bar des Corcovado Tent Camp