Costa Rica und Panama 2005/2006 - Tag 6

Fahrt nach Dominical, Wanderung zu den Nauyaca-Wasserfällen

Wieder früh aufstehen, es gibt 7:00 Uhr Frühstück, 8:00 Uhr fahren wir mit dem Bus zum Startpunkt unserer nächsten Wanderung zum "Nauyaca"-Wasserfall. Die Straßen sind wie immer schlecht, aber die heutige Strecke hat es besonders in sich. Vorbei am "Bumpy Road Cafe" geht es später auch durch eine Furt, weil die letzten Regenfälle die eigentlich vorhandene Brücke beschädigten. Nun fährt alles, vom normalen PKW, über Busse und auch große Trucks durch diese Furt. Oft gibt es mitten auf der Landstraße Stau, weil alle an einem oder mehreren riesigen Schlaglöchern stoppen müssen.

Wir wandern erst von der Straße steil bergab mit dem Wissen, später wieder da hoch zu müssen. Dann geht es gerade, aber es ist stets sehr matschig. Den Weg zum Wasserfall bewältigen die meisten Gruppen (Weicheier eben) zu Pferde, wir aber zu Fuß. Unterwegs treffen wir auf eine riesige Caterpillar-Planierraupe, die aus unserem schmalen Pferdeweg einen breiten Fahrweg walzt. An einer Furt, die wir barfuß durchwaten, treffen wir Pepe, einen ehemaligen Kölner Tierparkwärter, der uns in 5 Minuten seine Lebensgeschichte erzählt. Er redet wie ein Wasserfall, wir sind froh, als wir weiterkommen. Seine Einladung, auf dem Rückweg beim ihm einzukehren, werden wir wohl nicht annehmen. Auch er wusste dass auch schon vorher, und sagte uns schon: "Aber Ihr kommt ja eh nicht."

Endlich am Wasserfall nach einem letzten steilen Abstieg sind wir völlig nassgeschwitzt, aber zufrieden. Einige Mutige baden im kleinen See davor, wobei allerdings schwierig ist, hineinzukommen, weil die Steine herum extrem glitschig sind. Wir pausieren, machen Picknick und dabei einige Fotos. Auf dem Rückweg treffen wir an der Furt Pepe nicht noch einmal, dafür aber eine Gruppe Amerikaner, die den Weg vom und zum Wasserfall ritten. Die Amis machen gerade an einer speziellen Pferde-Kneipe Rast (schnöde Wanderer dürfen da nicht rein!), der Gastgeber führt uns aber bereitwillig seine zahmen Aras vor, die sehr lustig und auch so extrem bunt sind, dass man bei dieser übertriebenen Farbigkeit unwillkürlich an Plastikspielzeug denken muss.

Der letzte Teil des Weges geht sehr steil bergauf und das auch eine relativ lange Strecke, sodass wir oben an der Straße beim Bus völlig nassgeschwitzt ankommen. Wir fahren zu unserem nächsten Hotel "Villas Rio Mar" nach Dominical, was etwas abseits der Straße liegt, aber sehr schön ist.

Die Zimmer sind ein nach außen offener Wohnraum, nur das Schlafzimmer ist abschließbar. Jeweils zwei benachbarte Zimmer kann man über eine Tür miteinander verbinden. Jedenfalls sehr wohnlich.

Wir gehen nach der Anstrengung gleich zum Pool, schwimmen ein paar Runden und trinken am Poolrand ein Bier zur Entspannung. Das tut gut nach dem Schweißdrüsentraining heute. Das Abendessen ist wie immer sehr gut, diesmal esse ich vegetarisch, Reis, Gemüse und natürlich schwarze Bohnen. Beim Bier später hören wir draußen den Tropenregen prasseln, der etwas Abkühlung bringt.

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Der Nauyaca-Wasserfall
Ein Ara, bunter gehts nicht