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Chile 2004/2005 - Tag 11

Nationalpark "Torres del Paine", "Las Torres"-Spitzen

7:30 Uhr aufstehen, ich bin ziemlich müde. Was für eine Nacht...
Frühstücken, dann Aufbruch zu unserer längsten Wanderung zu den Torres-Spitzen. Erst ist wieder wie in den letzten Tagen gutes Wetter, doch je höher wir steigen, desto nasser, kälter und windiger wird es. Wir ziehen alles an, was wir haben und gehen 2 Stunden lang im Valle Ascencio bis zur "Chilenischen Hütte" ("Albergue Chileno") und machen dort vor dem Klo (alles andere ist voll) unter dem Dach eine kurze Rast. Dann gehen wir noch ca. 1 Stunde weiter und gehen erst einmal ans untere Ende des Geröllfelds vor den Torres-Spitzen, um von dort zu sehen, wie das Wetter sich weiterentwickelt. Die Gegend ist wunderschön, trotz der absolut geringen Höhe mutet alles hochalpin an. Am Geröllfeld machen wir eine Rast, woraufhin aus dem Nichts ein Bergarbeiter auftaucht, uns aus dem Wald scheucht und uns einen Baumstumpf als Sitzgelegenheit wegnimmt. Er verschwindet im Wald, wir rasten auf dem Weg weiter. Immer mal wieder kommt die Sonne hervor, dann wieder Regen und Nebel. Das Geröllfeld gefällt mir überhaupt nicht, sodass ich mit einem anderen Wandergenossen zusammen umkehre. Die anderen Hartgesottenen wandern weiter aufwärts.

Der Rückweg geht teils steil abwärts und sehr schnell sind wir wieder in der "chilenischen Hütte". Wir kehren ein und trinken etwas Heißes, danach weiter zum Refugio. Unterwegs erleben wir wieder jede erdenkliche Witterung, kurz vor dem Ziel regnet es noch einmal sehr stark. Einmal verlaufe ich mich fast, doch ein chilenischer Guide, der zufällig vorbeikommt, ruft mich zurück auf den richtigen Pfad. Wir warten im Refugio auf den Rest der Truppe, der nach und nach und auch durchnässt eintrudelt. Sie haben tatsächlich für Minuten die Torres-Spitzen gesehen, ansonsten war das Wetter auch oben weiterhin schlecht. Am Abend bemerke ich, dass ich meinen Geldbeutel in der "chilenischen Hütte" liegengelassen habe und bitte Christian, nach oben telefonieren zu lassen. Aber trotzdem bleibt der Geldbeutel unauffindbar... Es war (für chilenische Verhältnisse) relativ viel Geld darin, sodass ich im Moment über recht wenig Bargeld verfüge. Außerdem ärgere ich mich über meine Nachlässigkeit, vermutlich ließ ich das Teil auf dem Tresen liegen und jemand nahm es einfach an sich. Den ganzen Abend über verschlechtert sich das Wetter zusehens, aber es war ja auch unser letzter Tag hier. Christian sagt auch, dass wir unglaubliches Glück mit dem Wetter hatten und das jetzt im Moment nahe an den Normalzustand sonst herankommt...

Das Abendessen ist wieder sehr gut, es gibt gigantische Portionen herrlich saftigen Lachs, dazu Kartoffelbrei. Wir klönen noch bis 23:00 Uhr und fallen dann ins Bett.

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Blick zurück nach unten in die Ebene
Auf dem Weg zu den Torres-Spitzen
Rast im dunklen Wald
Am Fuße des Geröllfelds der Torres-Spitzen
Am Fuße der Torres-Spitzen
Blick ins Tal Richtung "chilenische Hütte"
Zurück im Refugio Las Torres - Sonnenuntergang