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Chile 2004/2005 - Tag 7

Reisetag Santiago - Punta Arenas - Puerto Natales

Ja, das kommt raus, wenn man auf seinen Reiseleiter hört: Tatsächlich fanden Mutige und Muntere unserer Reisegruppe heraus, dass sehr wohl was los ist an Heiligabend und zwar viel. Lustiges Straßenleben allerorten, keine Spur von wenig Betrieb. Wäre ja auch zu komisch für eine Stadt wie Santiago.

Wir stehen 4:30 Uhr auf, frühstücken und treffen dabei die 4 Neuen, die nach dem Vorprogramm noch zu unserer Gruppe stoßen und uns auf 12 Leute Stärke bringen. Unsere Busunterhaltung durch den Reiseleiter besteht wieder aus Informationen zu Tiefgaragen, Immobilienpreisen, dass wir jetzt gerade zwischen Altstadt und Neustadt wechseln und er teilt uns mit, dass wir am Flughafen Pass und Flugticket benötigen. Potzblitz! Wer hätte das gedacht!

Wir fliegen 7:20 Uhr ab, Zwischenlandung in Puerto Montt, gegen 12:00 Ankunft in Punta Arenas, wirklich SEHR weit südlich. Das Flugzeug fliegt noch weiter bis zu den Falkland-Inseln im Atlantik. Wir treffen unseren Reiseleiter Christian Moser, einen sehr netten Österreicher, der in Punta Arenas mit seiner chilenischen Frau lebt. Nach dem Umladen des Gepäcks in einen Anhänger eines Kleinbusses fahren wir etwas nordwärts nach Puerto Natales. Unterwegs besuchen wir die Pinguinkolonie am "Seno Otway", wo wir Magellanpinguine beobachten können. Auf Lattenstegen wandern wir durch diese Kolonie, die Pinguine ganz nah, sie lassen sich auch nicht durch uns stören. Nur Blitzlichtfotos sollte man vermeiden. Aber auch ohne Blitzlicht entstehen witzige Fotos der Tiere auf dem Weg vom und zum Meer. Dabei gibt es viele Hindernisse zu überwinden!

Unterwegs noch ein Stopp an einem kleinen Hotel, Pinkelpause. Gegenüber ist eines der vielen Lupinenfelder am Straßenrand, die Pflanzen wachsen dort halbwild und blühen gerade in allen Farben. Ein wunderbarer Kontrast zum Grün ringsum. Christian erklärt uns, dass die Lupinen von Kroaten eingeschleppt wurden, von denen es einmal eine größere Einwandererwelle gab. Gut gemacht!

Nach 1 Stunde bei den Pinguinen geht es weiter, insgesamt sind wir 6 Stunden unterwegs. Einchecken ins Hotel "Lady Florence Dixie", danach packen wir Sachen um für den Nationalpark "Torres del Paine", damit wir nicht alles mitschleppen müssen. Der Rest bleibt im Hotel, zu dem wir nach der Zeit im Park zurückkehren. Noch etwas einkaufen im Ort, vor allem Kekse, Bier und Wein. Vor allem Wein soll im Nationalpark sehr teuer sein. Christian reservierte schon auf der Hinfahrt Plätze in einem tollen kleinen Restaurant, zu dem wir einen Spaziergang machen. Auf dem praktisch windstillen Spaziergang warnt uns Christian schon mal, dass das doch sehr ungewöhnlich ist und wir sicherlich n den nächsten Tagen keinen Mangel an Wind haben werden (womit er Recht behalten sollte). Leider gibt es keinen Lachs, den Christian uns versprach, alles andere ist aber auch sehr lecker. Z.B. gibt es "Puro picante", das ist Kartoffelbrei mit Chili. Extrem lecker. Das Essen ist auch nicht sehr teuer, gesättigt und zufrieden nach dem lustigen und angenehmen Abend gehen wir 23:30 ins Bett. Zu unserer Verwunderung, aber eben wegen der extrem südlichen Lage, ist es zu dieser Zeit immer noch dämmrig. Nur zu weißen Nächten reicht es hier einfach nicht.

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LANExpress A320
Pinguine bei "Seno Otway"
Lupinen am Wegesrand
Bald sind wir da!