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Kambodscha 2012/2013 - Tag 5

Reisetag Chi Pat - Kampot

In der Nacht schlafe ich schlecht, obwohl das Zelt und die Matratze sehr gut waren. Überraschend wurde es aber relativ kühl, was für uns schon nach dieser kurzen Zeit in Kambodscha ungewohnt war!

Wir müssen aber sowieso früh raus, schon gegen 5:00 Uhr. Ohne Frühstück, nur mit Katzenwäsche im Dunkeln, geht es in kleine Boote, jeweils zu zweit. Wir fahren flussabwärts, das Wasser ist mit einer Nebelschicht bedeckt und die Sonne noch nicht aufgegangen. Es ist eine herrliche Stimmung, ganz still und die Bootsführer staken ganz leise den Fluss entlang. Wir versuchen Tiere zu beobachten, was uns aber nicht gelingt. Höchstens ein paar Affen in der Ferne bekommen wir zu Gesicht und ein paar Vögel. Im Boot unter mir krabbelt eine Garnele, ein Überbleibsel des gestrigen Fangs der Bootsführer. Ich rette sie und werfe sie ins Wasser, weil sie noch lebt.

Gegen 6:00 Uhr kommt das große Boot nach und wir steigen um. Es gibt Frühstück auf dem Boot, sehr leckere Nudeln mit Gemüse. Wir fahren Richtung Chi Pat zurück, jetzt mit Motorkraft. Unsere kleinen Boote hängen hinten dran und lassen sich nach Hause ziehen. Die Bootsführer wohnen verteilt in Dörfern entlang des Flusses und legen nach und nach von unserem Boot ab und verabschieden sich. Mich erinnert diese Szenerie etwas an Huckleberry Finn und das Leben am Mississippi. Alles Leben spielt sich rund um den Fluss ab.

In Chi Pat steigen wir in unseren Bus, verladen das Gepäck, die Zelte und die Matratzen aus dem Zelten. Dann geht es mit dem Bus nach Kampot im Südwesten des Landes, auch an der Küste. Mittags unterwegs wieder in dem Restaurant von vorgestern, nahe der Andoung Teuk Bridge, über den Fluss Preak Piphot.

Auf der Fahrt sehen wir das erste Mal in großem Stil Anzeichen einer technischen Modernisierung des Landes. Einerseits überqueren wir mehrmals eine neu gebaute Bahnstrecke, auf denen große Züge mit Schotter rollen, vermutlich zum Weiterbau der Strecke. Andererseits sehen wir viele neu errichtete Hochspannungsmasten (und es sind überhaupt die ersten Hochspannungsmasten, die wir im ganzen Land sehen), an denen gerade die Leitungen gespannt werden. Diese komplizierte Arbeit wird aber augenscheinlich von Ausländern erledigt, Kambodschaner sehen wir dabei nicht. Der Strom für die Leitung wird auch sehr wahrscheinlich aus dem benachbarten Vietnam kommen (die Grenze ist nur ca. 30 km entfernt), denn in Kambodscha gibt es keine großen Kraftwerke.

In Kampot besichtigen wir den lokalen Markt, sehen aber ansonsten praktisch nichts von der Stadt. Wir fahren dann zum Hotel, was wir erst im zweiten Anlauf finden. Denn Sin dachte, wir hätten ein anderes Hotel gebucht und fahren in Schrittgeschwindigkeit über sehr schlechte Wege dorthin. Danach im Schritt wieder zurück und zu unserem eigentlichen Hotel „Natural Bungalows“, welches uns dann aber positiv überrascht. Alles neu und in bestem Zustand, sehr schöne und große Zimmer mit allem Komfort. Wir stecken unsere Ladegeräte in alle verfügbaren Steckdosen und gehen zum Abendessen, nachdem wir ausgiebig duschten.

Wir essen in einem chinesischen Restaurant am Wasser, was voll besetzt ist. Das Essen ist zwar gut, aber teilweise sehr schwierig zu essen, weil oftmals Fisch und Geflügel wüst zerhackt wurden und dadurch eine Vielzahl von Splittern und anderen Teilchen das Essen zur Qual werden lassen. Teilweise müssen wir Dinge einfach stehenlassen, obwohl es sonst hervorragend schmeckt. Aber wer will mit Messer und Gabel zuerst alles sezieren, um dann winzige Bissen vorsichtigst zu probieren? Es gibt u.a. Krabben, an denen aber praktisch kaum Essbares ist. Schade drum! Für mich fatal: Nachtisch gibt es gar nicht!

Wir gehen zurück ins Hotel und trinken auf der Terrasse am Fluss noch einige sehr gute Cocktails, die der Chef selbst mixt. Selbst das Eis darin ist kein Problem. Gegen 22:00 Uhr sind wir im Bett.

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Morgens auf dem Fluss
Morgens auf dem Fluss
Morgens auf dem Fluss
Morgens auf dem Fluss
Die Sonne zeigt sich
Der Rand des Dschungels
Uferkomposition