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Azoren 2008 - Tag 7

Wanderung zur Fajã dos Vimes, Fajã de São João

9:00 Uhr Frühstück, heute gutes Wetter. Die Taxis holen uns wie gewohnt 10:30 Uhr. Auf der Fahrt nach Osten wie gestern schon ein Picknickeinkauf in Ribeira Seca.

Heute starten wir ganz ungewohnt unten in der Fajã dos Vimes. Erst geht es nochmal etwas abwärts durch Gärten, dann steil aufwärts. Es ist sehr schwül und warm und wir schwitzen gehörig. Am Wegesrand sehen wir viele blühende Amaryllis, die hier auch "Mädchen die zur Schule gehen" ("Meninas para a escola") genannt werden. Ab und zu Trinkpause, um wieder aufzufüllen. Weiter oben ist es wie gestern neblig und kühl. Wir picknicken im Nebel auf einem alten Dreschplatz, einer Betonplattform, die schön windstill ist, wenn man niedrig genug sitzt.

Wieder abwärts geht es durch Wald, Weinberge und Felder zur Fajã de São João, wo es wieder warm und trocken ist. Gleich am Ortseingang ein geschwenkter Krug: Weinprobe! Dieser Wein schmeckt ganz anders, ähnlich einem Weißherbst, also ein heller, herber Rosé. Gleich nebenan einé, welches wir sofort in Beschlag nehmen und Galhao trinken und unsere eigenen Kekse dazu essen. Wie immer ist die Qualität und das Aroma des Kaffees unschlagbar und der Preis mit einem schlappen Euro sehr niedrig. Wieviel zahlt man in Deutschland für einen praktisch identischen Latte Macchiato...?

Gegen 17:00 Uhr geht es zurück, auf dem Heimweg stoppen wir in Biscoitos, wo ein Stierkampf angesetzt ist. Unblutig ist das in Portugal und auch auf den Azoren, wir können dennoch keinen rechten Spaß dran finden. Ein einzelner Stier wird durch die Straßen gejagt, allerdings an einer langen Leine. Auf der Straße sind Linien als Grenzen gezeichnet: So lang ist die Leine, so weit kommt der Stier. Dahinter ist man sicher. Von Mauern und anderen Zufluchten aus ärgern "mutige" Männer den Stier mit allerlei Mätzchen. Naja, wir schauen eine Weile und gehen dann wieder. Den Einheimischen machte es jedenfalls Spaß und das jeweilige Dorf lässt sich so ein Event eine Menge kosten, denn so ein Stier ist nicht billig.

Wir fahren weiter zum Hotel und wandern im Regen nach Urzelina zum "Castelinho", wo wir wie gewohnt sehr gut essen und uns gut unterhalten.

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Wie so oft - verlassene Häuser auf den Azoren
Amaryllis oder auch 'Mädchen die zur Schule gehen'
Stierkampf in Biscoitos
Der Pico in Wolken