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Azoren 2008 - Tag 6

Wanderung zur Fajã da Caldeira de Santo Cristo, Fajã dos Cubres

9:00 Uhr Frühstück, heute wieder etwas schlechteres Wetter. Eigentlich war für heute eine Hochlandwanderung geplant, die wir aber auf später verschieben. Die Taxis holen uns wie gewohnt 10:30 Uhr. Auf der Fahrt nach Osten ein Picknickeinkauf in Ribeira Seca, der uns lange aufhält, dann weiter.

Start der Wanderung ist am Rande einer Bergstraße, wo es heute recht kalt ist und dichter Nebel herrscht, wir ziehen die Regenjacken an. Erst gerade, dann leicht abwärts durch wundervolle Landschaft, überall Baumheide gemischt mit Baumheidelbeeren, die voller Früchte hängen. Im Notfall würden wir schon einmal nicht verhungern... Das Wetter bessert sich mit jedem Meter nach unten und es wird wieder sommerlich warm. Am Hang weiden Kühe und überall rauschen Bäche talwärts.

Unten angekommen ist es windig und wie so oft menschenleer. Wir finden ein Restaurant, das diesen Namen nicht verdient. Es gibt halt was zu kaufen... Die Wirte wollen aber nicht recht, also kaufen wir ein paar Bier und picknicken unsere Einkäufe auf der auch windigen Terrasse. Die Fajã besitzt eine Art Bodden, also einen Binnensee mit Verbindung zum Meer. Das macht diese Fajã besonders schön und wir sind entsprechend beeindruckt. Wir spazieren zum "Strand", der aus grobem Kies besteht und werden vom Wind fast weggeweht. Aber es ist nicht kalt, sodass wir uns eine Weile durchpusten lassen und wieder ins "Lokal" zurückkehren. Einen kurzen Rundgang durch den Ort mit toll restaurierter Kirche, deren Größe von besseren Zeiten in dieser Fajã kündet, wo hier noch Menschen ihren festen Wohnsitz hatten. Heute ist dies untersagt, wie uns Christian erzählt. Dennoch gibt es Einzelne, die doch noch hier ständig wohnen. Gerade im Winter ist diese sicherlich kein Zuckerschlecken, wenn die Stürme wüten.

Wir wandern weiter unten an der Küste entlang, der Weg jedoch nicht eben, sondern mit bissigen Auf- und Abstiegen. Es geht über die kleine Fajã do Belo zur nächsten größeren Fajã dos Cubres, auch mit Bodden, wo wir endlich einen Galhao trinken können und derart beglückt und gestärkt bei einsetzendem Regen in die wartenden Taxis steigen. Die fahren hinauf ins Bergland, wo alles nass ist und wo es wohl den ganzen Tag geregnet haben soll.

Wir fahren nach Santo Amaro, etwas oberhalb von Velas zum Restaurant "Fornos de Lava", was etwas anders sein soll als die üblichen Lokale auf São Jorge. Wir werden nicht enttäuscht: Es gibt sehr guten, angemachten Salat guten Fisch, guten Wein ("Basaltos" von der Insel Pico). Nur das Dessert (aus Zucker und Eigelb) ist wieder schauerlich und meine weitere Experimentierlust mit derartigen Spezialitäten ist extrem gebremst.

Gegen 22:00 Uhr sind wir erschöpft zurück im Hotel, noch ein Schwatz, bis uns der Regen einholt und ins Bett.

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An der Wolkenuntergrenze
Blick nach unten in die Sonne
Fajã da Caldeira de Santo Cristo im Sonnenschein
Fajã da Caldeira de Santo Cristo
Atlantik-Brandung in der Fajã da Caldeira de Santo Cristo