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Azoren 2008 - Tag 5

Wanderung zur Fajã Alem, Velas

9:00 Uhr Frühstück, heute besseres Wetter, deshalb holen uns die Taxis schon 10:30 Uhr. Auf der Fahrt wie immer Picknickeinkauf, dann weiter Richtung Norden.

Heute geht es wieder abwärts zu einer Fajã, diesmal der Fajã do Alem an der Nordküste, nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen und wohl bekannteren Fajã an der Südküste. "Unsere" ist jedenfalls auf keiner mir zugänglichen Karte verzeichnet... Der Weg ist frisch mit Motorsensen freigeschnitten, unter uns hören wir noch die fleißigen Männer. Das muss oft geschehen, denn auf den Azoren wächst alles wie verrückt. Weil auf den Azoren am Wegesrand Unmengen an sogen. Katzenminze wächst und die natürlich auch frisch gemäht ist, haben wir den ganzen Weg über Minzduft in der Nase, dazu traumhafte Aussichten auf das Meer und längs der Steilküste.

Unten angekommen, finden wir Kleingärten mit Wein, Mais und Paprika (mittelgroß und mittelscharf, ein Zwischending zwischen Gemüsepaprika und Chili) und nette Leute, die gerade bei der Rotweinlese sind. Die Gartenhütten sind praktisch Weinkeller mit voller Ausrüstung. Kühl genug ist es da drin auch, weil hier an der Nordküste tief unten am Meer im Winter fast keine Sonne hinkommt und im Sommer nur kurz scheint. Eine kurze Picknickpause in der Sonne auf der Treppe eines verlassenen Hauses, dann wandern wir wenige Meter weiter. Kaum sehen wir (nach den Sensenmännern) die ersten Menschen, werden wir sofort eingeladen, der Rotweinkrug kreist, die Gläser randvoll. Recht gut für hausgemachten, erst 1 Jahr alten Rotwein. Dann kommt der Rotweinlikör (halb Wein, halb Zucker, halb Alkohol) und dann der Tresterschnaps, alles hübsch der Reihe nach. Wir sind praktisch blau, müssen aber ja noch wandern und vor allem die Steilküste wieder hoch, zwischen 300 und 400 Höhenmetern... Weiter geht's durch die Gärten, kurz vor dem Aufstieg noch ein Halt, an dem wir nicht vorbei kommen: Taktisch klug, kurz vor dem Einstieg zum Aufstiegsweg noch ein Häuschen eines Weinbauern. Er hat schon zwei nette französisch-schweizerische Wanderinnen "einkassiert", die weinselig am Tisch sitzen. Wir bechern wieder, was das Zeug hält und können endlich entrinnen. Die Beine genauso schwer wie der Kopf geht es bergauf, aber mit der Zeit geht es besser und oben angekommen sind wir praktisch nüchtern.

Die Taxis warten auch schon, heute geht es mal nicht zum Hotel zurück, sondern nach Velas, der wohl größten Stadt der Insel.

 

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Auf dem Weg zur nördlichen Fajã do Alem
Auf dem Weg nach unten in die Fajã
Türkise Brandung in der Fajã do Alem
Auf dem Weg nach oben ein Wasserfall als Hochkant-Panorama