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Azoren 2008 - Tag 2

Reisetag Teicera - São Jorge, Urzelina

9:00 Uhr fahre ich zum Flughafen, diesmal ist der Taxifahrer gnädiger und nimmt mir für 3 Kilometer nur € 7,50 ab...

Das Flugzeug, welches zwischen São Jorge und Terceira pendelt, ist leicht verspätet, weil es viele Kranke und Alte transportiert, die mit einer ganze Flotte von Rollstühlen von der Gangway abgeholt werden und zum Flughafengebäude gekarrt werden.

Gegen 12:00 Uhr geht es los und wir landen schon 12:30 Uhr auf São Jorge. Christian empfängt uns und lädt uns in das Taxi von Jorge, der uns in den nächsten Tagen sehr oft gut durch die Gegend fahren wird.

Im Hotel angekommen, ist die Freude groß. Nach Vorstellung von Hund und Katze können wir den großen Garten mit den sehr schönen kleinen Bungalows (unsere Zimmer) bewundern, aber auch den wunderbaren Blick aufs Meer und die Nachbarinsel Pico mit dem gleichnamigen, die Szenerie bestimmenden Berg, der seinem Namen dank einer sehr spitzen Spitze alle Ehre macht. In den Zimmern erwartet uns nicht nur eine Flasche Wasser, sondern auch eine Flasche Rotwein! Na, wenn das kein gelungener Anfang ist!

Ich mache noch einen Nachmittagsspaziergang in den Nachbarort Urzelina, ca. 1,5 km entfernt, in dem es Restaurant und Cafe geben soll. Ich treffe einige Gruppenmitglieder an einer Containerbar am Hafen, die etwas schmuddelig aussieht, aber prima Galhao (ähnlich einem Latte Macchiato) anbietet und genauso gute Hamburger. Eine wilde Mischung, aber es passt alles und schmeckt genauso. Schwatzend den Heimweg antretend, treffen wir auf dem Rückweg den Rest der Gruppe, die mit dem Nachmittags-Flugzeug eintraf.

Abends dann Willkommens-Essen wieder in Urzelina im einzigen ernstzunehmenden und geöffneten Restaurant "Castelinho", welches wohl mit öffentlichen Mitteln finanziert ist. Jeden Abend ist es proppevoll, ohne Tischreservierung geht gar nichts. Wir sind praktisch die einzigen Touristen, denn das Saisonende fällt praktisch mit unserem Eintreffen zusammen, jetzt ist Winter auf den Azoren (auch wenn das gar nicht danach aussieht)!

Wir essen und trinken köstlich. Der Wein und auch das Bier schmecken prima, wir sind zufrieden. Unsere Rechnung fällt auch etwas höher aus, zum Glück sind wir heute noch eingeladen!

Gegen Mitternacht wandern wir zurück zum Hotel am Meer entlang und hören die lustigen Schreie des Gelbschnabelsturmtauchers (eine Art Mischung zwischen Möwe und Albatros), hier "gagarro" genannt. Auch "Aua-Aua-Vogel". "Aua" heißt auf Portugiesisch ja Wasser (agua), weshalb die Einheimischen das auch lustig finden, dass ein (Wasser)Vogel immer nach Wasser schreit. Der Ruf lässt sich schwer beschreiben, es klingt, als wenn Donald Duck laut und (für seine Verhältnisse deutlich) rufen würde "Aua-Aua-Aaah". - Wirklich. - Echt!

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Terceira, Fußgängerzone
Terceira, Flughafen
São Jorge, Eco Triangulo